
Das Team von Cheftrainer Sven Hübscher startete nach einem erfolgreichen Testspiel gegen Türkspor Dortmund 2000 (4:3) zum Ende der Winterpause mit drei personellen Änderungen in die erste Liga-Partie in 2024: Torhüter Oleksandr Petrenko und Matija Marsenic fehlten verletzungsbedingt. U17-Keeper Jesper Schlich bestritt sein erstes Spiel für den ältesten Nachwuchs-Jahrgang. Zudem begannen Francis Onyeka und Isaiah Okafor.
Die Hausherren übernahmen vom Anpfiff weg das Kommando. Bereits nach fünf Minuten setzte David Widlarz nach einer Flanke von Noah Pesch das erste Ausrufezeichen, Ersterer brachte aber nicht genug Druck hinter seinen Kopfball. Auch in den Folgeminuten waren es weiter die Leverkusener, die fußballerisch überzeugten und mit viel Tempo und Dynamik - vor allem über die rechte Seite - gefährliche Situationen im letzten Drittel kreierten. Was bis dato fehlte, war die letzte Konsequenz - auch einer disziplinierten und kompakten Bochumer Defensive geschuldet, die beim letzten Pass der Leverkusener immer wieder noch einen Fuß dazwischen bekam. So auch in der 29. Minute: Ken Izekor zeigte eine sehenswerte Einzelaktion und setzte sich bis zur Grundlinie durch, aber auch sein Ball fand keinen Abnehmer.
Der VfL-Nachwuchs fand mit zunehmender Spieldauer offensiv besser in die Partie, was die Gastgeber auf der Gegenseite jedoch prompt mit dem Führungstor beantworteten: Nach gutem Umschaltspiel über links sah Reno Münz mit einer steilen Hereingabe aus dem Halbfeld Teamkollege Widlarz, der im Strafraum freistehend per Direktabnahme zur verdienten 1:0-Führung einnetzte und damit seinen siebten Saisontreffer markierte (38.). Doch die überraschende Antwort der Bochumer folgte noch in der Nachspielzeit: Die Hübscher-Auswahl agierte ein Mal etwas zu passiv, die erste Großchance der Gäste nutzte Top-Torjäger Mohammad Mahmoud, der am langen Pfosten freistand, direkt und nickte die Kugel zum 1:1-Halbzeitstand ein (45.+1).






Nach einer dominanten ersten Hälfte von Schwarz-Rot gelang in Durchgang zwei zunächst den Bochumern der bessere Start: Luca Erdelkamp legte im Strafraum zurück auf Mahmoud, der sich abermals effizient zeigte und seinen Doppelpack zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Gäste schnürte. Das Team von Cheftrainer Heiko Butscher hatte die Partie gedreht. Der Werkself-Nachwuchs wirkte dadurch kurzzeitig etwas verunsichert, kämpfte sich aber schnell wieder zurück. So setzte sich Izekor in der 63. Minute mal erfolgreich durch, doch VfL-Keeper Hugo Rölleke parierte den flachen Schuss. Wenige Augenblicke später wechselte Bayer 04 dann erstmals: Torschütze Widlarz ging, Kerim Alajbegovic kam. Nur drei Minuten später zahlte sich die Einwechslung bereits aus: Alajbegovic zog in seiner ersten Szene an der Strafraumkante ab und erzielte das 2:2 (68.). Die Partie war nun völlig offen, beide Teams schafften es dennoch selten, sich aussichtsreiche Offensiv-Aktionen zu erspielen. In den Schlussminuten drückte Bayer 04 noch einmal auf den Siegtreffer, dieser fiel aber nicht mehr.
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Hübscher resümierte nach Abpfiff: „Die zwei Gegentore sind selbst verschuldet. Ein großer Faktor ist da aber sicherlich auch, dass wir seit sechs bis acht Wochen in der Konstellation nicht zusammengespielt und trainiert haben. Am Ende war es nicht einfach, gegen ausschließlich verteidigende Bochumer durchzukommen. Daher ist es zwar ärgerlich, aber mit der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, bin ich absolut zufrieden.“ Für die Leverkusener geht es am kommenden Samstag, 10. Februar, in der A-Junioren-Bundesliga West auswärts beim SC Verl weiter. Anpfiff ist um 13 Uhr.
Die Statistik:
Bayer 04: Schlich – Bäuerle, Okafor (73. Mensah), Widlarz (65. Alajbegovic), Zirkzee (82. Lang), Izekor (82. Stepanov), Münz, Onyeka, Pesch, Milojevic, Monamay
Bochum: Rölleke - Bernsdorf, Anubodem, Bozickovic, Erdelkamp, Koerdt, Mahmoud, Blackmann (46. Mohamadou), Schlotter (46. Hounsa), Lenz (84. Keumo), Njike Nana
Tore: 1:0 Widlarz (38.), 1:1 Mahmoud (45.+1), 1:2 Mahmoud (51.), 2:2 Alajbegovic (68.)
Gelbe Karten: Okafor, Zirkzee, Onyeka – Njike Nana, Mohamadou, Hounsa, Erdelkamp
Schiedsrichter: Marten Kaufels (Nieukerk)
Zuschauer: 125 im Ulrich-Haberland-Stadion

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