
Als Reaktion auf die Corona-Krise hat der DFB Anfang März den Spielbetrieb in den Junioren-Bundesligen bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Leverkusener Nachwuchsspieler der U19 und U17 absolvieren ihre Einheiten überwiegend individuell in der heimischen Umgebung. „Diese Situation ist eine echte Herausforderung für uns alle“, betont Nachwuchsleiter Jungheim. Von Woche zu Woche schicken die Jugendtrainer den Spielern der U19 und U17 individuelle Trainingspläne. Darin enthalten seien vor allem Kraft- und Ausdauerübungen. Doch etwas ganz Entscheidendes fehle in dieser Zeit.
Es ist der direkte, tägliche Kontakt zwischen Spielern und Trainern. Dieser sei auch für die sportliche und persönliche Entwicklung der Jugendlichen essenziell. „Der Fußball lebt schließlich von Emotionen und Nähe“, sagt Jungheim. So gebe es regelmäßige Videokonferenzen mit dem gesamten Kader sowie diverse individuelle Gespräche via Telefon und sozialen Medien. In diesen Zeiten muss eben bestmöglich improvisiert werden.
Auf Altbewährtes setzen Jungheim und Co. – so gut es geht – hingegen in der sportlichen Arbeit: Trainingswissenschaftler und Physiotherapeuten stehen den Jugendlichen bei Bedarf auch in der Spielpause zur Verfügung. Und wie bereits seit der Einführung des veränderten Trainerkonzepts im Sommer 2019 arbeiten die vier Coaches der beiden Leistungsmannschaften U19 und U17 Markus von Ahlen, Patrick Weiser, Jan Hoepner und Thomas Zdebel auch weiterhin individuell und direkt am Talent und das mannschaftsübergreifend. Die Nachwuchsspieler von Bayer 04 sollen unter den gegebenen Auflagen und Umständen möglichst optimal für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereitet sein – und schnell wieder an das Niveau der vergangenen Liga-Partien anknüpfen.

Zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten und souveräne Auftritte gegen Top-Teams: Allen voran die U19 präsentierte sich vor der Saisonunterbrechung in einer guten Verfassung. „Die bisherige Rückrunde hat gezeigt, dass Spieler, Trainer und Verantwortliche ihre Hausaufgaben gemacht haben“, lobt Jungheim. Die UEFA-Youth-League-Partien gegen Juventus Turin und Atletico Madrid im Herbst vergangenen Jahres hätten den Verantwortlichen vor Augen geführt, dass das Team eine „hohe Intensität und gewisse Schlagzahl nicht über 90 Minuten stabil abliefern konnte. Da wir das aber kompensiert und energisch aufgearbeitet haben, bewerte ich die anschließende Phase der Saison bislang sehr positiv.“ Ein weiterer, wichtiger Schritt für die Entwicklung der vereinseigenen Talente und ihren Weg in den bezahlten Fußball.
Im Nachwuchskonzept des Vereins heißt es, dass „alle Bayer 04-Nachwuchsspieler auf höchstem Niveau gefördert werden“ sollen. Zudem erhoffe man sich, „dass sich unsere talentiertesten Nachwuchsspieler so entwickeln, dass ihnen der Sprung in unsere eigene Lizenzmannschaft gelingt“. Vielversprechende Talente, sowohl in der U19 als auch der U17, sind laut Jungheim in beiden Kadern vertreten. Diese kommen übrigens vorrangig aus Leverkusen und Umgebung – und das nicht ohne Grund.
Bayer 04 setzt in der Nachwuchsförderung auf Spieler aus der Region, die Verpflichtung eines Talents von weiter weg stelle eine absolute Ausnahme dar. „Das Einzugsgebiet NRW ist zwar groß, die Konkurrenz aber ebenso“, erklärt Jungheim und spricht auf die aktuell sieben Bundesligisten in Nordrhein-Westfalen an. „Um die besten Talente zu finden, ist ein gutes Scouting nötig.“

Die Scouting-Abteilung von Bayer 04 sei in den vergangenen Jahren daher stetig ausgebaut und professionalisiert worden. So arbeitet die Abteilung, die aufgrund der Spielpause derzeit nur auf Archivmaterial zurückgreifen kann, vom Nachwuchs bis zu den Profis Hand in Hand.
Das gleiche Prinzip kennzeichnet den Austausch zwischen Nachwuchs- und Profibereich: Der nahezu tägliche Austausch läuft über Xaver Zembrod, Co-Trainer von Peter Bosz, der eine Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich darstellt. Die enge Zusammenarbeit zeige sich auch in den Ergebnissen. „Wir reden nicht nur darüber, wie wir Spieler aus unserer Jugendabteilung in den Profi-Kader bringen, sondern wie wir sie dort auf den Platz bekommen“, so Jungheim, der aber auch betont: „In der jüngsten Vergangenheit sind unsere Profis auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Dadurch wird der Schritt aus der Jugend natürlich anspruchsvoller.“
Doch Jungheim ist sich sicher: Auch in der Zeit nach der Coronavirus-Pandemie und der Spielpause werden weitere Bayer 04-Nachwuchsspieler den Sprung zu den Werkself-Profis schaffen – und damit auf bekannte Namen wie Knut Reinhardt, Tim Wiese, Benjamin Henrichs und Kai Havertz folgen…

Im Rahmen des 5. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 gastiert Bayer 04 beim kroatischen Meister Dinamo Zagreb. Die Partie steigt am Donnerstag, 26. November, um 18.45 Uhr im Stadion Maksimir. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Nicht nur auf dem Rasen gab es rund um den 2:1-Heimerfolg der Werkself gegen den SC Freiburg Grund zur Freude. Auch im Bereich der Trainerbänke waren zur Pause viele glückliche Gesichter zu sehen. Einmal mehr ehrte Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, gemeinsam mit Ex-Stürmer und Klub-Repräsentant Stefan Kießling im Namen von Bayer 04 die bis zu 30-jährigen Jubiläen von acht Fanclubs.
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Was für ein Spiel für die U19 von Bayer 04: Beim 4:3-Erfolg beim VfL Bochum 1848 drehte die junge Werkself die Partie spektakulär in der Nachspielzeit. Einen schwereren Stand hatte die U17, die beim Tabellenführer 1. FSV Mainz 05 mit 2:6 unterlag. Großen Jubel gab es dafür bei gleich drei Juniorinnen-Teams, die teils gegen ältere Gegnerinnen den Einzug in die jeweiligen Finals des Kreispokals perfekt machten – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Auch in der zweiten Länderspielperiode der Saison 2026/27 reisen wieder Bayer 04-Nachwuchsakteure zu ihren Nationalteams – darunter wie so häufig auch DFB-Auswahlen.
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