
Julie, wie geht es dir nach deinen ersten Wochen bei Bayer 04?
Jorde: Die Eingewöhnung klappt super, ich bin richtig glücklich, hier zu sein. Die Mannschaft und alle drumherum haben mich mit offenen Armen empfangen. Alle sind total fokussiert darauf, das Team voranzubringen. Ich kann es kaum abwarten, endlich in der Bundesliga zu spielen.
Neben dir laufen in Synne Skinnes Hansen und Emilie Bragstad bereits seit Sommer zwei weitere Norwegerinnen für Bayer 04 auf. Wie wichtig sind die beiden für dich und was haben sie dir über die Liga erzählt?
Jorde: Es tut sehr gut, dass die sie auch im Team sind. Das gibt mir zusätzliche Sicherheit, auch weil ich weiß, dass ich zwischendrin immer mal meine Muttersprache sprechen kann. Sie haben mir erzählt, dass das Niveau hier deutlich über dem der norwegischen Liga liegt. Genau dafür bin ich auch hier, deshalb war der Wechsel für mich ein so wichtiger Schritt.






Wie leicht fällt es dir, Deutsch zu lernen?
Jorde: Ich verstehe auf dem Platz und in den Besprechungen davor schon einige Wörter – zumindest, solange langsam und in eher kurzen Sätzen gesprochen wird. Sobald jemand schneller und komplizierter spricht, wird es sehr schwierig. (lacht) Immerhin sind einige Formulierungen ähnlich wie im Norwegischen und Englischen, so kann ich mir einige Sätze zusammenreimen. Ich freue mich schon sehr darauf, die Sprache mit der Zeit immer besser zu verstehen.
Der Wechsel nach Deutschland war für dich nicht nur sportlich ein großer Schritt. Wie ist es, mit 19 Jahren so weit weg zu sein von zu Hause?
Jorde: Ich habe immer bei meiner Familie und in meinem gewohnten Umfeld gelebt, deshalb ist für mich als junges Mädchen hier wirklich vieles neu. Aber ich fühle mich sehr wohl, bin in eine schöne Wohnung gezogen und hatte auch schon Besuch aus der Heimat, unter anderem waren meine Mutter und mein Freund hier.
Wie verbringst du ansonsten die Zeit außerhalb des Platzes?
Jorde: Puh, es war wirklich ziemlich viel los. Einmal war ich fünf Stunden lang bei IKEA, um die Wohnung einzurichten. (lacht) Generell gibt es ständig irgendwelche Formulare auszufüllen. Viel Zeit blieb also neben dem Fußball bisher nicht. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich das alles in den kommenden Wochen entspannt. Dann suche ich mir vielleicht auch ein Hobby, abgesehen davon, dass ich sowieso viel Zeit mit den Mädels verbringen möchte. Der Hauptfokus liegt aber auf dem Fußball.
Auf dem Platz ist dir ja schon vor dem ersten Pflichtspiel ein schöner Einstand gelungen. Wie wichtig war dir dein Siegtor zum 3:2 im Test gegen Fortuna Sittard?
Jorde: Ich schieße eigentlich nur selten Tore, das letzte dürfte schon anderthalb Jahre her sein. Es war deshalb ein sehr tolles Gefühl, zumal ich das Glück hatte, uns damit zum Sieg zu schießen. Der gesamte Angriff war wunderschön herausgespielt.
Was möchtest du in dieser Saison erreichen?
Jorde: Mit dem Team möchte ich alles dafür tun, so viele Spiele wie nur irgendwie möglich zu gewinnen, um in der Tabelle bestmöglich abzuschneiden. Als neue Spielerin möchte ich mich persönlich weiterentwickeln, viele Minuten sammeln und immer wertvoller für die Mannschaft werden.

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