
Bayer 04-Coach Sergi Runge nahm im Vergleich zum 4:2-Derbysieg beim 1. FC Köln drei personelle Wechsel vor: Anstelle von Akim Kister, San-Luca Spitali und Ken Izekor (alle Bank) standen Kerim Alajbegovic, Karim Dhouib und Naba Mensa in der Startformation.
Gegen den Tabellenletzten und bislang noch punktlosen SV Deutz 05 übernahmen die Leverkusener von Beginn an die Initiative. Und schon in der 13. Minute belohnten sie sich für ihr druckvolles Spiel. Zaid Tchibara traf aus halbrechter Position aus 14 Metern zur 1:0-Führung ins kurze Eck. Das Runge-Team blieb auch in der Folgezeit klar spielbestimmend, hatte allerdings viel Pech im Abschluss. Alleine Artem Stepanov traf dreimal nur das Aluminium. Es war ein Spiel auf ein Tor. Auch etliche weitere sehr gute Chancen konnte Schwarz-Rot nicht nutzen. So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst auf beiden Seiten nicht viel. Die Gastgeber beschränkten sich aufs Nötigste, Deutz kam etwas besser ins Spiel, blieb aber vorne harmlos. Bis zur 67. Minute, als Keyhan-Ömer Güneser fast aus dem Nichts mit einem abgefälschten Schuss zum glücklichen Ausgleich für die Gäste traf. Ein Schock, den die Leverkusener erst einmal verdauen mussten. In der Schlussphase setzte sich schließlich doch noch das stärkere Team durch. Erneut Zaid Tchibara mit seinem zehnten Saisontreffer (81.) und Torjäger Ken Izekor (85.), der bereits zum 14. Mal in dieser Saison traf, sorgten für einen hoch verdienten 3:1-Sieg der Bayer 04-U17. In der Tabelle der B-Junioren-Bundesliga West bleibt die Mannschaft nach dem sechsten Sieg in Folge auf Platz vier.
„Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit sehr viele gute Torchancen und hätten höher führen müssen“, sagte Sergi Runge nach der Partie. „In der zweiten Hälfte waren wir in den ersten 15 Minuten nicht so gut, der Gegner spielte mutiger mit und setzte uns dann mit dem Ausgleich noch einmal unter Druck. Aber am Ende sind uns verdientermaßen noch zwei Tore zum Sieg gelungen“, so Runge, der nach dem letzten Pflichtspiel des Jahres auch sehr zufrieden auf den bisherigen Saisonverlauf zurückblickte: „Wir freuen uns vor allem für die Mannschaft, die die jüngste U17 in ganz Deutschland ist. Sie hat sich nach ein paar schlechten Ergebnissen in der Vorbereitung und zu Beginn der Saison wirklich gefunden. Es ist schön, dass sie jetzt mit einem guten Gefühl und viel Selbstvertrauen in die Winterpause gehen kann.“
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Für das Team stehen noch ein paar Testspiele bis Mitte Dezember auf dem Programm. Einige Leverkusener U16-Nationalspieler werden mit ihren Auswahlmannschaften unterwegs sein, bevor es auch für sie in die Winterpause geht. Die nächste Begegnung in der B-Junioren-Bundesliga West findet erst am Sonntag, 26. Februar 2023, statt. Am 13. Spieltag tritt die U17 beim VfL Bochum 1848 an (Anstoß: 11 Uhr).
Die Statistik:
Bayer 04: Schlich - Camara, Pohl, Alajbegovic (83. Wehner), Amaussau-Tchibara, Onyeka, Buono, Dhouib, Mensah (63. Djedovic), Häb, Stepanov (60. Izekor)
Deutz: Rogge – Türkucar (83. Chung), Göksal, Dimitriadis, Schmidkunz (88. Thaqi), Tatishvili, Eroglu (83. Lykholit), Reshiti (55. Güneser), Orhan (55. Pala), Tasdemir, Baumann
Tore: 1:0 Tchibara (13.), 1:1 Güneser (67.), 2:1 Tchibara (81.), Izekor (85.)
Gelbe Karte: Pala
Schiedsrichter: Maurice Stubenrauch
Zuschauer: 150 im Ulrich-Haberland-Stadion

Bayer 04 Leverkusen hat die Leihe seines früheren U19-Torjägers Artem Stepanov zum 1. FC Nürnberg beendet und den Ukrainer an den FC Utrecht in die niederländische Eredivisie transferiert. Der Mittelstürmer hatte beim fränkischen Zweitligisten nicht die erhoffte Spielzeit erhalten und soll nun seine Entwicklung auf Leihbasis bis zum Ende der laufenden Saison beim Erstligisten im Nachbarland vorantreiben.
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Dass eine Partie zwischen Bayer 04 und Eintracht Frankfurt einmal torlos endet, ist nahezu unmöglich. Ganz im Gegenteil: Zahlreiche Treffer sind beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vorprogrammiert. So auch im August 2005, als die Werkself das erste Saisonspiel in Frankfurt mit 4:1 für sich entschied – und ein gewisser Simon Rolfes sein Bundesliga-Debüt feierte...
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