
„Die Niederlage schmerzt sehr. Wir haben sehr investiert, voller Leidenschaft gekämpft, viel wegverteidigt und wenig zugelassen. Dass die Bayern bei einer Hand voll klarer Möglichkeiten am Ende so effektiv sind, zeigt ihre große Qualität“, sagte Pätzold: „Wir mussten vor allem in der ersten Halbzeit viel hinterherlaufen, sind aber immer wieder gut dazwischengekommen. Die Führung hat uns einen Push gegeben und wir wollten in der zweiten Halbzeit nochmal deutlich aktiver auftreten. Es ist fast unmöglich, den Bayern keine Torchance zu gestatten und sie haben nach einem Standard brutal zuschlagen. Wir haben Moral bewiesen, sind sofort zurückgekommen und haben uns mit einem tollen Treffer belohnt. Wir wollten auch danach weiter nach vorne spielen und das Spiel gewinnen, das haben unsere Wechsel unterstrichen. Dass der Gegentreffer in einer Unterzahl-Situation fällt, ist bitter. Bei den Räumen, die wir Bayern dadurch gegeben hatte, waren sie einfach eiskalt.“
Nach dem umkämpften 2:1 bei der TSG Hoffenheim hatte Pätzold zwei Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen. Anstelle von Sofie Zdebel (Gelb-Rot-Sperre) und Vanessa Fudalla begannen Claudia Wenger und die Torschützin zum Auswärtssieg in Sinsheim, Paulina Tomasiak. In Abwesenheit von Kapitänin Carolin Simon (muskuläre Verletzung), Melissa Friedrich (angeschlagen) und Zdebel trug erstmals von Beginn an Stürmerin Cornelia Kramer die Kapitänsbinde.
Vor dem Anpfiff war alles angerichtet für ein stimmungsvolles Topspiel. Die Tribünen im Ulrich-Haberland-Stadion waren bei bestem Fußballwetter prall gefüllt, die Heimfans intonierten lautstark die Leverkusener Hymne und auch zwei große, auf dem Rasen geschwenkte Bayer 04-Fahnen unterstrichen die besondere Bedeutung des Duells der Werkself mit dem amtierenden Deutschen Meister. Dass die Partie gegen den FC Bayern am durch viele Aktionen begleiteten Nachhaltigkeitsspieltag nicht nur stimmungs-, sondern auch anspruchsvoll werden würde, zeigten bereits die ersten Minuten: München machte sofort Druck und spielte sich schon in der Anfangsphase mehrfach gefährlich in den Strafraum der Gastgeberinnen. Doch das Pätzold-Team hielt dagegen - und München zunehmend vom Tor fern. Leverkusen verteidigte konsequent und schaffte es durch starke Zweikampfführung, das Spielgeschehen ins Mittelfeld zu verlagern.






Zwar erhöhte der FC Bayern den Druck, wirklich gefährlich wurde es aber trotz zwischenzeitlich mehr als 70 Prozent Balllbesitzes des Meisters aber selten. In der 27. Minute verfehlte Jovana Damnjanovic das Tor deutlich. Kurz danach parierte Rafaela Borggräfe einen Abschluss von Klara Bühl ohne Probleme und rettete aufmerksam vor der durchgestarteten Pernille Harder (34.).
Die Schrecksekunde sorgte nicht für Verwirrung im Leverkusener Team - im Gegenteil: Wenig später kam die Werkself erstmals gefährlich vor das Münchner Tor. Der Abschluss von Loreen Bender wurde jedoch geblockt. Doch Bayer 04 blieb dran - und belohnte sich spektakulär: Tomasiak trat aus 20 Metern Entfernung zum Freistoß an. Der Ball touchierte die in der Mauer stehende Damnjanovic und segelte in den linken oberen Winkel. Ein Traumtor zur Führung, das auch Fernando Carro, Thomas Eichin und Stefan Kießling auf der Tribüne jubeln ließ (36.). Da die Werkself weiter hellwach verteidigte und taktisch klug agierte, ging es dem 1:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie sofort Fahrt auf. Zunächst traf Vanessa Gilles nach Flanke von Giulia Gwinn per Kopf zum 1:1 (51.). Im direkten Gegenzug erzielte Tomasiak ihr zweites Traumtor an diesem Abend: Maja Sternad eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte die Angreiferin frei, die aus 15 Metern abzog und spektakulär unter die Latte traf (52.). Das Topspiel wurde seinem Namen gerecht, die Fans bekamen beste Unterhaltung geboten. Zur Freude der Leverkusenerinnen beruhigte sich das Spiel nun aber wieder. München versuchte zwar vehement, erneut den Ausgleich zu erzielen, rannte sich dabei aber zunächst aber an der vielbeinigen Abwehr der Gastgeberinnen fest.
Es dauerte bis zur 68. Minute, ehe es wieder brenzlig wurde. Und prompt traf der FC Bayern erneut: Nach Flanke von Gwinn erzielte die gerade erst im Zuge eines Dreierwechsels ins Spiel gekommene Edna Imade per Kopf den erneuten Ausgleich.






