
Der Schwerpunkt dieses abschließenden, dritten Moduls lag auf der Gestaltung eines inklusiven Fußballs, um den physischen und psychischen Folgen des bewaffneten Konflikts in Kolumbien sowie der anhaltenden Stigmatisierung von Menschen mit einer Behinderung in dem Land entgegenzuwirken. So lernten die Young Coaches aus Kolumbien, wie sie durch spezifische Trainingsmethoden Übungen und Spiele auf verschiedene Fähigkeitslevel anpassen und so auch Kinder mit einer Beeinträchtigung in die Aktivitäten integrieren können. Engagiert wandten die Young Coaches dieses Wissen direkt bei einem Fußball-Festival mit einer Gruppe von Kindern mit einer Behinderung an.
Die Young Coaches lernten auch, wie sie für eine große Gruppe an Kindern ein Turnier gestalten können, bei dem es nicht nur um das Gewinnen geht, sondern auch um das Vermitteln sozialer Werte und Themen, wie beispielsweise Solidarität oder friedliches Zusammenleben. 120 Kinder aus lokalen Communities, inklusive einer Gruppe Kinder mit einer Beeinträchtigung, konnten sogleich davon profitieren und nahmen an dem von den Young Coaches organisierten „Turnier der Werte“ in der berüchtigten Comuna 13 Medellíns teil. Ergänzt wurde die Ausbildung durch Workshops der lokalen Projektpartner UNHCR Kolumbien und Humanity & Inclusion. Themen waren dabei Inklusion sowie Kinderschutz im Sport.








Zum Abschluss erhielten alle 41 Teilnehmenden bei einer Urkundenfeier das FCSA-Zertifikat. Dieses bestätigt, dass die Young Coaches altersgerechte und inklusive Aktivitäten rund um den Fußball gestalten und einen pädagogisch wertvollen Umgang mit Kindern vorweisen können. Die frisch zertifizierten Young Coaches erreichen mit ihren Aktivitäten aktuell über 3.800 Kinder in ganz Kolumbien und sind hochmotiviert, das Erlernte weiterhin in ihren Communities anzuwenden und zu teilen.
Jörg Kappenhagen sagte nach den Tagen vor Ort in Medellín: „Die Gruppe der Young Coaches tauscht sich viel aus und behandelt sich gegenseitig sehr respektvoll“, so der Instructor von Bayer 04. „Sie schätzen es total, dass sie für dieses Projekt aus ihren Communities ausgewählt wurden. Für uns ist im nächsten Schritt vor allem wichtig, dass die Young Coaches in ihren eigenen Communities wiederum andere Personen ausbilden, damit das ganze Thema noch mehr Kinder erreicht und eine größere Wirkung erzielt.“ Kappenhagens Leverkusener Kollege Thorsten Judt ergänzte: „Für mich ist es immer sehr emotional zu sehen, wie die Young Coaches auf die Kids eingehen. Es sind sehr bewegende Momente, wenn sie mit einer unglaublichen Energie für alle Kinder ein schönes Erlebnis schaffen.“
Das Young Coaches-Ausbildungsprogramm in Kolumbien wurde von der FCSA und von Scort in enger Zusammenarbeit mit Fútbol Con Corazón und UNHCR Kolumbien durchgeführt und von der Fondation Botnar unterstützt.
Zur Situation in Kolumbien:
Die Liste der Herausforderungen, die Kolumbien lösen muss, ist lang: Armut, Gewalt, Inflation und Einwanderung von 1,8 Millionen Menschen aus Venezuela sind nur einige der Probleme. Und diese wurden durch die Pandemie weiter verschärft. Zudem hat das südamerikanische Land nach wie vor mit bewaffneter Gewalt in verschiedenen Regionen zu kämpfen. Die lokalen Umstände im Land in Kombination mit dem großen Influx an Schutzsuchenden aus dem Ausland zehren an den Ressourcen und der Hilfsbereitschaft der kolumbianischen Bevölkerung. Dies wiederum macht es den vertriebenen oder geflüchteten Menschen schwer, Traumata zu verarbeiten, sich in den „Host Communities“ (Gastgemeinden) zu integrieren und ein neues Leben aufzubauen.

Fans haben gefragt, Kies hat geantwortet: Beim ersten „Ask Me Anything“ (AMA) von Bayer 04 auf der Plattform Reddit stellte sich der heutige Ehrenspielführer und Klub-Repräsentant Stefan Kießling am Mittwoch, 11. Juni, den Fragen der Community und gewährte dabei persönliche, humorvolle und teils überraschende Einblicke in seine Karriere – von Erinnerungen an ein legendäres Tor in Hamburg bis hin zu seiner langjährigen Verbundenheit mit Bayer 04.
Mehr zeigen
Bei der bis dato letzten Fußball-Weltmeisterschaft in den USA im Jahr 1994 war Rudi Völler noch als Spieler im Einsatz und drang mit der deutschen Nationalmannschaft bis ins Viertelfinale vor. In diesem Sommer reist der 65-Jährige als DFB-Sportdirektor zu dem Turnier, das neben den USA auch in Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Vorab blickt Völler zurück und nach vorn...
Mehr zeigen
Fußballfans weltweit freuen sich auf die Weltmeisterschaft 2026, die vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den Gastgeberländern USA (78 Partien), Mexiko und Kanada (jeweils 13 Spiele) ausgetragen wird. Erstmals werden 48 Nationen teilnehmen. Doch nicht nur die Anzahl der Gastgeber und der Spiele sind Rekordmarken: Die hauptsächlich in den USA ausgetragene WM wird ein Turnier der Superlative. Bayer 04-Profi und US-Nationalspieler Malik Tillman stimmt die Fans auf den 2026 FIFA World Cup ein.
Mehr zeigen
Als der US-Amerikaner Malik Tillman im vergangenen Sommer von der PSV Eindhoven zu Bayer 04 wechselte, verstärkte er nicht nur den Kader der Werkself – er schuf zugleich auch ein neues Kapitel einer Verbindung, die mehr als drei Jahrzehnte zurückreicht.
Mehr zeigen
Kilos verloren, Lebensfreude gewonnen – und das mit prominenter Unterstützung! In dieser Woche schaute Bayer 04-Ehrenspielführer Jens Nowotny bei den Damen- und Herren-Kursen von „Fußballfans im Training“ (FFiT) vorbei. Der einstige Werkself-Verteidiger gab in der neunten von insgesamt zwölf Kurswochen persönliche Einblicke, motivierende Tipps – und schnürte später sogar selbst die Schuhe.
Mehr zeigen