
Das ist eine absolute Seltenheit in der mit Erfolgen gespickten Vergangenheit unterm Hallendach: Die Traditionsmannschaft von Bayer 04 hat sich diesmal bei zwei Turnier-Teilnahmen mit dem olympischen Motto begnügen müssen: Dabeisein ist alles! Sowohl beim AOK Traditionsmasters kürzlich in Berlin als auch beim Bananenflanker Budenzauber am vergangenen Wochenende in Regensburg war für die Routiniers in Schwarz und Rot jeweils schon nach der Vorrunde Schluss.
„Es ist leider ziemlich unglücklich gelaufen. Uns hat letztlich ein Tor gefehlt, um das Halbfinale zu erreichen“, bilanzierte Bayer 04-Manager Dirk Dreher. Vor 1.900 Zuschauern in der Donau-Arena stiegen die Leverkusener „Oldies“ mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg in das Regensburger Turnier ein. Philipp Wollscheid (2) und Marcus Feinbier trafen. Im zweiten Gruppenspiel gegen die prominente Auswahl der Bananenflanker – mit dem überragenden Thomas Hitzlsperger, Dariusz Wosz, Peter Peschel, Zwetschge Misimovic und Jens Lehmann als Feldspieler – gab es eine 2:3-Niederlage. Während für Bayer 04 erneut Wollscheid und Marcus Feinbier erfolgreich waren, gelangen dem nachher zum besten Spieler gewählten Hitzlsperger gleich drei Tore für den späteren Turniersieger.
Im abschließenden Gruppenspiel gegen Borussia Dortmund hätten sich die Leverkusener eine Niederlage mit einem Tor Differenz leisten können, um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Doch nach einem 0:3-Rückstand schaffte es nur noch Marcus Feinbier, den BVB-Keeper zu überwinden. „Wir haben gedrückt wie der Teufel, es aber einfach nicht hingekriegt, den Ball noch mal über die Linie zu bringen. Es war wie verhext“, klagte Dreher, nachdem Bayer 04 eine Vielzahl klarster Gelegenheiten ausgelassen hatte und auch mit dem Spielpech haderte, etwa als Philipp Wollscheid nur den Innenpfosten traf. So blieb es beim 1:3 und dem Ausscheiden nach der Gruppenphase.
Dass Fußball freilich so viel mehr ist als nur Sieg und Niederlage, bekamen Zuschauer wie Teilnehmer in Regensburg beim Einlagespiel von geistig und körperlich behinderten Kindern zu spüren, das unmittelbar vor dem Finale ausgetragen wurde. Das Publikum auf den Rängen applaudierte stehend, die Kids wurden gefeiert wie Popstars. Nach dem Spiel kamen alle Legenden-Spieler aufs Parkett, klatschten die Jugendlichen ab und umarmten sie – viele der gestandenen Ex-Profis sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen. „Diese Augenblicke waren sehr bewegend, Gänsehautmomente ohnegleichen“, sagte Dirk Dreher. Das eigene sportliche Abschneiden war da längst zur Nebensache geworden.
Das Aufgebot von Bayer 04 beim Bananenflanker Budenzauber in Regensburg, im Tor: Tomasz Bobel, Daniel Galic; auf dem Feld: Zoltan Sebescen, Carsten Baumann, Philipp Wollscheid, Mike Rietpietsch, Pepe Spitali, Marcel Podszus, Marcus Feinbier, Ioannis Masmanidis, Hanno Balitsch.


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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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Wichtiger Erfolg: Die U17 von Bayer 04 hat am 8. Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga gegen den FC Viktoria Köln 3:0 (2:0) gewonnen. In der ersten Hälfte trafen Valon Bedzeti (22.) und Louis Lomboy (28.) für Schwarz-Rot, Bedzeti entschied die Partie nach dem Seitenwechsel (69.) für die über die gesamte Dauer konzentriert verteidigenden Leverkusener.
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1996 konnte Bayer 04 mit Peter Hermann den Abstieg gerade noch so abwenden. Was folgte, war ein Trainerwechsel, der für Hermann zur Geduldsprobe werden sollte. Bis er unter Berti Vogts und Klaus Toppmöller mit dem Klub zu neuen Höhenflügen ansetzte: das Vize-Triple und das Finale der UEFA Champions League. Doch es sollte turbulent bleiben, denn nach der Übersaison folgte der erneute Fast-Absturz – und für den stets Bayer 04-loyalen Peter Hermann deutete sich der erste Klub-Wechsel an. Folge 3 beleuchtet Hermanns Jahre zwischen den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller.
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