Vor dem Aufsteiger-Duell: Frauen wollen Vorsprung vergrößern

Aufgrund der Länderspielpause durften sich die meisten Fußballerinnen von Bayer 04 zuletzt über ein spielfreies Wochenende freuen. Doch nun rollt der Ball wieder in der Frauen-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainerin Verena Hagedorn ist am Sonntag (14. Oktober, 11 Uhr) zu Gast im Grenzlandstadion beim bislang tor- und punktlosen Aufsteiger-Rivalen Borussia Mönchengladbach.
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Nach der jüngsten 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten SC Freiburg peilen die Bayer 04-Frauen ganz klar den zweiten Saisonsieg an. Der Trend spricht dabei für Schwarz-Rot, schließlich konnte die Hagedorn-Elf auch nach der Auftaktniederlage gegen Bayern München eine Woche später in Bremen dreifach punkten.

DER GEGNER

Kein Treffer, zwölf Gegentore, null Punkte – das ist die Ausbeute aus den ersten drei Erstliga-Auftritten der Gladbacherinnen, die in dieser Saison nach einem Jahr Abstinenz als Meister der 2. Bundesliga Nord ins Oberhaus zurückgekehrt sind. In der Tabelle liegt das Team von Borussia-Trainer René Krienen damit auf dem letzten Platz und wartet – ebenso wie der 1. FFC Frankfurt – auf den ersten Saisonsieg. Bereits am ersten Spieltag (0:3 gegen Werder Bremen) mussten die Gladbacherinnen eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Nach 17 Minuten musste Kapitänin Julia Koj verletzt ausgewechselt werden – Diagnose Kreuzbandriss. „So viele Spielerinnen auf diesem Niveau hat Mönchengladbach nicht – sie wird sicherlich schmerzlich vermisst werden“, glaubt Hagedorn. Entsprechend müsse sich die „insgesamt junge Mannschaft erst wieder neu finden“, so die Bayer 04-Trainerin. Zuletzt unterlagen die Borussia-Mädels in der Liga beim SC Sand (0:5) und zuvor beim SC Freiburg (0:4).

EINSCHÄTZUNG ZUR PARTIE

Geht es nach der 36-Jährigen, darf es am Sonntag nur einen Sieger geben: „Wir wollen in der Liga bleiben und treffen auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Da müssen wir gewinnen, ganz klar.“ Mit einem Auswärtssieg könnte der Vorsprung auf sechs Zähler ausgebaut werden. Hagedorn erwartet dabei einen tiefstehenden und auf Konter lauernden Gegner, der übers Kollektiv versuchen wird zum Erfolg zu kommen. Dabei erinnert sie mahnend an das 2:2 im Testspiel gegen die Gladbacherinnen vor gut einem Monat, bei dem die Bayer 04-Mädels den Ausgleich erst in der Schlussminute hinnehmen mussten. „Wir dürfen keine Sekunde verpennen – auch in der 90. Minute muss der Pass noch konzentriert von A nach B gespielt werden“, fordert Hagedorn und ergänzt: „Ich denke, wir haben sehr gute Chancen, wenn es uns gelingt zu kombinieren. Ich schätze uns spielstärker ein: Wir wollen das Spiel dominieren, mehr Ballbesitz haben und unsere Chancen entsprechend auch in Tore ummünzen.“ So wie in der vergangenen Woche, als die Bayer 04-Mädels im Test gegen den überlegenen Liga-Konkurrenten SGS Essen dank großer Effizienz einen 3:1 gelandet haben. Gefahr, dass ihre Mannschaft die Borussia aufgrund ihrer mageren Saisonbilanz möglicherweise unterschätzen könnte, sieht Hagedorn nicht.

PERSONAL

Seit Mitte der Woche sind Henrietta Csiszár (Ungarn, oben im Bild), Ana Oliveria Leite (Portugal) und Lena Uebach (Deutschland U19) nach ihrem Nationalmannschafts-Aufenthalt zurück unterm Bayer-Kreuz. Hagedorn hofft, dass sich alle drei bis Sonntag von den Reisestrapazen erholt haben und entsprechend einsatzfähig sind. Bis auf ihre beiden Pechvögel Jessica Wich und Isabel Kerschowski, die sich zuletzt mit nur wenigen Tagen Abstand beide das Kreuzband gerissen haben, rechnet die Ex-Nationalspielerin mit keinen weiteren Ausfällen. Letztgenannte wird am kommenden Mittwoch in Berlin operiert, die Reha-Maßnahmen sollen dann aber in Leverkusen vollzogen werden.

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