Zwei Standards zum Sieg: Frauen stellen in Jena Punkte-Rekord ein

Die Bayer 04-Frauen haben nach vier Pflichtspielen ohne Sieg einen Auswärtsdreier eingefahren. Dank einer starken zweiten Halbzeit und zweier Standard-Treffer gewann das Team von Trainer Roberto Pätzold beim Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena 2:0 (0:0). Nach den Toren von Cornelia Kramer (54.) und Lilla Turanyi (73.) hat die Werkself mit 33 Punkten bereits nach 16 Spielen ihren bisherigen Punkte-Rekord aus der Saison 2020/21 eingestellt.
Cornelia Kramer trifft

„Wir haben zuletzt einige recht gute Spiele gemacht, aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Deshalb sind wir sehr erleichtert über den Sieg, die Art und Weise sollte heute nebensächlich sein“, sagte Pätzold: „Jena hat es uns vor allem in der ersten Halbzeit schwer gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir nach ein paar Anpassungen gut ins Spiel gefunden und sind wie schon so viele Teams hier über Standards zu Toren gekommen. Das war ein Thema in der Trainingswoche, umso glücklicher sind wir, dass es geklappt hat. Jetzt wollen wir am liebsten wieder eine kleine Serie starten.“

Im Vergleich zum 0:1 Mitte Februar bei der TSG Hoffenheim hatte Pätzold eine Veränderung in seiner Startelf vorgenommen. Anstelle von Karolina Lea Vilhjalmsdottir begann die wiedergenesene Loreen Bender im offensiven Mittelfeld.

Schon nach drei Minuten kam die Werkself zu einer ersten, wenn auch zarten Chance. Jenas Keeperin Jasmin Janning aber hatte keine große Mühe, den Kopfball von Selina Ostermeier unter Kontrolle zu bringen. In der Folge taten sich die Leverkusenerinnen trotz der klaren Überlegenheit schwer, zwingende Chancen herauszuarbeiten. Das lag nicht zuletzt an der leidenschaftlichen Defensivarbeit von Carl Zeiss. 

Jena verpasst die Führung

Ein Standard bescherte den Gastgeberinnen die erste Gelegenheit: Der Ball flog scharf durch den Fünfmeterraum, wo sich Keeperin Friederike Repohl und Turanyi nicht einig waren, wer zum Ball gehen sollte. Nach einer weiteren Tor-Annäherung der Gäste erspielte sich Jena die erste Großchance. Nach einem feinen Pass von Fiona Gaißer lief Melina Reuter allein auf Repohl zu. Die Kapitänin machte sich breit, und Reuter verpasste den richtigen Moment, um abzuschließen.

Auf der Gegenseite kamen die Leverkusenerinnen in Person von Janou Levels fünf Minuten vor der Pause zum Abschluss. Ihr Flachschuss rutschte knapp am linken Pfosten vorbei. Bayer 04 erhöhte nun wieder den Druck, sodass Kristin Kögel in der 42. Minute gleich zweimal mit dem Ball am Fuß im Sechzehner auftauchte. Mehr als eine Ecke sprang aber nicht heraus. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, mit dem Jena-Trainer Florian Kästner deutlich mehr zufrieden sein konnte als Pätzold.

Cornelia Kramer

Nach der Halbzeit war zu spüren, dass sich die Pätzold-Schützlinge in der Kabine einiges vorgenommen hatten. Die Angriffe waren nun zielstrebiger, und in der 54. Minute erhöhte Kramer ihr bisheriges Trefferkonto auf sieben. Bender brachte eine Ecke von links vors Tor, die Kehrer per Kopf zu Kramer weiterleitete. Die wiederum setzte den Ball oben links ins Netz.

Nach 60 Minuten brachte Pätzold Vilhjalmsdottir für Bender. Kurz darauf kam Delice Boboy für Kehrer aufs Feld. Nur drei Minuten später trug einer dieser Wechsel bereits Früchte: Ein Eckball von Vilhjalmsdottir landete genau bei Turanyi, deren Kopfball unhaltbar im rechten Eck landete. Trotz der Jenaer Bemühungen um den Anschlusstreffer waren es die Leverkusenerinnen, die das nächste Ausrufezeichen setzten. Erneut sorgte eine Ecke für höchste Gefahr vor dem Tor von Janning. Kögel kam dort zum Schuss, Julevic wehrte den Ball mit dem Körper ab. Die Bayer 04-Frauen forderten vehement einen Strafstoß wegen Handspiels, doch Diekmann pfiff nicht.

In der 80. Minute folgten die letzten Leverkusener Wechsel des Tages: Ruby Grant kam für Kögel und Synne Skinnes Hansen für Estrella Merino Gonzalez. Routiniert verteidigten die Gäste ihren Zwei-Tore-Vorsprung bis zum Abpfiff

Ausblick: Heimspiel gegen Bremen

Nach der längeren Pause wird in der Google Pixel Frauen-Bundesliga nun zunächst wieder im Wochenrhythmus gespielt. Am kommenden Sonntag steht für die Werkself das neunte Heimspiel der Saison auf dem Programm. Ab 14 Uhr empfängt das Pätzold-Team im Ulrich-Haberland-Stadion den SV Werder Bremen. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Shop von Bayer 04. 

Die Statistik:

FC Carl Zeiss Jena: Janning – Sträßer, Heuschkel (75. Markgraf), Ihlenburg, Gora (64. Metzner) – Bonsu, Julevic, Gaiße, Gentile (64. Woldmann) – Jaron (83. Reske), Reuter

Bayer 04: Repohl – Merino Gonzalez (80. Skinnes Hansen), Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel, Vidal – Bender (60. Viljhalmsdottir) Kögel (80. Grant) - Kramer, Kehrer (71. Boboy)

Tore: 0:1 Kramer (54.), 0:2 Turanyi (73.)

Gelbe Karten: Sträßer, Jaron

Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Essen)

Zuschauer: 598 in der ad hoc Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld

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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.

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