
Für die Partie bei Borussia Dortmund nahm Cheftrainer Sven Hübscher im Vergleich zum 3:2-Erfolg bei Viktoria Köln zwei Änderungen in der Startelf vor: Francis Onyeka und Akim Kister fehlten kurzfristig krankheitsbedingt, dafür begannen Jordan Zirkzee sowie Matija Marsenic, der als Kapitän die Mannschaft auf das Feld führte. Ebenfalls erfreulich: Isaiah Okafor war nach langwierigen Rückenbeschwerden zurück im Kader.
Dabei erwischten die Werkself-Junioren einen Start nach Maß: Ken Izkor eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte und bewies dann gutes Auge, legte quer auf David Widlarz, der aus sechs Metern nur noch einschieben musste (3.). In den Folgeminuten waren es dann aber erst einmal die Dortmunder, die durch Julian Rijkhoff sowie Ousmane Diallo per Abpraller die besseren Möglichkeiten auf dem Fuß hatten, Bayer 04-Torwart Oleksandr Petrenko glänzte aber mit sehenswerten Paraden (7., 11.). Der BVB war bis dato das dominantere Team. In der 25. Minute war es folgerichtig Rijkhoff, der im Alleingang bis vor das Tor kam und die Leverkusener Führung egalisierte.
Die Werkself-Junioren bestachen dennoch durch mehr Homogenität als Mannschaft. So arbeitete sich die Hübscher-Elf immer besser in die Begegnung und war mit zunehmendem Spielverlauf das aktivere Team. Gefährlich wurde es für die Hausherren vor allem nach einer Standardsituation durch Widlarz und Marsenic per Doppelchance für Bayer 04 (36.). Der BVB hatte nun viele Ballverluste, wirkte unruhig. Dennoch gelang es Schwarz-Gelb kurz vor dem Pausenpfiff, nach Leverkusener Ballverlust in Person von Vincenzo Onofrietti in Führung zu gehen (45.+2). So ging es für Schwarz-Rot nach einer ereignisreichen ersten Hälfte mit einem unglücklichen 1:2-Rückstand in die Halbzeitpause.





Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff war es direkt wieder Torschütze Rijkhoff, der vor dem Kasten der Leverkusener gefährlich wurde - die nahezu einzige Offensivaktion der Gastgeber in Durchgang zwei. Denn danach flachte die Partie ab. Beide Teams taten sich lange Zeit schwer, klare Möglichkeiten zu kreieren. Zudem war die Partie von zahlreichen Unterbrechungen und Behandlungspausen zerfahren.
Erst nach 20 Minuten nahm die Partie wieder Fahrt auf - und das ausschließlich durch die Hübscher-Auswahl. Bayer 04 war fortan die spielbestimmende Mannschaft, der BVB hatte viel Mühe, die zahlreichen schwarz-roten Angriffe noch ausreichend zu kontrollieren, positionierte sich tief im eigenen Strafraum. In der 67. Minute zog Izekor an der Strafraumkante ab, BVB-Schlussmann Robin Lisewski klärte den Ball, der sonst haargenau in den Winkel gepasst hätte, zur Ecke. Weitere Großchancen boten sich Anton Bäuerle nach Freistoß in der 75. sowie 83. Minute, abermals entschärfte der BVB-Keeper Lisewski noch auf der Linie. Bayer 04 betrieb enormen Aufwand für einen Ausgleichstreffer, belohnte sich am Ende dafür aber nicht. So blieb es beim 1:2-Endstand.
Hübscher resümierte im Anschluss: „Es ist sehr ärgerlich, wir waren heute die bessere Mannschaft. Aber eigene Fehler entscheiden Topspiele. Uns ist es dann nicht gelungen, trotz etlicher Chancen nachzulegen und uns zu belohnen. Daraus werden wir lernen. Die Jungs haben es dennoch ordentlich gemacht.“
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Für Bayer 04 steht am kommenden Sonntag, 17. Dezember, die Partie im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg an. Anstoß ist um 11 Uhr im Ulrich-Haberland-Stadion.
Die Statistik:
Bayer 04: Petrenko – Bäuerle, Widlarz (66. Petak), Marsenic, Zirkzee (86. Lang), Kanga (77. Pesch), Izekor, Münz, Milojevic, Yilmaz, Monamay
Borussia Dortmund: Lisewski – Rashidi, Garcia Posadas, Wätjen, Krevsun, Meiser, Onofrietti, Diallo (71. Cherny), Benkara (75. Adamczyk), Ubani, Rijkhoff
Tore: 0:1 Widlarz (3.), 1:1 Rijkhoff (25.), 2:1 Onofrietti (45.+2)
Gelbe Karten: Pesch – Rijkhoff, Posadas, Meiser
Schiedsrichter: Matti Lambertz (Mönchengladbach)
Zuschauer: 250 am Fußballpark Hohenbuschei

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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