
Victor, am Donnerstag geht es für euch gegen Molde. Du hast gegen die Norweger schon oft gespielt und bist von allen Spielern aus der Mannschaft derjenige, der sie am besten kennt. Wie hast du den Klub in Erinnerung, welche Tipps kannst du deinen Mitspielern geben und wie bereitet ihr euch auf das Duell vor?
Boniface: Molde ist eines der Top-Teams der norwegischen Liga, das eigentlich jedes Jahr um den Titel mitspielt. Als ich 2019 zu Bodø/Glimt kam, war Molde der aktuelle Meister. In den zwei darauffolgenden Jahren, in denen wir die Meisterschaft geholt haben, war Molde als Vizemeister unser größter Konkurrent. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen, auch, weil es ihr Stadion ist. Der Kunstrasen könnte für sie ein Vorteil sein. Für uns sind es eher ungewohnte Spielbedingungen. Es kann dort richtig kalt werden, und wir kommen gerade aus einem warmen Sommer in Deutschland. Wir müssen uns auf alles einstellen und gut vorbereitet sein.
Was bedeutet das Spiel für dich persönlich und wie groß ist deine Vorfreude auf die kommenden Duelle in der Europa League?
Boniface: Molde und das Stadion dort werden mir immer in besonderer Erinnerung bleiben, ich habe dort das erste Tor meiner Profikarriere geschossen. Es war damals das absolute Topspiel: Molde gegen Bodø/Glimt, Erster gegen Zweiter. Leider haben wir am Ende verloren, aber für mich war es wegen meines Treffers ein ganz besonderer Tag. Ich blicke gern auf meine Zeit in Norwegen zurück. Dementsprechend freue ich mich sehr auf die Reise und auf das Duell, genau wie auf die weiteren Spiele in der Europa League. Dieser Wettbewerb ist wichtig für uns. Wir sind richtig heiß!








Du bist jetzt seit zwei Monaten bei Bayer 04 und hast bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zahlreiche Tore und Vorlagen, dazu Auszeichnungen zum „Rookie des Monats“ und „Spieler des Monats“ August – wie aufregend war die Zeit bislang für dich?
Boniface: Bisher war es sehr spannend. Die zwei Auszeichnungen sind eine besondere Ehre, die mich auch ein Stück weit stolz machen. Ich fühle mich richtig wohl in Leverkusen und in diesem Team. Ich hatte schon vor meiner Ankunft Kontakt mit ein paar Spielern, zum Beispiel Jerry (Jeremie Frimpong, Anm. d. Red.). Ich wusste, wie gut diese Mannschaft ist, wie gut sie sein kann und wie super ich mit ihr harmonieren werde.
Wie gut ihr euch versteht, sieht man aktuell Woche für Woche auf dem Platz. Häufig scheint es, als würdet ihr schon lange zusammenspielen. Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell du dich ins neue Team hineingefunden hast und sofort einen Teil zum Erfolg beiträgst…
Boniface: Ich versuche einfach nur, es meinen Mitspielern leichter zu machen, indem ich mich ihnen ein Stück weit anpasse. Bevor ich in eine Mannschaft komme, weiß ich schon, wie sie spielt. Ich schaue mir Videos meiner Teamkollegen an und analysiere ihren Spielstil. Bei Leverkusen zum Beispiel war es unter anderem Flo (Florian Wirtz, Anm. d. Red.). Es ist für mich sehr interessant, wie meine Mitspieler agieren und was sie für einen Teamkollegen brauchen, um erfolgreich zu sein. Daran passe ich mich dann an und versuche so, mich schnell zu integrieren.
Gib uns abschließend einen Einblick, wie du dabei deine eigene Rolle auf dem Platz verstehst. Offensichtlich bist du nicht der klassische, in der Spitze wartende Angreifer…
Boniface: Ganz genau. Von den klassischen Stürmertypen gibt es viele. Sie warten im Strafraum auf den einen Moment. Aber da kann es passieren, dass man auch mal zehn Minuten gar nicht am Ball ist. Mir gefällt das nicht. Ich möchte anders spielen, Chancen auch mit kreieren und nicht nur vollenden. Ich mag es, mich tief fallen zu lassen, um am Spielaufbau teilzunehmen, mag es, einen gegnerischen Verteidiger auf mich zu ziehen und damit eine Lücke für meine Mitspieler zu schaffen. Ein bisschen liegt dieser Stil auch in meiner Natur. Ich war früher Mittelfeldspieler und habe dadurch immer schon vermehrt am Spielaufbau teilgenommen. Ich schaue mir oft Videos trickreicher und intelligenter Spieler an, um mich diesbezüglich weiterzuentwickeln, mir was abzuschauen und der Mannschaft so noch besser zu helfen.

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