
Zwei Punkte und die deutlich bessere Tordifferenz trennen den Tabellendritten aus Frankfurt (48 Punkte, +20) von den Leverkusenerinnen (46, +12), die schon jetzt nach Punkten und Siegen (15) die beste Saison ihrer Historie spielen. Um das i-Tüpfelchen alias Platz drei zu erreichen, muss die Werkself daher nicht nur ihren sechsten Sieg in Folge einfahren, sondern auch auf einen Ausrutscher der Hessinnen hoffen.
„Dass wir am letzten Spieltag überhaupt noch die Chance haben, ist eine Erfolg. Die Mannschaft hat sich diese Ausgangslage mit einer starken Serie selbst erarbeitet und ist weiterhin voller Ehrgeiz und Energie“, sagt Trainer Roberto Pätzold: „Wir wollen unser Heimspiel gewinnen, im besten Fall einen frühen Treffer erzielen und alles investieren, um Druck auf Frankfurt auszuüben. Mehr können wir selbst nicht beeinflussen, deshalb liegt unser voller Fokus auf uns. Wir wollen uns mit einem Heimsieg in die Pause verabschieden.“
Selbst wenn es am Ende nicht ganz für den Sprung auf einen Europapokal-Platz reichen sollte, wäre der Coach mit der Bilanz zufrieden. „Wir haben in dieser Saison eine klare Entwicklung genommen. Der Abstand nach oben ist in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden, darauf können wir sehr stolz sein. Vor vier Jahren waren es noch über 20 Punkte Abstand auf Platz drei“, erinnert Pätzold: „Natürlich müssen wir am Ende, wenn es nicht ganz reicht, auch über liegengelassene Punkte sprechen. Dafür gab es gerade in der Hinrunde durch einige Ausfälle wichtiger Spielerinnen, fehlende Effektivität und auch die ein oder andere unglückliche Schiedsrichter-Entscheidung gute Gründe. Trotzdem haben wir vieles von dem erreicht, was wir uns vorgenommen hatten.“
Mut macht ihm im Finale neben den eigenen Auftritten im Endspurt, dass sein Team „auch in schwierigen Phasen Charakter gezeigt und sich selbst aus Drucksituationen herausgearbeitet“ hat. „In Leipzig hat man die Nervosität gespürt, trotzdem haben wir das Spiel letztlich souverän gewonnen“, so Pätzold: „Genau diese Mentalität und unsere Fitness im Endspurt geben uns das Vertrauen, auch im letzten Spiel noch einmal alles rauszuhauen.“






Auch wenn sich für die Gäste aus Bremen an Tabellenplatz sechs nichts mehr ändern wird, erwartet der Leverkusener Trainer maximale Gegenwehr. „Werder ist eine gefährliche Mannschaft mit hoher Qualität in der Offensive. Auch wenn sie den Punkteschnitt aus der Hinrunde nicht ganz halten konnten, haben sie immer wieder Ausrufezeichen gesetzt“, so der 46-Jährige: „Wir müssen erneut an unsere Leistungsgrenze gehen, um uns für die Niederlage im Hinspiel zu revanchieren.“ Damals verlor die Werkself unglücklich 0:1. „Dabei wollen wir dominant auftreten, wohlwissend, dass Bremen guten Gewissens ins Risiko gehen kann.“
Unabhängig davon, wie erfolgreich die Saison 2025/26 sportlich endet, steht fest, dass Bayer 04 einige Spielerinnen vor dem Anpfiff verabschieden wird. Darunter sind in Kapitänin Friederike Repohl (Karriereende) und Kristin Kögel (Wechsel zu Racing Straßburg) auch zwei langjährige Führungsspielerinnen. „Am Sonntag wird es für viele Spielerinnen und das ganze Umfeld emotional. Uns ist bewusst, welche Bedeutung einige Spielerinnen für die Entwicklung des Frauenfußballs bei Bayer 04 hatten“, sagt Pätzold: „Deshalb wollen wir ihnen sportlich und emotional einen würdigen Abschied bereiten. Uns steht ein größerer Umbruch bevor, die Mannschaft wird künftig ein anderes Gesicht haben. Für mich persönlich gehen wichtige Ansprechpartnerinnen, die großen Anteil an meiner Entwicklung als Trainer hatten.“
Caroline Kehrer absolvierte im Laufe der Woche nach ihrer Meniskus-OP wieder Teile des Mannschafstrainings), Lilla Turanyi (Gelbsperre) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fallen sicher aus. Wer die Werkself im letzten Saisonspiel im UHS unterstützt (Tickets gibt’s HIER), darf sich auch auf einige Mitmach-Aktionen im Stadion-Umlauf freuen.
Das Werkself-Live zum Spieltag gibt es hier:

7:0-Führung, und dann ein Unwetter: Am vergangenen Mittwoch endete in Eschweiler nach knapp 40 Minuten das Spiel der Bayer 04-Traditionsmannschaft gegen die Altherren des SC Berger Preuß beim Stand von 7:0, weil ein Gewitter aufgezogen war. In Folge eines Hagelschauers einigten sich beide Teams, das Spiel zu beenden, um Verletzungsrisiken auszuschließen. Mit von der Partie in Eschweiler war unter anderem Bayer 04-Geschäftsführer Sport Simon Rolfes.
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Pokalfinale für die U19! Mit einem souveränen 5:1 gegen den SV Eilendorf zog die Elf von Coach Kevin Brok am Mittwochabend ins Endspiel des Verbandspokals ein. Auch die U15 gewann ihr Ligaspiel unter der Woche gegen den Hombrucher SV mit 6:1 und vergrößerte damit das Polster auf Rang zwei. Die U14 tritt unterdessen am Wochenende an, sie trifft beim Turnier im niederländischen Lunteren auf große europäische Namen wie Paris Saint-Germain oder Manchester United. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV am Samstag, 16. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), endet ein besonderes Kapitel in der BayArena: Drei Jahrzehnte lang war die Bayer Gastronomie für die Verpflegung der Werkself-Fans an Spieltagen verantwortlich. Dabei hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher im Stadion gut versorgt und willkommen gefühlt haben. Zum Abschied bedankt sich die Bayer Gastronomie bei den Fans mit einer besonderen Aktion.
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Torhüterin Anne Moll wird Bayer 04 Leverkusen zum Saisonende verlassen. Die 21-Jährige wechselt zum Zweitligisten VfL Bochum 1848. Ihr Vertrag beim Werksklub läuft zum 30. Juni aus.
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