#B04inAustria – Tag 1: Doppel-Geburtstag und „Hoppel“-Verbot

Zurück im Salzburger Land: Am heutigen Montagmittag hat die Werkself ihr Quartier fürs Trainingslager in Zell am See-Kaprun bezogen. Nach der Ankunft und dem stimmungsvollen Empfang im Mannschaftshotel mit traditioneller österreichischer Blasmusik bat Peter Bosz seine Truppe bei 22 Grad und grau bewölktem Himmel zur ersten Einheit auf den Platz. Insgesamt sieben Trainingseinheiten und zwei Testspiele (am Samstag um 15 Uhr gegen den FC Watford und um 18.30 Uhr gegen SD Eibar) erwartet die Werkself bis zum Ende der Woche.
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Gemeinsames Frühstück und Abflug – der Tagesablauf

Früh morgens um 7 Uhr starteten die Bender-Zwillinge und Co. in den Tag. Nach dem gemeinsamen Frühstück in der BayArena machte sich das Team um 7.41 Uhr auf in Richtung Flughafen Köln/Bonn. Die Chartermaschine landete mit leichter Verspätung um 10.28 Uhr in Salzburg, von wo es mit dem Bus weiter ins Tauern-Spa-Hotel ging – bereits zum siebten Mal hat die Werkself im Salzburger Land ihre Zelte aufgeschlagen. Nach dem Mittagessen stand um 16.30 Uhr dann die erste Trainingseinheit im Alois-Latini-Stadion an, ehe ein Vortrag zum Thema „Prävention Wettmanipilation“ den ersten Abend abrundete.

Fünf Youngster an Bord – Tah, Aránguiz und Bailey fehlen

Insgesamt 22 Werkself-Profis und die fünf Nachwuchsspieler Cem Türkmen, Marcel Lotka, Yannik Schlößer, Ayman Azhil und Samed Onur hat Peter Bosz mit nach Zell am See-Kaprun genommen. Aus dem Profi-Kader fehlen einzig die Nationalspieler Jonathan Tah, Charles Aránguiz und Leon Bailey, die sich nach ihren Länderspieleinsätzen in den Kontinentalmeisterschaften (U21-EM, Copa América und Gold Cup) noch im verlängerten Urlaub befinden. Alle Mitgereisten – bis auf Julian Baumgartlinger – fanden sich am Nachmittag planmäßig auf dem Platz ein. Jan Boller allerdings trainierte nach Beschwerden im Adduktorenbereich separat mit Athletik-Trainer Daniel „Giga“ Jouvin.

Baumgartlinger macht Fortschritte

Auch Baumgartlinger absolvierte ein individuelles Programm. Er blieb dafür jedoch im Hotel. „Ich habe mich heute mit den Docs, den Physios und Julian zusammengesetzt. Julian spürt, dass es jeden Tag besser wird. Seine Wunde am Fuß heilt gut. Weil er das Bein aber einige Wochen nicht belastet hat, muss er nun erst einmal Muskeln aufbauen“, erklärt Peter Bosz. „Der nächste Schritt wird sein, dass er auf dem Platz mit Giga (Athletiktrainer Daniel Jouvin, Anm.) arbeitet – erstmal ohne, dann mit Ball. Danach kann er, wenn er keinen Rückschlag erleidet, voraussichtlich nächste Woche Teile des Mannschaftstrainings absolvieren.“

Bayer 04-Fußballschule steht Spalier

Im Alois-Latini-Stadion warteten bei der Nachmittagseinheit nicht nur zahlreiche Fans auf den B04-Tross, auch die Teilnehmer der Bayer 04-Fußballschule standen Spalier für Lars Bender und Co. Insgesamt 41 Kinder werden eine Woche vor Ort trainieren und diverse Freizeitaktivitäten absolvieren. 18 Teilnehmer sind aus Leverkusen und Umgebung; der Rest ist aus Österreich, und einige Kinder sind gar aus Ungarn ins Salzburger Land gekommen, um bis Freitag Schwarz-Rot zu tragen und dem Ball nachzujagen.

Das erste Training

Bei der Einheit am Nachmittag standen nach dem Aufwärmen verschiedene Passformen und das Positionsspiel im Vordergrund. Immer wieder ermahnte Cheftrainer Peter Bosz seine Spieler zu mehr Schärfe in den Abspielen. Der Ball solle nicht „hoppeln“, sondern flach am Boden und möglichst schnell beim Mitspieler ankommen. Darauf lag auch das Augenmerk beim abschließenden Kleinfeld-Turnier, bei dem drei Mannschaften mit jeweils sieben Feldspielern gegeneinander antraten. „Heute ist noch Reisetag. Dennoch haben wir anderthalb Stunden gut trainiert. Heute Abend werde ich noch mit der Mannschaft sprechen – eine solche Sitzung werden wir bis Samstag jeden Abend für 10 bis 15 Minuten abhalten und Dinge wie Spielprinzipien besprechen“, so Bosz. Dass im Gegensatz zum vergangenen Jahr in diesem Trainingslager bis auf Donnerstag nur eine statt zwei Einheiten pro Tag angesetzt sind, erklärt der Cheftrainer folgendermaßen: „Ich bin mir sicher, dass eine Einheit, in der die Spieler 100 Prozent leisten, mehr bringt als zweimal 50 oder 60 Prozent. Wir haben eine kurze, aber sehr intensive Einheit gemacht – es war immer Druck auf dem Ball. Das ist für den Körper, aber auch für den Kopf sehr intensiv“, so der Niederländer.

Grund zum Anstoßen

Nach getaner Arbeit durfte schließlich angestoßen werden – nicht nur auf den überstandenen ersten Tag des Trainingslagers, sondern auch auf gleich zwei Geburtstagskinder! Paulinho wurde von seinen Mannschaftskollegen heute zum 19. Geburtstag beglückwünscht, mit Nachwuchs-Spieler Samed Onur wurde sein 17. Ehrentag besungen. Für beide hatte Koch Alexander Wagner einen kleinen Schokokuchen vorbereitet, den die Geburtstagskinder mit den Teamkollegen teilten. Herzliche Glückwünsche an beide!

Tour de Bayer 04

Die Tour de France ist in vollem Gange, und auch beim Bayer wird kräftig in die Pedalen getreten. Während die Mannschaft nach der Anreise mit dem Bus zum Alois-Latini-Stadion nach Zell am See fuhr, schwangen sich die anwesenden Mitglieder der Geschäftsleitung auf den Drahtesel. Angeführt von Geschäftsführer Fernando Carro radelten Dr. Bernd Schröder, Direktor Marketing, und Mediendirektor Holger Tromp die knapp neun Kilometer nach Zell am See. Dort wartete dann Simon Rolfes. Der Sportdirektor war zwar nach dem Trio losgefahren, hatte aber die Abkürzung durch ein Gewerbegebiet genommen und war somit eher am Trainingsplatz.

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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.

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