
„Wir haben zuletzt einige recht gute Spiele gemacht, aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Deshalb sind wir sehr erleichtert über den Sieg, die Art und Weise sollte heute nebensächlich sein“, sagte Pätzold: „Jena hat es uns vor allem in der ersten Halbzeit schwer gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir nach ein paar Anpassungen gut ins Spiel gefunden und sind wie schon so viele Teams hier über Standards zu Toren gekommen. Das war ein Thema in der Trainingswoche, umso glücklicher sind wir, dass es geklappt hat. Jetzt wollen wir am liebsten wieder eine kleine Serie starten.“
Im Vergleich zum 0:1 Mitte Februar bei der TSG Hoffenheim hatte Pätzold eine Veränderung in seiner Startelf vorgenommen. Anstelle von Karolina Lea Vilhjalmsdottir begann die wiedergenesene Loreen Bender im offensiven Mittelfeld.
Schon nach drei Minuten kam die Werkself zu einer ersten, wenn auch zarten Chance. Jenas Keeperin Jasmin Janning aber hatte keine große Mühe, den Kopfball von Selina Ostermeier unter Kontrolle zu bringen. In der Folge taten sich die Leverkusenerinnen trotz der klaren Überlegenheit schwer, zwingende Chancen herauszuarbeiten. Das lag nicht zuletzt an der leidenschaftlichen Defensivarbeit von Carl Zeiss.
Ein Standard bescherte den Gastgeberinnen die erste Gelegenheit: Der Ball flog scharf durch den Fünfmeterraum, wo sich Keeperin Friederike Repohl und Turanyi nicht einig waren, wer zum Ball gehen sollte. Nach einer weiteren Tor-Annäherung der Gäste erspielte sich Jena die erste Großchance. Nach einem feinen Pass von Fiona Gaißer lief Melina Reuter allein auf Repohl zu. Die Kapitänin machte sich breit, und Reuter verpasste den richtigen Moment, um abzuschließen.
Auf der Gegenseite kamen die Leverkusenerinnen in Person von Janou Levels fünf Minuten vor der Pause zum Abschluss. Ihr Flachschuss rutschte knapp am linken Pfosten vorbei. Bayer 04 erhöhte nun wieder den Druck, sodass Kristin Kögel in der 42. Minute gleich zweimal mit dem Ball am Fuß im Sechzehner auftauchte. Mehr als eine Ecke sprang aber nicht heraus. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, mit dem Jena-Trainer Florian Kästner deutlich mehr zufrieden sein konnte als Pätzold.






Nach der Halbzeit war zu spüren, dass sich die Pätzold-Schützlinge in der Kabine einiges vorgenommen hatten. Die Angriffe waren nun zielstrebiger, und in der 54. Minute erhöhte Kramer ihr bisheriges Trefferkonto auf sieben. Bender brachte eine Ecke von links vors Tor, die Kehrer per Kopf zu Kramer weiterleitete. Die wiederum setzte den Ball oben links ins Netz.
Nach 60 Minuten brachte Pätzold Vilhjalmsdottir für Bender. Kurz darauf kam Delice Boboy für Kehrer aufs Feld. Nur drei Minuten später trug einer dieser Wechsel bereits Früchte: Ein Eckball von Vilhjalmsdottir landete genau bei Turanyi, deren Kopfball unhaltbar im rechten Eck landete. Trotz der Jenaer Bemühungen um den Anschlusstreffer waren es die Leverkusenerinnen, die das nächste Ausrufezeichen setzten. Erneut sorgte eine Ecke für höchste Gefahr vor dem Tor von Janning. Kögel kam dort zum Schuss, Julevic wehrte den Ball mit dem Körper ab. Die Bayer 04-Frauen forderten vehement einen Strafstoß wegen Handspiels, doch Diekmann pfiff nicht.
In der 80. Minute folgten die letzten Leverkusener Wechsel des Tages: Ruby Grant kam für Kögel und Synne Skinnes Hansen für Estrella Merino Gonzalez. Routiniert verteidigten die Gäste ihren Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff
Nach der längeren Pause wird in der Google Pixel Frauen-Bundesliga nun zunächst wieder im Wochenrhythmus gespielt. Am kommenden Sonntag steht für die Werkself das neunte Heimspiel der Saison auf dem Programm. Ab 14 Uhr empfängt das Pätzold-Team im Ulrich-Haberland-Stadion den SV Werder Bremen. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Shop von Bayer 04.
Die Statistik:
FC Carl Zeiss Jena: Janning – Sträßer, Heuschkel (75. Markgraf), Ihlenburg, Gora (64. Metzner) – Bonsu, Julevic, Gaiße, Gentile (64. Woldmann) – Jaron (83. Reske), Reuter
Bayer 04: Repohl – Merino Gonzalez (80. Skinnes Hansen), Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel, Vidal – Bender (60. Viljhalmsdottir) Kögel (80. Grant) - Kramer, Kehrer (71. Boboy)
Tore: 0:1 Kramer (54.), 0:2 Turanyi (73.)
Gelbe Karten: Sträßer, Jaron
Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen)
Zuschauer: 598 in der ad hoc Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld

Durch das 2:0 (0:0) gegen den Hamburger SV haben die Bayer 04-Frauen den Anschluss an die Spitzenplätze in der Bundesliga hergestellt. Torschützin Cornelia Kramer spricht im Doppelinterview mit Kapitänin Carolin Simon über ihren „Dosenöffner“ und die Bedeutung des Heimsiegs für die kommenden Wochen.
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Nach einem erfolgreichen Geduldsspiel haben die Bayer 04-Frauen den Anschluss an die Spitzenplätze in der Bundesliga wiederhergestellt. Gegen den Hamburger SV gewann das Team von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 2:0 (0:0). Damit verkürzte die Werkself den Rückstand auf Rang drei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, nach neun Spieltagen auf einen Punkt. Im Ulrich-Haberland-Stadion trafen vor 1.015 Zuschauern Cornelia Kramer (58.) und Lobke Loonen (90.+5) zum Sieg.
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Die U19 von Bayer 04 ist weiter auf Rekordjagd und hat in der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga im zehnten Spiel den zehnten Sieg gefeiert. Beim Schlusslicht 1. FC Saarbrücken gewann die an diesem Tag stark verjüngte Mannschaft von Trainer Patrick Greveraars 5:0 (2:0) und steht damit zwei Spiele vor dem Ende der Vorrunde weiterhin mit großem Abstand an der Tabellenspitze.
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