
Nach der jüngsten 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten SC Freiburg peilen die Bayer 04-Frauen ganz klar den zweiten Saisonsieg an. Der Trend spricht dabei für Schwarz-Rot, schließlich konnte die Hagedorn-Elf auch nach der Auftaktniederlage gegen Bayern München eine Woche später in Bremen dreifach punkten.
Kein Treffer, zwölf Gegentore, null Punkte – das ist die Ausbeute aus den ersten drei Erstliga-Auftritten der Gladbacherinnen, die in dieser Saison nach einem Jahr Abstinenz als Meister der 2. Bundesliga Nord ins Oberhaus zurückgekehrt sind. In der Tabelle liegt das Team von Borussia-Trainer René Krienen damit auf dem letzten Platz und wartet – ebenso wie der 1. FFC Frankfurt – auf den ersten Saisonsieg. Bereits am ersten Spieltag (0:3 gegen Werder Bremen) mussten die Gladbacherinnen eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Nach 17 Minuten musste Kapitänin Julia Koj verletzt ausgewechselt werden – Diagnose Kreuzbandriss. „So viele Spielerinnen auf diesem Niveau hat Mönchengladbach nicht – sie wird sicherlich schmerzlich vermisst werden“, glaubt Hagedorn. Entsprechend müsse sich die „insgesamt junge Mannschaft erst wieder neu finden“, so die Bayer 04-Trainerin. Zuletzt unterlagen die Borussia-Mädels in der Liga beim SC Sand (0:5) und zuvor beim SC Freiburg (0:4).
Geht es nach der 36-Jährigen, darf es am Sonntag nur einen Sieger geben: „Wir wollen in der Liga bleiben und treffen auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Da müssen wir gewinnen, ganz klar.“ Mit einem Auswärtssieg könnte der Vorsprung auf sechs Zähler ausgebaut werden. Hagedorn erwartet dabei einen tiefstehenden und auf Konter lauernden Gegner, der übers Kollektiv versuchen wird zum Erfolg zu kommen. Dabei erinnert sie mahnend an das 2:2 im Testspiel gegen die Gladbacherinnen vor gut einem Monat, bei dem die Bayer 04-Mädels den Ausgleich erst in der Schlussminute hinnehmen mussten. „Wir dürfen keine Sekunde verpennen – auch in der 90. Minute muss der Pass noch konzentriert von A nach B gespielt werden“, fordert Hagedorn und ergänzt: „Ich denke, wir haben sehr gute Chancen, wenn es uns gelingt zu kombinieren. Ich schätze uns spielstärker ein: Wir wollen das Spiel dominieren, mehr Ballbesitz haben und unsere Chancen entsprechend auch in Tore ummünzen.“ So wie in der vergangenen Woche, als die Bayer 04-Mädels im Test gegen den überlegenen Liga-Konkurrenten SGS Essen dank großer Effizienz einen 3:1 gelandet haben. Gefahr, dass ihre Mannschaft die Borussia aufgrund ihrer mageren Saisonbilanz möglicherweise unterschätzen könnte, sieht Hagedorn nicht.
Seit Mitte der Woche sind Henrietta Csiszár (Ungarn, oben im Bild), Ana Oliveria Leite (Portugal) und Lena Uebach (Deutschland U19) nach ihrem Nationalmannschafts-Aufenthalt zurück unterm Bayer-Kreuz. Hagedorn hofft, dass sich alle drei bis Sonntag von den Reisestrapazen erholt haben und entsprechend einsatzfähig sind. Bis auf ihre beiden Pechvögel Jessica Wich und Isabel Kerschowski, die sich zuletzt mit nur wenigen Tagen Abstand beide das Kreuzband gerissen haben, rechnet die Ex-Nationalspielerin mit keinen weiteren Ausfällen. Letztgenannte wird am kommenden Mittwoch in Berlin operiert, die Reha-Maßnahmen sollen dann aber in Leverkusen vollzogen werden.


Am 2. Spieltag der Hauptrunde in Liga A der DFB-Nachwuchsliga lieferte sich die U19 von Bayer 04 ein spannendes Duell mit dem 1. FSV Mainz 05. Nach der frühen Führung der Leverkusener durch Emmanuel Owen (4.) drehten die Gastgeber zwischenzeitlich das Spiel, ehe Jeremiah Mensah noch vor der Pause ausgleichen konnte (36.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Jonah Berghoff für die erneute Leverkusener Führung (73.), aber Mainz traf nur zwei Minuten später zum 3:3-Endstand.
Mehr zeigen
Werkself-TV zeigt die TV-Highlights des 2:1-Derbysiegs der Bayer 04-Frauen gegen den 1. FC Köln am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
Mehr zeigen
Dank einer abgezockten Leistung haben die Bayer 04-Frauen am Karnevalsfreitag ihren rheinischen Nachbarn in der Bundesliga-Tabelle distanziert. In einem stimmungsvollen Derby schlug die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold den 1. FC Köln 2:1 (2:0) und eroberte damit mindestens bis Sonntag Rang drei zurück. Vanessa Fudalla (17.) und Sofie Zdebel (37.) erzielten die Treffer für die Werkself, die mit 31 Zählern nun sechs Punkte vor dem FC liegt.
Mehr zeigen
In Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr/live im Einzelspiel bei Sky Sport und WOW sowie im Werkself-Radio), hatte die Werkself erstmals seit dem ersten Pflichtspiel in 2026 eine vollständige Trainingswoche zur Verfügung. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell gegen die abstiegsbedrohten Kiezkicker sprach Coach Kasper Hjulmand über die intensive Arbeit in eben dieser Woche und die gezogenen Lehren. Außerdem verkündete der Däne die frohe Botschaft, dass Ibrahim Maza wieder einsatzbereit ist.
Mehr zeigen