
„Für viele Spielerinnen war es der erste Wettkampf nach vielen Wochen Pause – gegen einen in allen Bereichen richtig guten Aufsteiger, der vor allem physisch sehr gut dagegengehalten hat. In den ersten 25 Minuten beider Halbzeiten war es ein offener Schlagabtausch und es ist uns nicht gelungen, Kontrolle zu gewinnen. Aus dem Spiel heraus haben wir aber wenig zugelassen und uns jeweils selbst Möglichkeiten erspielt“, sagte Pätzold: „Die beiden Treffer durch neue Spielerinnen waren wertvolle Erfolgserlebnisse für uns und sorgen für einen positiven Start gegen einen Liga-Konkurrenten. Alle Neuzugänge haben in gewissen Bereichen schon gezeigt, welche Qualitäten sie mitbringen und wie sie uns bereichern können. Für den aktuellen Stand der Vorbereitung war das ein sehr ordentliches Testspiel.
Im ersten Testspiel der Sommer-Vorbereitung konnte Pätzold auf alle bislang acht neu verpflichteten Spielerinnen zurückgreifen: Lobke Loonen, Marlene Müller, Carolin Simon und Emily Wallrabenstein standen in der Startelf, Brandau, Natasha Kowalski, Paulina Platner und Sternad saßen zunächst auf der Bank. Aus dem aktuellen Profikader fehlten Cornelia Kramer (private Gründe) sowie Caroline Kehrer und Sofie Zdebel (beide angeschlagen), dafür war Jana Lindner aus der U23 Teil des Kaders.
Die neuformierte Werkself begann offensiv. Nach sechs Minuten setzte Vanessa Fudalla mit einem Distanzschuss das erste Achtungszeichen. Gefährlicher wurde es auf der Gegenseite, als Torhüterin Charlotte Voll einen platzierten Schuss aus fünf Metern reaktionsschnell um den Pfosten lenkte (12.). Mit Ausnahme dieser beiden Aktionen passierte rund um die Strafräume wenig. Die Gastgeberinnen schafften es nicht, aus ihrem spielerischen Übergewicht Profit zu schlagen. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Loreen Bender mit einem Fernschuss wieder für Aufsehen sorgte. Der Ball strich knapp rechts am Tor der Nullfünferinnen vorbei. Wenig später fand eine scharfe Hereingabe von Simon, die gleich bei ihrem Debüt die Kapitänsbinde trug, im Zentrum keine Abnehmerin. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vergab Bender mit einem abgeblockten Schuss eine weitere Möglichkeit auf den ersten Treffer des Tages. Kurz darauf drosch Simon aus rund 25 Metern auf den Kasten, Mainz-Keeperin Mamiko Matsumuto lenkte den Ball an die Latte und verhinderte damit die Pausen-Führung für Bayer 04.






Nach dem Wiederanpfiff dauerte es zehn Minuten, ehe Kowalski die Werkself offensiv anmeldete. Davon abgesehen gestatteten die engagierten Gäste Schwarz-Rot kaum eine ernsthafte Torannährung. Als ein Abschluss von Valentina Mädl zur Ecke geklärt wurde, lief bereits die 76. Minute. Kurz darauf kam endlich Schwung in Halbzeit zwei. Zunächst traf Gäste-Spielerin Rio Takizwawa mit einem Distanzschuss die Latte, im direkten Gegenzug setzte sich Mädl gegen zwei Abwehrspielerinnen durch und bediente Sternad. Die vom SV Werder Bremen verpflichtete Stürmerin legte sich den Ball zurecht und traf aus halbrechter Position ins linke Eck zur Führung (80.). Drei Minuten später traf Außenbahnspielerin Brandau das Außennetz. Kurz vor Beginn der Nachspielzeit machte es die Niederländerin noch besser und köpfte nach einer Flanke von Carlotta Wamser zum Endstand ein (90.).
Nach einer weiteren Trainingswoche steht für die Werkself am Sonntag, 11. Juli, um 15 Uhr, der nächste Test an. Dann ist die Pätzold-Mannschaft bei der PSV Eindhoven zu Gast. Zwei Tage später beginnt bereits das Trainingslager in Rieden in der Oberpfalz (13. bis 19. Juli). Anschließend startet nach einer freien Woche am Montag, 27. Juli, Teil zwei der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison, deren erster Spieltag zwischen dem 21. und 24. August stattfindet.
Die Statistik:
Bayer 04, 1. Halbzeit: Voll - Müller, Turanyi, Wallrabenstein, Simon - Grant, Wamser - Bender, Coskun - Loonen, Fudalla (31. Sternad)
Bayer 04, 2. Halbzeit: Voll (61. Remien) - Merino Gonzalez, Friedrich, Ostermeier, Müller (61. Brandau) - Grant (61. Lindner/76. Wenger), Platner - Kowalski, Fudalla (76. Wamser) - Sternad, Mädl
Startelf 1. FSV Mainz 05: Matsumoto - Kurishima, Berg, Bouziane, Bulatuvic, Imai, Donner, Pageler, Junold, Hashitani, Anstatt
Tore: 1:0 Sternad (80.), 2:0 Brandau (90.)
Schiedsrichterin: Silja Engisch (Heinsberg)
Zuschauer: 160 am Leistungszentrum Kurtekotten

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