Kurzpässe: Bravo beim Bayer – Kies unterstützt Asa

Während 14 Profis der Werkself aktuell auf Länderspiel-Reise sind, absolvierte der Rest am Dienstagvormittag seine zweite Einheit der Woche. Nach dem Training stand Cheftrainer Gerardo Seoane den anwesenden Medienvertretern zur Verfügung. Was er zu sagen hatte und warum Stefan Kießling und Gerald Asamoah gemeinsame Sache machen: Die Antworten darauf gibt es in den Kurzpässen.
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Wegen der Coronavirus-Pandemie waren im Frühjahr WM-Qualifikationsspiele in Südamerika ausgefallen. Um diese Partien nachzuholen, hat die FIFA die Abstellungsperiode im September und Oktober um jeweils zwei Tage verlängert. Negative Konsequenz für Bayer 04: Weil drei Spieler der Werkself in der Nacht von Donnerstag auf Freitag noch für ihre jeweiligen Nationalmannschaft auflaufen werden, stehen Charles Aránguiz, Exequiel Palacios und Piero Hincapie für das Bundesliga-Heimspiel am Samstag, 11. September, gegen Borussia Dortmund nicht zur Disposition.

Keine Wettbewerbsverzerrung, aber Novum

„Das Verletzungsrisiko ist einfach zu hoch. Zwischen den Spielen liegt gerade einmal gut ein Tag“, erläutert Cheftrainer Gerardo Seoane, warum er auf das Trio verzichten wird, das erst an dem Wochenende zurück in Deutschland erwartet wird. „Das ist sicherlich ein Novum, dass uns Spieler deshalb nicht zur Verfügung stehen“, so der Schweizer weiter, dem die Formulierung „Wettbewerbsverzerrung“ jedoch zu weit geht. „Natürlich haben wir Verständnis dafür, dass die Spiele nachgeholt werden müssen. Zumal auch die Spieler sehr stolz darauf sind, für ihr Land auflaufen zu können, doch für uns ist das sehr ärgerlich.“ Seoane ist allerdings zuversichtlich, dass man auch ohne die drei eine gute Mannschaft für die Begegnung mit dem Pokalsieger aufbieten kann. „Wir haben einen breiten Kader. Das bekommen wir hin.“

Chance für Alario, Adli und Bellarabi

Während die südamerikanischen Auswahlspieler also passen werden, könnten Lucas Alario und Karim Bellarabi wieder ein Thema für den #B04BVB-Kader sein. Die beiden Angreifer hatten zuletzt wegen Muskelverletzungen aussetzen müssen, die nächsten Tage bieten die Gelegenheit, das Duo „an die Mannschaft heranzuführen“, so Seoane weiter. Auch für Amine Adli kommt die Länderspiel-Pause nicht ungelegen. „Hier haben wir die Chance, ihn in das Team zu integrieren“, betont der Cheftrainer der Werkself.

Bravo ist ein „richtiger Goalgetter“

Darüber hinaus bietet die Länderspiel-Pause eine Gelegenheit für Nachwuchskräfte, mal bei den Profis reinzuschnuppern. Einer davon ist Iker Bravo. Der 16-jährige Angreifer, zuletzt Kapitän der spanischen U17-Nationalmannschaft, ist im Sommer vom FC Barcelona nach Leverkusen gewechselt. Trainieren und spielen wird er regelmäßig bei der U19 von Bayer 04, doch in dieser Woche darf er seine Qualitäten mal gegen Jonathan Tah und Co. beweisen. Gerardo Seoane: „Iker ist ein richtiger Goalgetter. Man sieht sofort seine gute Ausbildung.“

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Diaby nun auch „mannschaftsdienlich“

Schon mindestens zwei Schritte weiter ist Moussa Diaby, der 2019 als französischer U20-Nationalspieler nach Leverkusen gekommen ist. Bei Bayer 04 wurde er erst U21-Nationalspieler und nun zum ersten Mal von Weltmeister-Trainer Didier Deschamps für die Equipe Tricolore berufen. Für Gerardo Seoane auch ein Verdienst der jüngsten Entwicklung der Nr. 19 der Werkself. Moussa sei schon vorher „offensiv dominant“ aufgetreten, nun präsentiere er sich aber auch sehr „mannschaftsdienlich. Wie er Frimpong in Augsburg geholfen hat – das war beeindruckend“, so der Cheftrainer.

Kies unterstützt Gerald-Asamoah-Stiftung

In der Bundesliga waren sie Gegner, jetzt machen sie gemeinsame Sache: Stefan Kießling unterstützt die Gerald-Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder. Der Ehrenspielführer der Werkself unterschrieb Anfang dieser Woche ein Lastenfahrrad, ein so genanntes Pedelec, mit dem Werner Messing gerade von Bundesliga-Klub zu Bundesliga-Klub fährt, um Unterschriften von aktuellen und ehemaligen Bundesligastars zu sammeln. Anschließend wird das Gefährt für die Stiftung von Gerald Asamoah versteigert. Als Stefan Kießling gefragt wurde, ob er auch zur Verfügung steht, hat der Bundesliga-Torschützenkönig von 2013 sofort zugesagt. „Ich hoffe einfach, dass viel Geld zusammenkommt. Die Kinder brauchen das.“ HIER geht es zu der Aktion.

Oczipka zu Union – Arias nach Granada

Sie beackerten einst die Außenbahnen bei der Werkself, jetzt haben sie neue Vereine gefunden. Bastian Oczipka wurde in der Jugend neun Jahre unter dem Bayer-Kreuz ausgebildet und absolvierte anschließend zwölf Einsätze für die Profis. In der vergangenen Saison stieg der 32-Jährige mit dem FC Schalke 04 aus der Bundesliga ab, jetzt ist er zurück im Oberhaus: Bastian Oczipka, der auf 286 Bundesliga-Spiele kommt, hat einen Vertrag beim 1. FC Union Berlin unterschrieben.

Er stieß im Sommer 2020 kurz vor dem Ende der Transferperiode auf Leihbasis von Atletico Madrid zur Werkself: Rechtsverteidiger Santiago Arias hinterließ sofort im Training einen guten Eindruck und gab ein ansprechendes Debüt in der Bundesliga beim 1:1 in Stuttgart. In der anschließenden Länderspiel-Pause verletzte er sich bei einem Einsatz für sein Heimatland Kolumbien jedoch schwer und konnte kein Pflichtspiel mehr für die Werkself bestreiten. Nun nimmt der sympathische 29-Jährige beim spanischen Erstligisten FC Granada einen neuen Anlauf.

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