
„Die Leistung war eher durchwachsen. Wir haben den ein oder anderen Fehler gemacht, den wir in den letzten Wochen nicht gemacht haben. Trotzdem hatten wir immer wieder Phasen, in denen wir Kontrolle hatten“, sagte Pätzold: „Wir haben uns viele Strafraum-Szenen erspielt und den Gegentreffer sehr gut weggesteckt. In der zweiten Halbzeit hätten wir vielleicht den einen oder anderen Konter besser ausfahren müssen. Aber auf der anderen Seite hat auch Leipzig noch genug Möglichkeiten gehabt. Für die Zuschauer war es ein sehr attraktives Spiel mit vielen sehr guten Offensivaktionen und Einzelaktionen. Für mich als Trainer hat es ein bisschen unaufgeregter und kontrollierter sein können.“ Am Resultat änderte das nichts. „Am Ende zählen die drei Punkte, das haben wir gerockt“, so Pätzold: „Jetzt fahren wir voller Selbstbewusstsein nach Hause, schlagen Bremen und gucken dann, was auf den anderen Plätzen passiert.“
Pätzold hatte zunächst auf die gleiche Elf wie beim überzeugenden 4:0-Auswärtssieg am vergangenen Spieltag in Essen gesetzt. In einer munteren Anfangsphase gelang den Gastgeberinnen ein Traumstart. Bei einem schnellen Gegenstoß hatte Lisa Baum viel Platz, legte sich den Ball an der Strafraumkante zurecht und ließ Rafaela Borggräfe im Leverkusener Tor keine Chance (4.). Mit dem frühen Treffer im Rücken presste RB früh und ließ die Werkself zunächst kaum zur Entfaltung kommen. Sechs Minuten nach ihrem ersten Streich versuchte es Baum erneut aus der Distanz, diesmal fehlten ein paar Zentimeter. Auch der dritte Torschuss gelang den Leipzigerinnen, Emilia Asgeirsdottir prüfte Borggräfe (11.).
Für die erste Tor-Annäherung der Gäste war Carlotta Wamser verantwortlich, ihre Flanke war aber kein Problem für Elvira Herzog im RB-Tor. Mit dem ersten sehenswerten Angriff erzielten die Bayer 04-Frauen schließlich den Ausgleich. Piljic spielte auf rechts Loreen Bender frei, die mit einer scharfen Hereingabe im Zentrum Kramer bediente. Die dänische Nationalspielerin schob mühelos ein - und traf damit im dritten Spiel in Folge (18.). Der Ausgleich war für die Gäste wie eine Befreiung. Kristin Kögel bediente von links Vanessa Fudalla, deren Direktabnahme nur knapp links neben dem Tor landete (25.). Auch danach blieben die Bayer 04-Frauen am Drücker, wenngleich Leipzig weitere Großchancen zunächst verhinderte. Fast aus dem Nichts verpasste die Ex-Leverkusenerin Delice Boboy das 2:1. Nach einer Balleroberung ließ die Stürmerin zwei Gegenspielerinnen ins Leere laufen und traf den linken Pfosten (37.).






Im direkten Gegenzug ging stattdessen das Pätzold-Team in Führung. Fudalla bediente Piljic, die aus halblinker Position am Sechzehner-Rand abzog und wieder einmal sehenswert ins Eck traf (38.). Es war bereits der fünfte Saisontreffer der Mittelfeldspielerin, die nach der Saison zum VfL Wolfsburg wechseln wird. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff bügelte Borggräfe ihren eigenen Fehlpass im Aufbauspiel mit einer Rettungstat im Eins-gegen-Eins gegen Annabel Schasching stark aus (42.). Mit dem knappen Vorsprung ging es nach einem munteren ersten Durchgang in die Kabinen.
Kurz nach dem Wiederanpfiff musste Borggräfe bei einem Kopfball von Andrea Norheim erneut eingreifen (48.). Beide Teams machten genauso intensiv weiter, wie sie aufgehört hatten. Auf der Gegenseite verpasste Piljic mit einem erneuten Schlenzer das 3:1. Nach einer knappen Stunde wechselte Pätzold erstmals, Lilla Turanyi ersetzte die gelb verwarnte Claudia Wenger (63.). Die Werkself hatte in dieser Phase weiterhin mehr Ballbesitz, Gefahr entstand allerdings kaum einmal. Grant kam für die kurz zuvor verwarnte Bender aufs Feld (73.).






Zehn Minuten vor Schluss verpasste zunächst Wamser innerhalb weniger Sekunden zweimal die Vorentscheidung, Herzog war zur Stelle. Mit der nächsten Aktion war es dann aber soweit. Die eingewechselte Grant blieb, von Piljic bedient, vor der Leipziger Torhüterin cool und erzielte ihren ersten Treffer für Schwarz-Rot (80.). Für die letzten Minuten brachte Pätzold schließlich Julia Mickenhagen (für Kristin Kögel) und Valentina Mädl (für Fudalla) ins Spiel. Gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen brachte das Duo den Vorsprung erfolgreich ins Ziel.
Die Saison endet für die Werkself mit einem Heimspiel. Am kommenden Sonntag, 17. Mai (MagentaSport und DAZN), trifft Schwarz-Rot im Ulrich-Haberland-Stadion auf den SV Werder Bremen und darf auf die erstmalige Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League hoffen. Wie alle anderen sechs Partien wird das Spiel um 14 Uhr angepfiffen, Tickets gibt es HIER vorab im Online-Ticketshop von Bayer 04.
Die Highlights:
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Die Statistik:
RB Leipzig: Herzog - Krug (68. Chmielinski), Norheim (87. Grunenberg), Landenberger, Dudek - Asgeirsdottir (87. Spitzner), Starke (87. Magerl), Schasching - Baum, Boboy, Müller
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Wenger (63. Turanyi), Ostermeier, Wamser - Piljic, Zdebel - Bender, Kögel (83. Mickenhagen) - Fudalla (83. Mädl), Kramer
Tore: 1:0 Baum (4.), 1:1 Kramer (18.), 1:2 Piljic (38.), 1:3 Grant (80.)
Gelbe Karten: Wenger, Turanyi, Bender
Schiedsrichterin: Lara Wolf (Wilhelmshaven)
Zuschauer: 933 im Trainingszentrum am Cottaweg

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