
Beide Mannschaften laufen bei hochsommerlichen Temperaturen vor 2.000 Zuschauern auf den Rasen. Die hochgeschraubten Erwartungen einiger Bayer 04-Verantwortlicher bekommen an diesem Abend einen gehörigen Dämpfer. Die Gäste aus Karlsruhe, die sich gegenüber ihren bisherigen Vorbereitungsspielen in verbesserter Form vorstellen, spielen mit der Truppe von Bayer 04-Trainer Willibert Kremer über weite Strecken Katz und Maus.
Das Schützenfest wird bereits in der sechsten Minute eröffnet, als der Karlsruher Stürmer Karl Berger wenig Mühe hat, einen zu kurz abgewehrten Schuss über die Linie zu drücken. Bis zur Halbzeit legen die Badener noch zweimal nach. In der zweiten Halbzeit hält der Torreigen an. Als Bayer 04-Stürmer Dieter Herzog in der 70. Minute die Latte trifft, steht es schon 6:0 für den KSC. Den Schlusspunkt in der 74. Minute setzt Raimund Krauth – nach dem Abpfiff gehen die Bayer 04-Spieler mit einer 0:7-Niederlage deprimiert vom Platz.







Die Werkself tritt nicht in bester Aufstellung an und bietet zwar alles andere als eine berauschende Leistung, doch werden die Niederlage und vor allem Höhe des Ergebnisses nicht überbewertet. Trainer Willibert Kremer diktiert in die Notizbücher der Journalisten: „Das einwöchige Trainingslager in Quickborn steckt uns noch gehörig in den Knochen. Wir haben die Zeit in Norddeutschland gut genutzt, um Kondition und Kraft zu tanken, uns fehlt noch die Spritzigkeit.“
Lediglich Torhüter Fred Bockholt, der eine zweistellige Niederlage verhindert, und die beiden Neuzugänge Dieter Herzog und Peter Hermann im Sturm können überzeugen. Am Ende der Saison 1976/77 belegt die Werkself Platz 10 in der 2. Bundesliga Nord und die Karlsruher steigen aus der 1. Bundesliga ab.

Michael Ballack wird am 26. September 1976 in Görlitz in der damaligen DDR geboren. Schon früh zeigt sich sein Talent für den Fußball. Nach dem Umzug seiner Familie nach Karl-Marx-Stadt, das heutige Chemnitz, beginnt er bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt mit dem Fußballspielen, wobei er seine Fähigkeiten stetig weiterentwickelt. Ab dem siebten Schuljahr besucht er die Kinder- und Jugendsporthochschule und erhält eine systematische Sportförderung, die 1988, begründet mit seiner wachsenden Spielstärke, zu einem Wechsel zum FC Karl-Marx-Stadt führt. Mit 16 Jahren muss er aufgrund von Wachstumsproblemen ein halbes Jahr pausieren, aber dann ist Michael nicht mehr aufzuhalten.
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José Elias Moedim Júnior, genannt Zé Elias, wird am 25. September 1976 in Sao Paulo geboren. Seine fußballerische Ausbildung erhält er bei Sport Club Corinthians Paulista, kurz Corinthians, und wird bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft hochgezogen. Schon jetzt wird die PSV Eindhoven auf ihn aufmerksam, aber der Schritt nach Europa kommt für ihn noch zu früh. Der zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler etabliert sich in den folgenden drei Jahren bei den Profis. Mit Corinthians gewinnt Zé Elias 1995 die Stadtmeisterschaft von Sao Paulo und den brasilianischen Pokal. Mit seiner guten Übersicht, seinem Einsatzwillen und seiner sicheren Ballkontrolle trägt er wesentlich zum Erfolg seiner Mannschaft bei.
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Im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga Nord trifft die Werkself am 7. Spieltag im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion auf die Fortuna aus Köln. Beide Mannschaften stehen punktgleich mit 7:5 Punkten auf den Tabellenplätzen 8 und 9.
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Im Video seht ihr eindrucksvolle und wichtige Tore der Bayer 04-Geschichte aus dem Monat September. Es geht dabei nicht immer um die Schönheit der Tore, sondern es sollen euch auch besondere Spiele und Spieler in Erinnerung gerufen werden.
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Der September startet mit einem Debakel, aber nicht für die Werkself: Die deutsche Nationalmannschaft mit den Bayer 04-Spielern Jens Nowotny, Michael Ballack und Oliver Neuville erleidet im Münchener Olympiastadion in der WM-Qualifikation eine 1:5-Schlappe gegen England. Und vor allem Jens Nowotny wird scharf kritisiert. Mit dieser Niederlage steht die direkte Qualifikation der DFB-Elf auf wackeligen Beinen.
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