
Guten Tag Herr Bordinggaard, danke, dass Sie sich kurz vor Weihnachten für dieses Interview Zeit genommen haben. Auf der Internetseite von Bayer 04 erfährt man schon vieles, was Sie vor der Zeit hier in Leverkusen gemacht haben und wieviel Erfahrung Sie mitbringen. Wie kommt es, dass Sie mit ihrem internationalen Hintergrund als Däne den Weg zu Bayer 04 gefunden haben?
Bordinggaard: Von 2018 bis 2021 war ich als externer Berater in mehreren Sportbereichen bei Bayer 04 tätig. Nach Abschluss eines unserer Projekte wurde ich gefragt, ob ich eine Festanstellung als Trainer übernehmen möchte. Und deshalb habe ich am 1. März dieses Jahres die Position als „Head of Coaching“ angetreten.
Was genau muss man sich unter diesem Titel vorstellen und was hat Sie gereizt, diese Aufgabe zu übernehmen? Welche Ziele verfolgen Sie?
Bordinggaard: Meine Aufgabe ist es, den Trainern zu helfen und den Spielern zu helfen. Deshalb liegt mein Fokus auf dem Spielstil und dem Training unserer Mannschaften. Ist das Training angesichts der Anforderungen im Spitzenfußball lehrreich und effektiv genug? Es ist eine große und inspirierende Herausforderung, bei deren Lösung ich sehr gerne mithelfen möchte. Unser Ziel ist es, mehr lokale Talente für die erste Mannschaft zu entwickeln, als dies in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist. Es wird immer notwendig sein, Top-Talente von außen zu holen, wenn wir an der europäischen Spitze mithalten wollen. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir mehr lokale Talente für die erste Mannschaft entwickeln können.
Wie sehen ihre Erfahrungen nach einem kurzen Dreivierteljahr aus? Hat Sie etwas überrascht?
Bordinggaard: Ich bin sehr positiv überrascht, dass alle Ebenen des Klubs darauf brennen, unsere Talententwicklung zu verbessern. Es hat mich auch überrascht, dass ein großer Fokus auf die physischen Fähigkeiten der Spieler gelegt wird. Daher gehört es auch zu meinen Aufgaben, unseren Fokus mehr auf die fußballerischen Fähigkeiten der Spieler zu lenken.
Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Leistungszentrum Kurtekotten?
Bordinggaard: Ich habe den Eindruck, dass auf Kurtekotten eine enge und gute Zusammenarbeit besteht. Auch mit den Talenten und ihren Familien. Aber wir dürfen nie so zufrieden sein, dass wir Kurtekotten nicht noch weiterentwickeln. Unser Ziel muss es immer sein, unseren Talenten einen lehrreichen, überschaubaren und zusammenhängenden Alltag zu bieten.

Sie arbeiten ja jetzt nicht mehr „direkt“ als Trainer. Was würden Sie aus ihrer langjährigen Erfahrung den Eltern der Spieler sagen, was wichtig für die Entwicklung eines jungen Fußballers ist?
Bordinggaard: Gepaart mit der Qualität des Trainings ist ein klarer und zusammenhängender Alltag das wichtigste Element, wenn ein Talent das Top-Level erreichen soll. Daher ist es wichtig, dass wir alle darauf achten, ob unser Modell dies ständig gewährleistet.
Wie würden Sie aus ihrer Sicht die Elternrolle im Entwicklungsprozess definieren? Und was würden Sie den Eltern sagen, was für sie in dieser Rolle wichtig ist?
Bordinggaard: Die wichtigste Aufgabe für Eltern ist die Unterstützung im Alltag. Die Eltern sind diejenigen, die ihr Kind am besten kennen und somit auch diejenigen, die dem Kind am besten helfen können. Dem Talent bietet sich ein sehr anspruchsvoller Alltag in einem sehr kompetitiven Umfeld. Nochmals: Wenn Eltern dem Talent zu einem klaren und zusammenhängenden Alltag verhelfen können und dafür sorgen, dass ihr Kind weiterhin Spaß am Fußballspielen hat, dann haben sie ihre Aufgabe gelöst.
Sie leben in Leverkusen, im Rheinland. Gibt es da große Unterschiede zu ihrer Heimat Dänemark? Besonders jetzt in der Weihnachtszeit?
Bordinggaard: Ich liebe Weihnachten sehr und liebe eure Weihnachtsmärkte. (lacht) Davon haben wir nicht viele in Dänemark. Meine Frau und meine Kinder waren Anfang Dezember zu Besuch, um die Atmosphäre hier zu erleben. Die eigentlichen Weihnachtstage verbringen wir mit der Familie in Dänemark.
Und als letzte Frage: Was heißt „Frohe Weihnachten“ auf Dänisch?
Bordinggaard: Glädelig Jul!

„Schulbildung: Ein Erfolgsfaktor für die Sportkarriere?!“ – diese und weitere Fragestellungen rund um die duale Ausbildung im Sport, speziell im Fußball, standen bei der EDU-DC Conference in der BayArena im Mittelpunkt. Bei dem Event in der Premium-Lounge kamen Experten von Topklubs und Verbänden aus 24 Nationen wie England, Spanien, Deutschland und den Niederlanden zusammen. Vertreter von Bayer 04 und dem TSV Bayer 04 gaben dabei Einblicke in das Zusammenspiel von Schule und Sport beim Werksklub.
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Während die U19 und die U17 von Bayer 04 auf ein spielfreies Wochenende zurückblicken, waren einige jüngere Juniorenteams im Einsatz. Dabei gab's auch den einen oder anderen deutlichen Erfolg – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 2:0-Siegs der Bayer 04-Frauen nach Verlängerung beim FC Viktoria Berlin in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2026/27.
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Die Bayer 04-Frauen haben die unangenehme Erstrunden-Aufgabe bei Zweiliga-Tabellenführer FC Viktoria Berlin vor mehr als 2.000 Zuschauern gelöst und sind durch einen 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)-Erfolg nach Verlängerung ins DFB-Pokal-Achtelfinale eingezogen. Maja Sternad erzielte beim Top-Favoriten auf den Aufstieg nach einer torlosen regulären Spielzeit beide Tore. Auf wen die Leverkusenerinnen im Achtelfinale (31. Oktober bis 2. November) treffen, wird noch am Sonntagabend im Rahmen der Auslosung ermittelt.
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