
Es ist eine besondere, über Jahrzehnte gewachsene Beziehung: Bayer 04 ist eine attraktive Wahl für jenseits des Atlantiks geborene Spieler – die den Klub wiederum geprägt und erfolgreich gemacht haben. Besonders die „Bayer-Brasilianer“ sind eine echte Marke geworden, insgesamt kickten bereits 23 Spieler aus dem größten Land Südamerikas unter dem Bayer-Kreuz – viele davon entwickelten sich hier zu Weltstars und Weltmeistern. Es ist ligaweit ein einzigartiger Wert, der FC Bayern beispielsweise hat „erst“ 13 Brasilianer in die traditionellen Lederhosen gesteckt.

Im aktuellen Aufgebot stehen mit Wendell und Paulinho erneut zwei Brasilianer. Hinzu kommen der chilenische Kapitän Charles Aránguiz, die beiden Argentinier Lucas Alario und Exequiel Palacios, der leider lange ausfallende Kolumbianer Santiago Arias sowie der Jamaikaner Leon Bailey, der das halbe Dutzend Amerikaner in der Werkself komplettiert. Denn Amerikaner sind sie alle, auch wenn dieser Begriff in Deutschland und Europa meist fehlerhaft nur für die Bewohner der USA verwendet wird – was in Süd- und Mittelamerika oftmals mit einem deutlich sichtbaren Augenrollen gekontert wird. „Wir wohnen alle auf dem amerikanischen Kontinent und sind alle Amerikaner“, heißt es dann oft.
Der Zusammenhalt untereinander ist groß – das war auch in dieser Saison bereits zu spüren. Als sich Arias im Trikot der kolumbianischen Nationalmannschaft einen Bruch des linken Wadenbeins, einen Syndesmoseriss und weitere Bandverletzungen im linken Sprunggelenk zuzog, war das Mitgefühl groß. Alario, Siegtorschütze beim 1:0 in Mainz, sprach nach dem Erfolg beim FSV stellvertretend für das gesamte Team: „Diesen Sieg haben wir auch für Santi eingefahren. Das war ein harter Schlag für ihn, aber auch für die gesamte Mannschaft. Hoffentlich hilft ihm das auf seinem langen Weg zurück. Wir alle drücken die Daumen.“

Arias, den eine Pause von rund sechs Monaten erwartet, war gerührt von der emotionalen Botschaft seiner Teamkollegen, mit denen er zuvor nur ein Mal in der Bundesliga auf dem Platz gestanden hatte. „Das, was kommt, wird hart. Bayer 04 hat mich sehr unterstützt, mir gezeigt, dass ich wichtig bin, und das gibt mir mehr Kraft. Ich verspreche, dass ich hart daran arbeiten werde, bald und stärker zurückzukehren, um die Farben Kolumbiens und meines Vereins Bayer 04 Leverkusen zu tragen. Danke.“ Dem von Atletico Madrid ausgeliehenen Rechtsverteidiger wurden in einer Operation in der spanischen Hauptstadt elf Schrauben ins Bein eingesetzt. Ein schwerer Eingriff.
Doch in Charles Aránguiz hat Arias bei Bayer 04 einen perfekten Ansprechpartner – nicht bloß aufgrund derselben Muttersprache. Auch der Chilene verletzte sich nach seinem Wechsel zu Bayer 04 auf Anhieb schwer, kämpfte sich nach dem Achillessehnenriss aber zurück zu alter Form und wurde vor dieser Spielzeit sogar Kapitän der Werkself.

Es ist eine von vielen Erfolgsgeschichten, die Amerikaner in Leverkusen geschrieben haben – und die Fans dürfen sich auf viele weitere freuen.
Alle Werkself-Profis aus Amerika in der Übersicht (Stand: 30. Oktober):
Brasilien (23): Wendell (223 Pflichtspiele/8 Tore), Paulinho (40/4), Juan (176/16), Paulo Sergio (150/64), Zé Roberto (150/19), Renato Augusto (126/12), Lucio (122/21), Emerson (108/15), Robson Ponte (105/11), Jorginho (101/10), Franca (97/33), Roque Junior (49/1), Athirson (39/3), Rodrigo (31/1), Henrique (31/0), André Ramalho (28/0), Tita (26/12), Zé Elias (23/0), Ramon Menezes (20/2), Cris (7/0), Carlinhos (3/0), Marquinhos (0/0)
USA (6): Claudio Reyna (29/0), Frankie Hejduk (28/1), Tom Dooley (23/4), Landon Donovan (9/0), Jermaine Jones (9/0), David Yelldell (2/0)
Argentinien (3): Lucas Alario (105/41), Exequiel Palacios (11/0), Diego Placente (171/3)
Chile (3): Charles Aránguiz (147/13), Arturo Vidal (144/21), Junior Fernandes (13/1)
Kolumbien (2): Santiago Arias (1/0), Michael Ortega (7/0)
Mexiko (2): Chicharito (76/39), Andres Guardado (7/0)
Jamaika (1): Leon Bailey (122/24)
Dieser Beitrag stammt aus dem Werks11 Magazin #28. Die neue Ausgabe wurde in der vergangenen Woche per Post an die Mitglieder von Bayer 04 verschickt und erscheint in den nächsten Tagen als Blätterkatalog auf bayer04.de.


Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie des Monats“ Februar bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Jarell Quansah. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 5. März (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 empfängt Bayer 04 den FC Arsenal in der BayArena. Die Partie findet am Mittwoch, 11. März (Anstoß: 18.45 Uhr), statt. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Für das Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League 2025/26 reist die Werkself nach London. Die Partie beim Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal im Arsenal Stadium steigt am Dienstag, 17. März 2026, um 21 Uhr deutscher Zeit (20 Uhr Ortszeit). Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Seit vielen Jahren schon engagiert sich Bayer 04 als Partner des Lernort Stadion e.V. So führt der Bundesligist auch im jüngst gestarteten Aktionsmonat „März gegen Mobbing“, den die Aktion Mensch finanziell fördert und mit Unterstützung der DFL Stiftung und des Lernort Stadion e.V. initiiert, zwei Workshops zum Thema Antidiskriminierung in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Integrationszentrum Leverkusen durch. Zentrale Fragestellungen dabei sind unter anderem: Wie gehe ich mit Mobbing und Diskriminierung um? Wie spreche ich Missstände an? Und was kann ich dagegen tun?
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