
Obliers berief bis auf zwei Änderungen dieselben Spielerinnen in die Startelf, die auch am Mittwochabend beim Last-Minute-2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Feld standen. Die beiden Änderungen waren Rebecca Knaak für die angeschlagene Marina Hegering im zentralen Mittelfeld und Laura Widak für Rachel Rinast.
Schon in der Anfangsphase der Partie zeigte sich, dass die Frankfurterinnen der klare Favorit der Partie waren und diese Rolle auch mit spielerischer Qualität ausfüllten. Der FFC setzte die Leverkusenerinnen früh unter Druck und eroberte sich auf seifigem Geläuf schnell die Spielkontrolle. Nach einiger Zeit kamen die Werkself-Frauen dann besser in die Partie und nach einem angelupftem Pass von Gianna Rackow hielt Francesca Weber aus 25 Metern einfach drauf und drosch das Spielgerät über die herausgerückte FFC-Torfrau Desiree Schumann in die Maschen - 1:0 für den Underdog (16).
Merle Barth sieht den Roten Karton
Leider hatte die Führung nicht lange Bestand. Nach einem feinen Spielzug durchs zu offene Bayer 04-Zentrum sowie nach einem Ballverlust auf der linken Leverkusener Seite trafen Islacker (22.) und Nagasato (33.) zum 2:1-Pausenstand für Frankfurt. Im zweiten Durchgang waren die Bayer 04-Frauen aber direkt wieder voll da und drückten auf den Ausgleich. Doch in der 59. Minute warf eine Schiedsrichterentscheidung alles über den Haufen: Innenverteidigerin Merle Barth sah nach einem Foulspiel kurz vor dem Sechzehner die Rote Karte (59.). Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung.
Den unmittelbar folgenden, kurz gespielten Freistoß verwandelte Mandy Islacker dann auch noch zum 1:3 aus Leverkusener Sicht (60.). Ein herber Rückschlag, von dem sich die Gäste mit einer Spielerin weniger erst nach und nach erholten. In der Schlussphase traf dann doch noch die eingewechselte Henrietta Csiszar nach Petzelberger-Vorlage zum 2:3 (89.). Ging jetzt noch was? Es ging! Die Bayer 04-Frauen warfen buchstäblich nochmal alles nach vorne. Aber statt dem Ausgleich, ging die Geschichte in Unterzahl nach hinten los. Nadine Anstatt traf mit dem Schlusspfiff zum 2:4-Endstand.
Jetzt ist Pause
Jetzt haben die Bayer 04-Frauen aufgrund der bevorstehenden U20-Weltmeisterschaft in Papua Neuguinea eine dreiwöchige Pflichtspielpause. Während der WM, bei der von Bayer 04 DFB-Kapitänin Rebecca Knaak und Mittelfeldspielerin Rieke Dieckmann teilnehmen, legt die Allianz Frauen-Bundesliga eine Unterbrechung des Spielbetriebs ein.
Weiter geht es für die Leverkusenerinnen also erst wieder am Sonntag, 4. Dezember, im DFB-Pokal: Dann empfängt die Obliers-Truppe den USV Jena im Achtelfinale im Kurtekotten. Anstoß ist um 14 Uhr.
Die Statistik:
1. FFC Frankfurt: Schumann - Prießen (79. Hechler), Nietgen, Bartusiak, Hendrich - Groenen, Schmidt, Pawollek, Nagasato (85. Anstatt) - Islacker (70. Matheis), Munk
Bayer 04: Klink - Kempe, Barth, Krahn, Wich - Schwab, Petzelberger, R. Knaak, Widak (46. Rinast) - Weber, Rackow (79. Csiszar)
Tore: 0:1 Weber (16), 1:1 Islacker (22.), 2:1 Nagasato (32.), 3:1 Islacker (60.), 3:2 Csiszar (90.), 4:2 Anstatt (90.+1)
Gelbe Karten: Nietgen - Schwab, Rinast
Rote Karte: Merle Barth (59.)
Schiedsrichterin: Sina Dieckmann (Essen)
Zuschauer: 910


The Werkself conceded a goal at home for the first time since the beginning of January 67 minutes into the game against FSV Mainz 05 on Saturday. Jarell Quansah levelled late on for the final score of 1-1 to secure a point and avoid a first home defeat in six games. Bayer 04 were very critical of their performance after the game. The Werkself review.
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