In der Schlussphase büßte das Topspiel nicht an Tempo ein. Der FC Bayern hatte noch immer mehr Ballbesitz und war bemüht, das Spiel doch noch zu gewinnen. Doch auch die Werkself setzte immer wieder offensive Akzente. Als alles nach einem Unentschieden aussah, zeigten die Bayern dann aber noch einmal ihre ganze Klasse: Bühl spielte Alara Sehitler im Strafraum frei, die per Flachschuss ins lange Eck zum 3:2 aus Sicht der Münchnerinnen traf und das Spiel entschied.
Am kommenden Wochenende geht es für die Werkself auswärts weiter. Am Sonntag, 20. September (16 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) ist das Pätzold-Team beim SC Freiburg zu Gast. Eine Woche später beginnt die DFB-Pokal-Saison. Am Sonntag, 27. September (14 Uhr, ZDF-Livestream) tritt Schwarz-Rot in der 1. Hauptrunde beim Zweitligisten FC Viktoria Berlin an.
Die Statistik:
Bayer 04: Borggräfe - Merino Gonzalez, Turanyi, Ostermeier, Müller - Wenger, Platner (72. Misini) - Bender (72. Kehrer), Tomasiak - Kramer (78. Loonen), Sternad (79. Fudalla)
FC Bayern München: Mahmutovic - Gwinn, Viggosdottir, Gilles, Kett (66. Naschenweng) - Tanikawa, Amani (73. Sehitler) - Dallmann (66. Proost), Harder (85. Zadrazil), Bühl - Damnjanovic (66. Imade)
Tore: 1:0 Tomasiak (36.), 1:1 Gilles (51.), 2:1 Tomasiak (52.), 2:2 Imade (68.), 2:3 Sehitler (88.)
Gelbe Karten: Merino - Tanikawa, Amani, Proost
Schiedsrichterin: Anna-Lena Heidenreich (Lübeck)
Zuschauer: 2.272 im Ulrich-Haberland-Stadion

Besondere Aktionen bei einer besonderen Partie: Anlässlich des Heimspiels der Werkself am heutigen Montagabend, 14. September (Anstoß: 18 Uhr), in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den Deutschen Meister FC Bayern München bietet Bayer 04 seinen Fans ein buntes Rahmenprogramm. Neben einigen Mitmach-Modulen sind rund um das Ulrich-Haberland-Stadion auch Maßnahmen zum DFB-Nachhaltigkeitsspieltag geplant. Einen Überblick dazu gibt es in den Frauen-Kurzpässen.
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Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.
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Im Rahmen des 5. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 beim 1. FSV Mainz 05. Die Partie steigt am Samstag, 10. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), in der MEWA Arena. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Im Rahmen des 7. Bundesliga-Spieltags 2026/27 gastiert Bayer 04 bei der TSG Hoffenheim. Die Partie steigt am Sonntag, 25. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), in der SNP Arena. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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Die Formkurve der U17 von Bayer 04 zeigt weiter steil nach oben – und aufwärts geht es auch in der Tabelle: Auf den ersten Saisonsieg gegen die SV 07 Elversberg folgte am vergangenen Wochenende direkt der nächste Dreier gegen den SV Wehen Wiesbaden. Derweil sorgte die U15 zur Liga-Premiere bei Fortuna Düsseldorf problemlos für klare Verhältnisse – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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