Vor 25 Jahren: BayArena statt Ulrich-Haberland-Stadion

Am heutigen Dienstag vor 25 Jahren gewann Bayer 04 das Auftaktspiel der Saison 1998/99 gegen den FC Hansa Rostock 3:1. Das Besondere daran? Es war die erste Bundesligapartie in der BayArena. Bis dahin hatte das Zuhause der Werkself an der Bismarckstraße 40 Jahre lang Ulrich-Haberland-Stadion geheißen, benannt nach dem großen Sportförderer und Generaldirektor der Bayer AG.
BayArena
BayArena

Nicht bei allen Fans von Schwarz-Rot stieß die Umbenennung damals auf Begeisterung. „Als ein neuer Name zur Diskussion stand, trieb manch einen die Sorge um, dass damit ein Stück Identität verkauft werden würde“, erinnert sich Andreas „Paffi“ Paffrath aus der Bayer 04-Fanbetreuung. „Schon der Wechsel der Vereinsfarben von Schwarz-Rot zu Rot-Weiß war nicht gut angekommen und ist ja Gott sei Dank auch längst wieder rückgängig gemacht worden. Und weil damals einige Klubs die Namensrechte an ihren Stadien an Versicherungsunternehmen oder Banken verkauften, schwante auch hier einigen Fans nichts Gutes.“ Wer „zum Bayer“ ging, ging nun mal „ins Haberland“. Das hatte sich über Jahrzehnte etabliert, Fanklubs wie „Haberlands Erben“ hielten die Tradition sogar in ihrem Namen hoch.

„BayArena steht für Kontinuität und Konstanz“

So war also der neue, mehrfach an der Stadionfassade angebrachte knallrote Schriftzug für die Leverkusener gewöhnungsbedürftig. „Die meisten Fans haben sich schließlich aber doch recht schnell damit anfreunden können. Denn es steckte ja immer noch ein Stückchen Bayer im Namen”, sagt Paffi. „Außerdem gibt es das Ulrich-Haberland-Stadion weiterhin neben der BayArena. Und was uns als Fans ganz wichtig ist: BayArena steht eben auch für Kontinuität und Konstanz. Wir müssen nicht wie andere Klubs alle paar Jahre unseren Stadionnamen ändern und neu vermarkten.“

Die Umbenennung in BayArena war für Jürgen von Einem, den damaligen Sportbeauftragten der Bayer AG, „der konsequente Abschluss eines in der Fußball-Bundesliga neuartigen Gesamtkonzeptes, das die multifunktionale Nutzung des Stadions in eine neue Dimension erhebt“. Schon im Oktober 1996 waren im Bereich der Osttribüne ein McDonald’s Restaurant sowie ein Bayer 04-Fanshop eröffnet wurden.

BayArena
Aus „Ulrich-Haberland-Stadion“ wird „BayArena“: Am 15. August 1998 empfängt die Werkself den FC Hansa Rostock und siegt 3:1.

Nur knapp ein Jahr später folgte im Sommer 1997 die Einweihung der neuen Südtribüne, die nun die Geschäftsstelle, das BayArena-Restaurant, VIP-Logen und Konferenzräume beherbergte. Den völlig veränderten Charakter der Anlage, die nicht mehr nur Sportstätte, sondern nun auch eine Geschäftsadresse und eine der modernsten Arenen von europäischem Spitzenniveau war, habe man nicht länger unter Ulrich-Haberland-Stadion verkaufen können, erklärte von Einem. Der aus Marketinggründen neu gewählte Name sei in Anlehnung an das BayKomm (Bayer-Kommunikationszentrum) entstanden, die drei Buchstaben Bay fänden sich zudem in vielen Produktnamen des Unternehmens. Und Arena stehe für das neue, multifunktionale Konzept.

