
Bei durchaus angenehmer Witterung vor 1.600 Zuschauern im Leimbachstadion – kein Vergleich zur drückenden Hitze im Rheinland – ließ die Werkself den Ball von Beginn an flüssig zirkulieren und kam schnell zu ersten Möglichkeiten. Karim Bellarabis Flachschuss fischte Siegens Keeper Thies aus dem kurzen Eck (2.), drei Minuten später versuchte sich der gleiche Schütze an einem ganz frechen Ding, schaufelte die Kugel aber knapp am Dreieck vorbei (5.). Bei Bayer 04, mit Kapitän Lars Bender und Kai Havertz auf den zentralen Positionen im Mittelfeld, lief viel über die Flügel wie beim hübsch herausgespielten Führungstreffer: Wendell passte von links flach in den Rücken der Abwehr und Lars Bender drückte den Ball grätschend aus 14 Metern in die Maschen (17.).
Doch auch über rechts ging's gut voran bei den Gästen: Die scharfe Hereingabe von Bellarabi setzte Lucas Alario per Kopfball-Aufsetzer platziert neben den Pfosten ins Eck (19.) – das zügige 2:0 aus Sicht der schwungvollen Leverkusener, für die Kevin Volland nach erneut feiner Vorarbeit des umtriebigen Bellarabi wenig später den dritten Treffer nachlegte (27.). Der Eindruck zur Pause angesichts weiterer guter bis sehr guter Gelegenheiten für Bailey, Dragovic, Alario und besonders Volland: Diese spielfreudige Werkself hatte und machte viel Spaß – auch ohne Brandt, Jedvaj (beide noch Urlaub nach WM), Aránguiz, Hradecky, Retsos, Pohjanpalo, Kohr (verletzt oder angeschlagen) und den erst vor wenigen Tagen zum Team gestoßenen Paulinho.
Mit Beginn von Hälfte zwei nahm Chefcoach Heiko Herrlich fünf Wechsel vor – und Siegen, das vor dem Wechsel nur einmal offensiv auffällig geworden war durch Suzukis Schuss ans Außennetz (37.), traute sich vorübergehend mal etwas mehr in die Leverkusener Hälfte. Bayer 04 agierte nicht mehr so zwingend, ließ aber auch jetzt einiges liegen im Abschluss, etwa Leon Bailey, der nach Sven Benders gescheitem Zuspiel allein vor Siegens Torhüter scheiterte. Gleich danach kamen in Ayman Azhil aus der U19 und Sam Schreck sowie etwas später in Jan Boller und Adrian Stanilewicz vier Youngster ins Spiel (63/73.). Alario (77.), Baumgartlinger (79.) und Dragovic (82.) verpassten weitere Einschüsse.
Für die Werkself geht es nach dem freien Sonntag mit einer öffentlichen Trainingseinheit am Montag um 16 Uhr weiter, ehe am Dienstag (19 Uhr, Stadion am Zoo) das nächste Testspiel beim Regionalligisten Wuppertaler SV folgt.
Bayer 04: Kirschbaum (46. Özcan) – Weiser (73. Stanilewicz), Dragovic, Tah (46. S. Bender), Wendell (46. Bednarczyk) – L. Bender (46. Baumgartlinger), Havertz (73. Boller) – Bellarabi (46. Henrichs), Volland (63. Azhil), Bailey (63. Schreck) – Alario


Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Internationaler Vergleich auf Top-Niveau: Die U19 von Bayer 04 empfängt Olympique Marseille zu einem Testspiel. Die Partie gegen die Franzosen wird am Donnerstag, 5. November, um 14 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion ausgetragen. Der Eintritt für Fans ist frei. Wenige Stunden später stehen sich die beiden Klubs dann im Rahmen der UEFA Europa League in der BayArena gegenüber.
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Werkself-TV zeigt die TV-Zusammenfassung der 0:1-Niederlage der Bayer 04-Frauen beim FC Bayern München im Achtelfinale des DFB-Pokals 2026/27.
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„Was die Mentalität und den Willen angeht, können wir uns nichts vorwerfen“, resümierte Robert Andrich nach der ersten Heimniederlage der Werkself in dieser Saison. Auch spielerisch zeigte Schwarz-Rot in der intensiven und körperlichen Partie eine über weite Strecken respektable Leistung, war dem VfB Stuttgart in den meisten statistischen Belangen überlegen. Einzig in Sachen Effizienz vor dem Tor hatten die Schwaben der Werkself etwas voraus. Chefcoach Carles Martínez will daraus lernen, um in Zukunft „auch diese Art von Spielen zu gewinnen“. Der Werkself Nachdreher.
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