
Seine Profikarriere als Spieler begann Erik ten Hag beim FC Twente Enschede unweit seines Geburtsortes Haaksbergen nahe der Grenze zu Deutschland. Über kürzere Stationen bei weiteren niederländischen Klubs kehrte der Innenverteidiger mit Mitte 20 zurück zum FC Twente, wo er bis zu seinem Karriereende 2002 sechs Jahre blieb und anschließend, nach insgesamt 299 Einsätzen in der Eredivisie, auch seine Laufbahn als Trainer startete.
Nach einigen Jahren als Nachwuchscoach wurde er 2006 Co-Trainer von Fred Rutten bei der Profimannschaft Twentes. Nach drei Spielzeiten zog es Rutten und ten Hag in selbiger Konstellation und ebenfalls für knapp drei Jahre zur PSV Eindhoven. Seine erste Cheftrainer-Station folgte 2012/13 bei den Go Ahead Eagles, mit denen er den Aufstieg in die erste Liga feierte. Zur neuen Saison zog es ten Hag dann zum FC Bayern München II, wo er Meister der Regionalliga Bayern wurde und zwei Jahre blieb.
2015 kehrte er zurück in die Niederlande, der Erstligist FC Utrecht hatte ihn zum Cheftrainer und Sportdirektor in Personalunion gemacht. Kurz nach Weihnachten 2017 klopfte Rekordmeister Ajax Amsterdam bei ten Hag an – es war der Beginn einer beeindruckenden Erfolgsstory.

Hatte seine Debütsaison noch titellos geendet, führte er Ajax 2018/19 zum nationalen Double aus Meisterschaft und Pokal. In der UEFA Champions League schaltete man außerdem erst Juventus Turin und dann den Titelverteidiger Real Madrid aus, erst im Halbfinale gegen Tottenham Hotspur war Endstation.
In der aufgrund der Corona-Pandemie nicht beendeten Folgesaison hatte Ajax zum Abbruch ebenfalls auf Platz eins gestanden. 2020/21 folgte ein weiteres nationales Double, ein Jahr später die dritte niederländische Meisterschaft. In seiner erfolgreichen Zeit in Amsterdam verhalf ten Hag Spielern wie Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong zum Schritt zu absoluten europäischen Topklubs. Diesen Weg ging auch er selbst.
Denn zur Saison 2022/23 wurde ten Hag Cheftrainer von Manchester United. Als Nachfolger von Ralf Rangnick erreichte er in seiner Debütsaison Rang drei der Premier League und führte den Traditionsklub zum Titel im englischen Ligapokal. Im FA Cup stand eine knappe Finalniederlage gegen Manchester City, in der Folgesaison revanchierte man sich allerdings bei dem Stadtkonkurrenten und gewann das Endspiel im traditionsreichen FA Cup. Nach zwei Pokalsiegen und knapp zweieinhalb Jahren war Ende Oktober vergangenen Jahres Schluss bei Manchester United.

Künftig wird der Titelsammler seinen großen Erfahrungsschatz bei Bayer 04 einbringen. Ten Hag ist der dritte niederländische Cheftrainer in Leverkusen nach Rinus Michels (1988 bis 1989) und Peter Bosz (2018 bis 2021). Geschäftsführer Sport Simon Rolfes sprach in Bezug auf ten Hag von „beeindruckenden sportlichen Erfolgen“ und „technisch anspruchsvollem und dominantem Fußball“.
Ten Hag selbst, der auch die deutsche Sprache beherrscht, gab sich im Zuge der Vertragsunterschrift entschlossen und ambitioniert: „Bayer 04 ist einer der besten Vereine in Deutschland und gehört auch zur erweiterten europäischen Elite. Ich bin nach Leverkusen gekommen, um die in den vergangenen Jahren gewachsenen Ambitionen zu bestätigen. Es ist eine reizvolle Aufgabe, in dieser Phase des Umbruchs gemeinsam etwas aufzubauen und eine ambitionierte Mannschaft zu entwickeln.“

Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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Bayer 04 Leverkusen muss vorerst auf Innenverteidiger Edmond Tapsoba verzichten. Der burkinische Nationalspieler kehrte mit einer Muskelverletzung vom Afrika Cup aus Marokko zurück zur Werkself.
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Torhüter Matej Kovar wechselt endgültig von Bayer 04 Leverkusen zum niederländischen Fußball-Meister PSV Eindhoven.
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