Der Football History Walk zu Gast in Leverkusen

Leverkusener (Fußball-)Geschichte zum Mitnehmen: In dieser Woche fand in der Farbenstadt der dritte Football History Walk des Projekts „An die Wand gespielt“ statt. Ziel dieses Projekts ist es, Jugendlichen die deutsch-deutsche Geschichte in Bezug auf ihre Heimatstadt praxisnah näherzubringen. Und mithilfe welchen Themas ginge das wohl besser, als mit der schönsten Sportart der Welt? So wurden in Leverkusen Kurz- und Archivfilme, die den Teilnehmenden den Leverkusener Fußball zur Zeit der innerdeutschen Geschichte näher brachten, im Rahmen eines abendlichen Stadtspaziergangs an Wände im öffentlichen Leverkusener Raum projiziert.
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Vorbereitet wurde die dritte Auflage des Football History Walks von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9b der Sekundarschule Leverkusen. Die Jugendlichen erarbeiteten in verschiedenen Workshops unter der Woche den abendlichen Stadtspaziergang, das Resultat aus Kurzfilmen sowie Zeitzeugen-Interviews und vielem mehr wurde dann am vergangenen Donnerstagabend, 29. September, im öffentlichen Raum „an die Wand gespielt“.

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Los ging der Football History Walk um 19.45 Uhr an der BayArena, der ersten von insgesamt vier Stationen. Hier sahen sich die zahlreich erschienenen Anwesenden, bestehend aus den Schülerinnen und Schülern, dem Lehrpersonal sowie den Eltern der Jugendlichen und weiteren Teilnehmenden, einen Kurzfilm über die Geschichte der BRD und DDR an. Auch die Besucherinnern und Besucher wurden im Anschluss von den Schülerinnern und Schülern zu ihren Erinnerungen und Erfahrungen in und mit der DDR befragt.

Interview mit Doreen Meier

Der Höhepunkt folgte an Station zwei auf dem Gelände des TSV Bayer 04 Leverkusen: Die Schülerinnen und Schüler bereiteten für diese Station ein Interview mit der ehemaligen Bayer 04-Frauentrainerin Doreen Meier vor. Sie ist in der damaligen DDR geboren, hatte dort erfolgreich für die Uni Jena Fußball gespielt und mit ihrem Team die letzte Meisterschaft der DDR gewonnen. Zudem stand Meier beim einzigen Länderspiel der DDR-Nationalmannschaft am 9. Mai 1990 gegen die ehemalige Tschechoslowakei auf dem Platz.

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Im Interview mit den Schülerinnen und Schülern schwelgte Meier, die die Bayer 04-Frauen als Trainerin in der Saison 2009/2010 in die 1. Bundesliga geführt hatte, in Erinnerungen über ihre Zeit in der DDR, ihr Engagement als spätere Trainerin und ihren gleichzeitigen Beruf als Lehrerin, machte sich im Interview aber auch für die Akzeptanz des Frauenfußballs stark.

Kurzfilme mit wichtiger Botschaft

Im Anschluss spazierte die Gruppe dann gemeinsam durch den anliegenden Wilhelm-Dopatka-Stadtpark, wo die Besucherinnen und Besucher an der Realschule Am Stadtpark Halt machten und sich den nächsten Kurzfilm an der Rückwand der Turnhalle anschauten. Passend zum Interview mit Doreen Meier ging es in diesem Kurzfilm vor allem um die Anerkennung des Frauenfußballs. Auch für den abschließenden Kurzfilm an Station vier am Forum Leverkusen wählten die Schülerinnen und Schüler einen Film zum Thema Toleranz und Akzeptanz im Fußball aus. Die anschließende, reflektierende Fragerunde zwischen den Teilnehmenden ließ den abendlichen Spaziergang gelungen ausklingen.

Die weiteren Walk-Termine

Fürs Erste geht der Football History Walk nun in die Winterpause. Nach dem ersten Spaziergang in Brandenburg an der Havel (16. September), dem zweiten Termin in Gießen (22. September) und der nun dritten Auflage in Leverkusen (29. September), wird „An die Wand gespielt“ im nächsten Jahr auch noch in weiteren Städten gastieren. Der Auftakt am 20. April 2023 erfolgt in Braunschweig, den zweiten Walk gibt's am 27. April des neuen Jahres in Jena. Der abschließende Football History Walk findet schließlich in Rostock am 11. Mai 2023 statt. Der Besuch ist wie immer gratis.

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