
Am Ende gab es kein Halten mehr: Nachdem der herausragende Keeper Julian Pollersbeck den letzten Elfmeter der Engländer pariert hatte und der Finaleinzug geschafft war, rannten die deutschen U21-Nationalspieler im Freudentaumel aufs Feld und begruben den Keeper unter sich. Mittendrin auch Dominik Kohr, der in der 102. Minute eingewechselt wurde und so zu seinem Turnierdebüt bei der U21-Europameisterschaft kam. Nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen (2:2 nach Verlängerung) gegen die Engländer hat das DFB-Team das Finale erreicht, in dem am Freitag (20 Uhr) Spanien der Gegner sein wird.
Mit zwei gehaltenen Elfern besaß Torhüter Pollersbeck den Löwenanteil am Einzug ins Endspiel. „Wir wollten, dass die Menschen in Deutschland stolz auf die Mannschaft sind“, sagte DFB-Trainer Stefan Kuntz nach dem Krimi gegen die Engländer und blickte bereits voraus auf das Duell am Freitagabend mit den bislang überragenden Spaniern, die sich in der zweiten Halbfinal-Begegnung mit 3:1 gegen Italien behaupteten: „Wenn man im Finale steht, will man auch den Titel holen.“
Während der 120 Minuten hatte das DFB-Team einige sehr gute Chancen liegengelassen. Selke sorgte per Kopf für die Führung (35.), ehe die Briten den Spieß mit zwei Treffern umdrehten (41./50.). Dann gelang dem eingewechselten Platte erneut per Kopf der Ausgleich (70.). In der Overtime gab es keine weiteren Tore, am Ende setzte sich die deutsche Mannschaft aber verdient durch. Mittendrin in der Jubelarie des Teams auch der ehemalige Bayer 04-Co-Trainer Daniel Niedzkowski als Assistent von Stefan Kuntz.
Während die deutsche U21 das EM-Endspiel in Polen erreicht hat, müssen beim Confed-Cup in Russland die Finalteilnehmer noch ermittelt werden. Fünf Werkself-Profis sind dabei in den beiden Partien der Vorschlussrunde involviert. Heute trifft Chile mit Charles Aránguiz in Kasan auf Europameister Portugal, ehe am Donnerstag Deutschland mit Julian Brandt, Benny Henrichs und Bernd Leno in Sotschi gegen Mexiko mit Chicharito antritt (Beginn jeweils 20 Uhr).
Wie gefährlich der Rekordtorschütze der Mexikaner (48 Länderspieltreffer) vor dem gegnerischen Kasten ist, weiß sein Bayer 04-Kollege Benjamin Henrichs nur zu gut. „Chicha ist ein sehr dynamischer Gegenspieler, das merke ich schon im Training“, sagt der Youngster im DFB-Team, der nach seiner Hereinnahme das 3:1 gegen Kamerun vorbereitet hatte, und führte weiter aus: „Er haut seinen Körper immer komplett rein, auch wenn er nicht der Größte ist. Und vor dem Tor macht er fast jeden Ball rein, da hat er eine Riesenqualität.“


Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Julian Schuster und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein sportlich dürftiger Auftritt, dafür aber ein lang ersehntes Comeback: Die Bayer 04-Frauen haben in der Länderspielpause eine überraschende Testspiel-Niederlage kassiert. Beim aufstrebenden Regionalligisten Borussia Dortmund verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 0:1 (0:1). Vor 452 Zuschauern im Stadion Rote Erde ließ die Werkself vor allem offensiv vieles vermissen. Die schönste Nachricht des Tages war das Comeback von Shen Menglu, die nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Rasen stand.
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Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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