Trotz aller Modernisierung werden auch heute immer wieder lieb gewonnene Traditionen noch aus der Zeit des alten Haberland-Stadions fortgeführt. So lebt die ehemalige „Familystreet“, die Mitte der 1990er-Jahre Eltern und Kindern einen besonderen Tribünenbereich bot, in der aktuellen Saison 2023/24 als Familien-Block wieder auf. „Nicht wenige heutige Bayer 04-Mitarbeiter sind in der Familystreet zu Fans der Werkself geworden, haben später in der Nordkurve und als Mitglied eines Fanklubs ihre Ausbildung bei Bayer 04 begonnen und sind jetzt fest angestellt bei ihrem Klub“, sagt Paffi. „Aus diesem Familien-Block heraus sind richtig schöne Geschichten geschrieben worden.“

Sieg beim Auftaktspiel in der BayArena

Eine schöne Geschichte und der Auftakt in eine sehr erfolgreiche Saison war auch das erste Bundesligaspiel in der neuen BayArena. Beim 3:1 gegen Rostock am 15. August 1998 trafen Stefan „Paule“ Beinlich (2) und Jörg Reeb für das Team von Trainer Christoph Daum. Zé Roberto gab sein Debüt für die Werkself, die am Ende der Spielzeit zum zweiten Mal Vizemeister wurde und sich erstmals direkt für die UEFA Champions League qualifizieren konnte.

Ähnliche News

Faninfos 1. FC Köln
Fans - 03.11.2026

Die Faninfos zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln

Am 9. Spieltag der Bundesligasaison 2026/27 geht es für die Werkself über den Rhein zum 1. FC Köln. Anpfiff ist am Sonntag, 8. November, um 15.30 Uhr. Seit dieser Spielzeit ist zudem das neue Fan-Mitfahrportal WERKSELFgo im Einsatz. Die Bayer 04-Fanbetreuung hat vorab alle Infos zur Partie im RheinEnergieSTADION zusammengefasst.

Mehr zeigen
Ticket-Infos
Bayer 04 - 03.11.2026

Ticket-Überblick für die Spiele von Bayer 04

Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.

Mehr zeigen
Gegner-Check
eSports - 03.11.2026

#B04eSports: Der Vizemeister wartet zum Start des zweiten Showdowns

Auf ein Neues! Nach ihrem denkbar knappen und unglücklichen Ausscheiden nach der Online-Vorrunde des ersten Showdowns der VBL Club Championship 2026/27 wartet auf die Leverkusener nun die nächste Chance. Am Dienstag, 3. November, bestreiten die Bayer 04-eSportler ab 18 Uhr die ersten drei der sechs Vorrunden-Duelle von Showdown zwei. Auf Marc und Sean Landwehr wartet unter anderem der aktuelle Klub-Vizemeister...

Mehr zeigen
TopTorOktober2026_AndrichDiaby.jpg
Bundesliga - 03.11.2026

Top-Tor Oktober 2026: Andrichs Volley-Kracher und Diabys Winkel-Schlenzer nominiert

Die Bundesliga hat die Nominierten für die Wahl zum „Top-Tor des Monats“ im Oktober bekanntgegeben. Ab sofort können Fans der Werkself unter anderem für das Volley-Traumtor von Robert Andrich aus dem Spiel beim 1. FSV Mainz 05 oder den Winkel-Schlenzer von Moussa Diaby aus derselben Partie abstimmen. Das Voting läuft noch bis Sonntag, 8. November (23.59 Uhr), und findet ausschließlich in der Bundesliga-App statt.

Mehr zeigen
„Vor allem viel Liebe“: Bayer 04-Frauen zu Gast im Tierheim Leverkusen
Werkself-TV - 03.11.2026

„Vor allem viel Liebe“: Bayer 04-Frauen zu Gast im Tierheim Leverkusen

Natürlich füreinander da! Die vier Profispielerinnen Justine Brandau, Lobke Loonen, Paulina Platner und Emily Wallrabenstein waren gemeinsam mit unserem Partner PerNaturam zu Besuch im Tierheim Leverkusen. Impressionen von einem ganz besonderen Nachmittag mit vielen strahlenden Gesichtern.

Mehr zeigen