4:6 n.V. beim 1. FC Kaiserslautern – U19 verliert dramatischen Pokal-Fight

Die U19 von Bayer 04 ist im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal der Junioren ausgeschieden. Beim 1. FC Kaiserlautern unterlag die Werkself, die bis in die Nachspielzeit geführt hatte, in einem turbulenten Spiel 4:6 (3:3, 4:4) nach Verlängerung. Dustin Buck (5.), Gabriel Minutillo (28.), Burak Kir (41.) und Clinton Wilson (55.) trafen für Leverkusen.
Aus im Achtelfinale: Ivan Massek und Bayer 04

Im Vergleich zum 3:2-Erfolg gegen den FC Viktoria Köln in der DFB-Nachwuchsliga nahm U19-Chefcoach Patrick Greveraars für die Pokalpartie in der Pfalz zwei Startelf-Änderungen vor. Anstelle von Ivan Massek Bakotaken und Simone Cannizzaro stürmten Dustin Buck und Aleksa Damjanovic.

Im Gegensatz zur Werkself, die durch Siege gegen Hildesheim (4:0) und Jena (6:0) mit insgesamt 10:0-Toren durch die ersten beiden Pokal-Runden gestürmt war, musste der FCK zwei intensive Spiele überstehen: Beim 4:3 in Leipzig hatte der Bundesligist seine große Lust auf den Pokal dabei ebenso gezeigt wie beim 3:1 nach Verlängerung gegen Kiel in der zweiten Runde. So wussten alle Beteiligten schon vor dem Anpfiff, was sie erwarten würde: Ein intensiver, emotionaler Pokalfight.

Torreiches Spektakel

Es überraschte deshalb auch niemanden, dass die Partie keine Anlaufzeit benötigte. Leverkusen startete dominant, schnürte den FCK tief in der eigenen Hälfte ein und belohnte sich prompt für den starken Beginn. Clinton Wilson flankte,  Buck verwertete - 1:0 (5.). Kaiserlautern hatte bis dahin kaum am Spiel teilgenommen und kurz darauf Glück, dass Gabriel Minutillo das 2:0 verpasste (8.). Doch ein Standard brachte die Gastgeber zurück - wenn auch einer für Bayer 04: Nach einer Leverkusener Ecke ließ der Schiedsrichter eine strittige Situation weiterlaufen, Kaiserlautern konterte und glich durch Louis Mohr aus (10.). Ein überraschender Gegentreffer, der die Partie nicht nur auf der Anzeigetafel ausglich: Kaiserslautern gelang es nun vermehrt, die Dominanz der Gäste zu brechen und selbst am Spiel teilzunehmen. Dennoch gelang Minutillo nach einem Ballgewinn von Damjanovic das 2:1 (28.).

Kaiserslautern zeigte sich vom erneuten Rückschlag unbeeindruckt, erspielte sich unmittelbar nach dem Anstoß einen Eckball und kam durch Titus Henseler zum Ausgleich (30.). Und die erste Hälfte hatte auch jetzt noch mehr zu bieten: Zunächst erzielte Nichita Cucuruz das 3:2 (32.) für den FCK. Doch wie zuvor Bayer 04 mussten auch die Hausherren feststellen, dass die Halbwertszeiten von Führungen an diesem Tag gering waren: Über Wilson und Minutillo gelangte der Ball zu Burak Kir, der per Flachschuss  von der Strafraumkante zum 3:3 traf (41.). Buck bot sich sogar die Chance zum 4:3, doch FCK-Keeper Moritz Jung parierte und so ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Dramatisches Finale

Nach dem Seitenwechsel kam Ivan Massek für Damjanovic in die Partie, der nach seiner Verletzungspause ein starkes Comeback gefeiert hatte. Auch in neuer Besetzung zeigte die Leverkusener Offensive gleich ihre Klasse und sorgte für Gefahr. Buck scheiterte zunächst am Torwart, den Nachschuss setzte er über das Tor (49.). Besser machte es Wilson, der eine beindruckende Kombination mit Minutillo mit dem 4:3 krönte (55.).

In der Folge beruhigte sich die aufregende Partie erstmals. Zwar kam der FCK noch einmal zu einem gefährlichen Abschluss (64.), Bayer 04 gelang es aber, die Defensive zu stärken und vermehrt auf Umschaltaktionen zu setzen. Bis zum Anbruch der Nachspielzeit schien dieses Konzept aufzugehen - doch dann schlug Kaiserslautern erneut zu: Henselers Kopfballtor (90.+5.) nach einem Freistoß ließ die Gastgeber jubeln und sorgte für einen 30-minütigen Nachschlag der dramatischen Partie.

Auch die Verlängerung startete mit einem frühen Tor: Kaiserslautern drehte das Spiel erneut, Mohr erzielte mit seinem zweiten Treffer das 5:4 (93.) In der zweiten Hälfte warf die Werkself alles nach vorn, schaffte es aber nicht, dem Spielverlauf eine weitere Wendung hinzuzufügen. Kaiserslautern gelang in einer wilden Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten durch einen Konter in Person von Hamza Ohran das 6:4 (110.) - die Partie war entschieden. 

Coach Greveraars haderte nach dem Aus vor allem mit dem Defensivverhalten seines Teams, das zuvor erst drei Gegentore in sieben Pflichtspielen kassiert hatte: „Wenn man vier Tore schießt und trotzdem verliert, hat man etwas falsch gemacht. Wir haben zu viele Fehler gemacht und wurden dafür bestraft. In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel, im zweiten Durchgang hatten wir die Partie aber im Griff. Dann bekommen wir den Ausgleich in der Nachspielzeit und gehen so natürlich mental anders in die Verlängerung als der Gegner. Aber so ist der Pokal. Es sind Entscheidungsspiele, die Teams gehen mehr Risiko. Das Ausscheiden war sicherlich unnötig. Aber ein Ergebnis ist nie glücklich oder unglücklich, am Ende ist es der Spiegel des Spiels. Wir müssen daraus lernen.“

Ausblick: Nach der Länderspielphase wartet Alemannia Aachen

Wie für die Profis geht es nun auch für die Leverkusener Nachwuchs-Kicker in eine rund dreiwöchige Länderspielphase. Im Anschluss will Schwarz-Rot in der Liga wieder an die starken vergangenen Wochen anknüpfen und die Tabellenführung verteidigen. Dafür soll am Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 11 Uhr) im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion ein Sieg gegen Alemannia Aachen her.

Die Highlights:

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Die Statistik:

Bayer 04: Rapsch - Domnic (106. Zidane), Probst (90.+3 Ploumen), Hawighorst, Buck, Minutillo, Wilson, Koc (106. Koshchii), Kir (83. Hololobov), Doganay, Damjanovic (46. Massek)

Kaiserslautern: Jung - Beck (106. Passariello), Sahib, Peker, Henseler, Cucuruz (74. Arcuri), Resic, Acar, Mohr (106. Hajrovic), Makengo (81. Brauer), Jungfleisch (66. Ohran)

Tore: 0:1 Buck (5.), 1:1 Mohr (10.), 1:2 Minutillo (28.), 2:2 Henseler (30.), 3:2 Cucuruz (32.), 3:3 Kir (41.), 3:4 Wilson (55.), 4:4 Henseler (90.+5), 5:4 Mohr (93.), 6:4 Ohran (110.)

Gelbe Karten: Beck, Makengo, Ohran - Damjanovic, Kir, Minutillo, Hololobov, Domnic

Schiedsrichter: Justin Volz

Zuschauer: 300 in Mehlingen

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