
Im Interview mit bayer04.de spricht U19-Trainer Sven Hübscher über seinen Start beim ältesten Werkself-Nachwuchs, sein neues Trainerteam sowie die Erwartungen für die neue Spielzeit.
Herr Hübscher, Sie sind seit Januar für die U19 verantwortlich. Wie ist ihr Eindruck nach dem ersten halben Jahr?
Hübscher: Bayer 04 ist ein Klub mit hohen Ansprüchen. Das bedeutet, dass Qualität und Erwartung nicht nur bei den Profis hoch sind, sondern auch im Nachwuchsbereich. Es ist die reizvolle Aufgabe, die ich mir nach den Gesprächen mit Nachwuchsleiter Thomas Eichin vorgestellt habe.
Welche Erwartungen hat Thomas Eichin gegenüber Ihnen formuliert?
Hübscher: Es geht darum, möglichst viel Intensität und Qualität in Training und Spiel zu bekommen - und das bei Letzterem über die vollen 90 Minuten. Fußball beginnt ja nicht mit dem Fußballspielen. Fußball beginnt mit Einsatzbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Laufbereitschaft und Lernbereitschaft. Diese Eigenschaften wollen wir tagtäglich im Training und im Spiel sehen.
Neben Ihnen sind auch Markus Daun als Co-Trainer und Torwarttrainer Ramazan Öczan neu im Team. Wie funktioniert das Zusammenspiel in der neuen Konstellation?
Hübscher: Ich brauche neben mir keinen, der vom Typ her so ist wie ich. Markus Daun bringt Erfahrung als aktiver Profi mit, die mir fehlt. Ich glaube, dass das ein wichtiger Aspekt ist und er den Jungs, gerade den Offensiven, als ehemaliger Stürmer viele Dinge mitgeben kann. Auch Rambo Özcan hat diese Erfahrungen, kann unseren Torhütern beibringen, wie es im Profibereich zur Sache geht. Das ist im U19-Bereich absolut von Vorteil.



Sie waren Nachwuchscoach beim FC Schalke 04, zudem Co-Trainer bei den Profis. Mit der U23 von Werder Bremen sowie im Profibereich als Cheftrainer von Preußen Münster haben Sie ebenfalls gearbeitet. Welche Stärken und Erfahrungen bringen Sie mit?
Hübscher: Ich weiß durch meine Vergangenheit, was bei den Profis gebraucht wird und das gilt es, in der Trainingsarbeit Tag für Tag zu vermitteln. Eine meiner Stärken ist die Arbeit auf dem Platz - und die macht ja letztlich auch den Hauptteil der Woche aus. Natürlich ist der Wettbewerb um Punkte wichtig, aber in puncto Ausbildung kannst du gerade in den Einheiten unter der Woche den Spielern vieles mitgeben und somit deren Entwicklung voranbringen.
Wie haben Sie den aktuellen A-Junioren-Kader bisher erlebt?
Hübscher: Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Sportlich, aber auch charakterlich sind die Jungs super. Aber das müssen sie natürlich über einen langen Zeitraum auch bestätigen. Den jüngeren 2004er-Jahrgang haben wir schon früh dazu genommen. Auch sie haben bereits gezeigt, dass sie marschieren wollen, gegen den Ball arbeiten wollen. Die Jungs jagen Ball und Gegner mit einem Lachen im Gesicht.
Einige Spieler wie unter anderem Emrehan Gedikli, Sadik Fofana, Christian Schwieren oder Noah Pesch haben bereits mit den Profis trainiert und arbeiten aktuell mit ihnen im Trainingslager in Zell am See. Wie haben sie sich bisher geschlagen?
Hübscher: Die Rückmeldung von Gerardo Seoanes Trainerteam war, dass sie das gut gemacht haben. Jede Trainingseinheit bei den Profis bringt die Jungs weiter. Die jetzt dabei waren, merken ja, dass es dort noch einmal anders abgeht. Und der Schluss muss dann sein: Wenn ich wieder bei der U19 bin, muss ich noch härter an mir arbeiten, damit es bei der nächsten Gelegenheit bei den Profis noch besser wird. Ich sage den Spielern: ‚Profi bist du nicht durch das Unterschreiben eines Vertrages oder durch die Teilnahme am Training der Profis. Profi bist du, wenn du 100 Profispiele absolviert hast.‘ Du musst einfach immer gierig bleiben.

Welchen Fußball dürfen die Zuschauer von der U19 erwarten?
Hübscher: Wir wollen intensiv und zielstrebig spielen. Bayer 04 steht für Ballbesitz-Fußball. Aber der Ballbesitz darf kein Selbstzweck sein, sondern soll zu Toren führen. Wir wollen natürlich kein Harakiri spielen, auch mutig verteidigen. Intensität und Konsequenz sind da die Stichwörter. Wenn wir in einen Zweikampf gehen, wollen wir den Ball gewinnen und nicht nur das Spiel steuern.
Was sind Ihre Ziele für die am 11. September mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln beginnende Saison in der A-Junioren-Bundesliga West?
Hübscher: Erst einmal freut sich jeder, dass es nach fast einem Jahr Pause wieder Pflichtspiele geben wird. Wir glauben, dass wir Wettkämpfer sind, wir wollen Spiele gewinnen und im oberen Bereich der Tabelle landen. Zu einem gewissen Teil spiegelt die Tabelle auch den Stand der Ausbildung wider. Der Ansatz ist, den Einzelnen besser zu machen, die Mannschaft besser zu machen und Spiele zu gewinnen. Wenn wir dabei jeden Spieler an sein Maximum und den einen oder anderen näher an den Profibereich bringen, haben wir viel erreicht.

Bayer 04 Leverkusen ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens von Teilen seines Anhangs während der Bundesliga-Auftaktpartie bei der SV 07 Elversberg sowie im Rahmen des Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin zu Geldstrafen von insgesamt 12.000 Euro verurteilt worden. Bis zu 4.800 Euro der Summe kann der Werksklub für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen aufwenden.
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Im Rahmen des 4. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 empfängt Bayer 04 den französischen Topklub Olympique Marseille in der BayArena. Die Partie steigt am Donnerstag, 5. November, um 21 Uhr. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele von Bayer 04 in der Saison 2026/27.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Besondere Gäste im Rahmen einer besonderen Maßnahme: Der Nachwuchsbereich von Bayer 04 begrüßte Anfang der Woche ein U17-Auswahlteam der J.LEAGUE, der höchsten japanischen Fußball-Liga. Neben den Spielern sowie dem Trainerteam und Staff reiste auch der frühere Werkself-Cheftrainer Roger Schmidt, heute Global Sports Director der J.LEAGUE, nach Leverkusen. Vor Ort standen unter anderem ein gemeinsames Training mit sowie ein Testspiel gegen die U17 von Bayer 04 auf dem Programm.
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