
Kies, warum hast du dich dazu entschieden, regelmäßig für die Traditionsmannschaft aufzulaufen?
Kießling: Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Weil ich gern Fußball spiele. Ich habe mittlerweile eine neue Hüfte und bin glücklich, mich dadurch wieder bewegen zu können. Derzeit halte ich mich zwar immer mal wieder mit Boxen und Padel fit. Aber jetzt freue ich mich unheimlich, wieder ein Teil einer Mannschaft zu sein.
Wie fühlt sich das an, wieder regelmäßig auf dem Platz zu stehen?
Kießling: Es ist super. Wir sind eine klasse Truppe und egal, ob man regelmäßig oder unregelmäßig beim Training und bei den Spielen dabei ist, wir haben einfach zusammen Spaß und man freut sich jedes Mal, sich zu sehen. Das passt. Körperlich muss ich sagen, gibt es da schon eine gewisse Härte in den Partien. Da wurde auch ich das ein oder andere Mal von den Beinen geholt und habe einige Blessuren davontragen. In meinem Alter schleppt man das inzwischen drei, vier Tage länger mit sich rum. Meine Hand ist zum Beispiel immer noch blau. Ganz wie in alten Zeiten. (lacht)
Was sind eure nächsten Ziele mit der Traditionsmannschaft?
Kießling: Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen im August die Deutsche Ü40-Meisterschaft in Berlin gewinnen. Wir fahren nicht nur dahin, um dabei zu sein. Vielleicht können wir bis dahin sogar noch den ein oder anderen Ex-Profi, der in der Umgebung wohnt, dazugewinnen. Ich selbst bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich überhaupt dabei sein kann, das Turnier findet unmittelbar nach meinem Urlaub statt. Deswegen werde ich natürlich versuchen, meinem Urlaub dafür zu nutzen, mich fit zu halten. Aber ihr kennt das ja selbst, wie gut das dann wirklich immer klappt. (lacht)
Lass' uns noch kurz über die laufende EURO 2024 sprechen: Wie schätzt du die deutsche Mannschaft, ihre bisherigen Auftritte und ihre Chancen jetzt im Viertelfinale gegen Spanien ein?
Kießling: Ich sehe es absolut positiv. Auch unsere Werkself-Jungs sind es von Beginn an richtig angegangen, das alles hat diese Euphorie im Land entfacht. Von der Spielweise der großen Favoriten wie England, Frankreich oder auch Italien bin ich ehrlich gesagt enttäuscht. Da haben wir mit Spanien schon die beste Mannschaft vor der Brust. Früher oder später wären wir sowieso auf sie getroffen. Insofern: Meine Familie ist, was dieses Spiel betrifft, absolut optimistisch. Ich bin da eher zurückhaltender und denke, es wird leider ein 1:2. Aber ich bin auch ein schlechter Tippgeber und liege eigentlich immer falsch. Von daher ist es vielleicht sogar ganz gut, dass ich so tippe. (lacht)

Kristin Kögel und Friederike Repohl haben die Entwicklung der Bayer 04-Frauen in den vergangenen Jahren geprägt wie kaum andere Spielerinnen. Nun wechselt Mittelfeldspielerin Kögel nach sechs Jahren in Leverkusen zu Racing Straßburg nach Frankreich, während Torhüterin und Kapitänin Repohl, die fünf Jahre unterm Kreuz spielte, ihre Karriere beendet. Im großen Werkself-TV-Interview zum Abschied sprechen die beiden unter anderem über ihre schönsten Erinnerungen an die Zeit bei Bayer 04, Meilensteine mit der Werkself und ihre Wünsche für die Zukunft.
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Der Kader der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison nimmt weiter Form an: Von der Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt, die in der 2. Frauen-Bundesliga beheimatet ist, wechselt die 19 Jahre alte Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein nach Leverkusen. Hier hat sie einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.
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Bei Turnieren in gleich vier europäischen Ländern messen sich die Leverkusener Junioren-Teams von U17 bis U8 mit dem Nachwuchs der Top-Teams des Kontinents. Derweil bestreitet die U16 gegen den direkten Konkurrenten Borussia Dortmund ein wichtiges Ligaspiel. Ebenfalls in der Liga wollen die U16-Juniorinnen im Duell mit dem 1. FC Köln den Derbysieg nach Leverkusen holen. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Zum Ende der Saison 2025/26 kann auch bei einem besonderen Projekt im Bereich der Nachwuchs- und Gesundheitsförderung von Bayer 04 auf eine rundum gelungene Veranstaltungsserie zurückgeblickt werden: Mit dem jüngsten Termin ist „Werkself hautnah – gesund erleben“ für diese Spielzeit erfolgreich zu Ende gegangen.
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