
Im Vergleich zum 5:2-Sieg gegen Alemannia Aachen am vergangenen Wochenende nahm U19-Coach Sergi Runge zwei personelle Veränderungen vor: Anstelle von Oleksandr Petrenko hütete Jesper Schlich das Leverkusener Tor, für Nils Gernhardt rückte Bradley Ndi in die Startelf. Der 1. FC Köln war wie die U19 von Bayer 04 mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Nachwuchsliga gestartet. Nach einem 4:0-Erfolg zu Hause gegen Kaiserslautern verloren die Kölner am vergangenen Sonntag erneut im heimischen Franz-Kremer-Stadion gegen Borussia Mönchengladbach 0:1.
Die ersten Chancen der Partie an diesem Mittwochabend gehörten den Gastgebern. Erst zog Fayssal Harchaoui aus 16 Metern knapp am linken Pfosten vorbei (5.), kurz darauf traf Abdul Yilmaz zentral in der Box die Kugel nicht richtig (7.).
Die Kölner pressten hoch und versuchten, Leverkusener Offensivaktionen im Ansatz zu unterbinden. Das gelang allerdings nur bis zur 22. Minute: Nach einem Diagonalball auf Kerim Alajbegovic schnappte der sich die Kugel, zog von der linken Seite nach innen und ließ Kölns Keeper Luis Hauer mit einem platzierten Schuss aus 19 Metern ins linke Eck keine Abwehrchance – ein herrlicher Treffer zum 1:0 für den Bayer-Nachwuchs, der gleich seine erste Tormöglichkeit nutzen konnte. Das Runge-Team setzte jetzt mehr Akzente im Spiel nach vorne. Artem Stepanovs Abschluss aus 16 Metern strich nur Zentimeter übers Tor (29.). Dennoch blieb auch der FC gefährlich. Eine scharfe Hereingabe von Justin von der Hitz lenkte Andrea Natali mit Mühe knapp über den Querbalken (32.). Dann musste sich Bayer 04-Torhüter Jesper Schlich mächtig strecken nach einem Schuss von Keyhan Sancarbarlaz (42.).

Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann noch einmal Aufregung auf dem Platz: Bayer 04-Innenverteidiger Ferdinand Pohl sah nach einem Foul gegen San-Luca Spitali die Rote Karte von Schiedsrichter Jens Grage. Für dezimierte Leverkusener ging es schließlich mit der 1:0-Führung in die Pause. Im zweiten Durchgang reagierte Runge auf die Unterzahl seiner Mannschaft mit einem Wechsel: Für den Torschützen und offensiven Mittelfeldspieler Kerim Alajbegovic kam Defensivakteur Nils Gernhardt ins Spiel und rückte auf die linke Abwehrseite.
Hinten stabil stehen, vorne den einen oder anderen Nadelstich setzen: Fast hätte diese Marschroute schon in der 55. Minute zum Erfolg geführt, als Montrell Culbreath mit einem klasse Steckpass Artem Stepanov in Szene setzte. Aber dessen Schuss vom Fünfmetereck geriet zu zentral, FC-Keeper Hauer entschärfte die große Chance der Gäste.
Der Bayer-Nachwuchs verteidigte mit viel Engagement und Geschick, sodass die Kölner auch mit einem Spieler mehr auf dem Platz zu keinen nennenswerten Chancen kamen. Die besseren Möglichkeiten hatten sogar die Gäste. Andrea Natali verpasste knapp nach einem Freistoß von links (75.). Wenig später aber lag die Kugel dann doch im Kasten der Kölner, weil Bayer 04 einen ganz starken Konter erfolgreich zu Ende spielte: Culbreath marschierte nach Pass von Othniel Raterink über rechts auf und davon, legte rüber auf Stepanov, dessen Schuss Kölns Torhüter zwar abwehren konnte. Aber der Ball kam wieder vor die Füße von Culbreath und der vollstreckte eiskalt zum 2:0 ins rechte Eck (78.). Am Ende stand ein verdienter Sieg für couragierte und clevere Leverkusener.

Am kommenden Sonntag, 18. August, empfängt die U19 von Bayer 04 den 1. FC Kaiserslautern. Das Spiel wird um 14.30 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion angepfiffen.
Die Highlights:
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Die Statistik:
Köln: Hauer – von der Hitz, Spitali (66. Römers), Stapelmann, Miocevic, Irmiev (66. Chukwukelu), Sancarbarlaz (66. Yakisir), Zimmermann, Schenten (66. Fürst), Yilmaz (73. Puzzo), Harchaoui
Bayer 04: Schlich – Raterink, Pohl, Natali, Buono (85. Kister), Culbreath, N. Mensah, Stepanov (89. Szep), Alajbegovic (46. Gernhardt), Ndi, Onyeka (81. Petak)
Tore: 0:1 Alajbegovic (22.), 0:2 Culbreath (78.)
Gelbe Karten: Irmiev, Fürst - Buono
Rote Karte: Pohl
Schiedsrichter: Jens Grage (Volmershoven-Heidgen)
Zuschauer: 840 im Franz-Kremer-Stadion

Der Kader der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison nimmt weiter Form an: Von der Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt, die in der 2. Frauen-Bundesliga beheimatet ist, wechselt die 19 Jahre alte Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein nach Leverkusen. Hier hat sie einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.
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