
Leere Ränge, kein Support – Heimspiele in der BayArena sind seit dem 4:0 gegen Eintracht Frankfurt im März 2020 nicht mehr dasselbe Erlebnis. Die Fans fehlen, der Doppelpass zwischen der Werkself und der Nordkurve ist wegen der Pandemie nicht möglich. Derbysiege gegen den 1. FC Köln konnten nicht gefeiert werden; die Erfolge gegen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach waren zwar schön anzusehen, eine Stimmungsexplosion wie nach dem 4:3 gegen den BVB im Februar 2020 blieb aus nachvollziehbaren Gründen jedoch aus. Diese besondere Situation hat dazu geführt, dass Charles Aránguiz und seine Kollegen in einem Video die Fans der Werkself direkt ansprechen.
Auch er trug einst das Trikot der Werkself: Sam Schreck wechselte 2016 als großes Talent vom FC St. Pauli nach Leverkusen. Zunächst trainierte der damals 17-Jährige meist bei den Profis mit, kam aber schwerpunktmäßig bei der U19 zum Einsatz. Im Herbst 2018 gab der Mittelfeldspieler sein Debüt für die Werkself in der Europa League. Im Sommer 2019 wechselte Schreck, der heute seinen 21. Geburtstag feiert, zum FC Groningen in der niederländischen Eredivisie. Für die Grün-Weißen hat er bis dato 33 Pflichtspiele bestritten.
Für Sport-Geschäftsführer Rudi Völler ist die Werkself-Kampagne schlichtweg „die Beste, die wir je hatten“. Im Sommer 2007 machte Bayer 04 aus einem lange Zeit empfundenen Makel einen Kernwert des eigenen Selbstverständnisses: Aus der Bundesliga-Mannschaft wurde offiziell die „Werkself“. Die Verantwortlichen fragten sich: Was ist so schlimm am Image des Werksklubs? Die Antwort lautete: Spieß umdrehen und sich zum Gesellschafter und Namensgeber, der Bayer AG, selbstbewusst bekennen. Der Imagedreh wurde zu einem absoluten Volltreffer.
Die „Werkself“-Kampagne wurde am 29. Januar 2008 im Rahmen des 12. ISPO-Sportsponsoring-Kongresses in München mit dem Marketingpreis des Sports bedacht. Vor über 1.000 Vertretern aus der Sportbusiness-Szene nahmen Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sowie die Profis Bernd Schneider und René Adler den Preis stellvertretend für die Bayer Leverkusen Marketing GmbH entgegen. Mit einer frechen, geistreichen und witzigen Werkself-Kampagne hatten die Leverkusener überzeugt. Die Kampagne hatte sich gegen einen Spot von EnBW und Air & Style durchgesetzt; Barcelona, der HSV und der BVB kamen nicht mal unter die ersten Drei.

Keine Punkte, trotzdem weitergekommen! Die Leverkusener Konsolen-Profis haben die übrigen drei der sechs Spiele der Online-Vorrunde des vierten Showdowns in der VBL Club Championship 2025/26 absolviert. Unter anderem mit RB Leipzig und dem SC Freiburg warteten die torgefährlichsten Mannschaften inklusive zwei WM-Teilnehmern in den eigenen Reihen. Das #B04eSports-Team musste sich in den Begegnungen zwar insgesamt geschlagen geben, neun Punkte aus den ersten drei Partien vergangene Woche reichten den Leverkusenern aber, um in die Offline-Runde am 2. Februar in Berlin einzuziehen.
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Für den FC Villarreal wird das Spiel bei Bayer 04 am kommenden Mittwoch, 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), der letzte Auftritt auf internationaler Bühne in dieser Saison sein. Der aktuelle Tabellenvierte aus Spanien ist in der UEFA Champions League noch sieglos und hat mit nur einem Punkt aus den bisherigen sieben Partien keine Chance mehr auf die Play-offs. Der Europa-League-Sieger von 2021 kann in der BayArena also ohne Druck aufspielen und will sich mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb verabschieden. Der Gegner-Check.
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Bayer 04 Leverkusen muss auf seinen Offensivspieler Eliesse Ben Seghir verzichten. Der marokkanische Nationalspieler zog sich vor dem verlorenen Finale des Afrika-Cups gegen den Senegal (0:1 n.V.) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu.
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Weiter geht’s in der VBL Club Championship 2025/26! Auf die Leverkusener Konsolen-Profis warten am Dienstagabend, 27. Januar (ab 18 Uhr live auf Twitch und in der Bayer 04-App), die restlichen drei Begegnungen der Online-Vorrunde von Showdown vier. Es geht gegen den 1. FC Kaiserslautern, den SC Freiburg sowie den aktuellen Klub-Meister und Showdown-Drei-Seiger RB Leipzig, mit dem Bayer 04, seinerseits Klub-Vizemeister und Showdown-Eins-Gewinner, vor allem im vergangenen Jahr einige denkwürdige Momente teilte. Der Gegner-Check.
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