Piljic per Dropkick ins Glück: Bayer 04-Frauen schlagen Jena

Dank eines Kunststücks von Katharina Piljic hat die Werkself ihren elften Saisonsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga eingefahren. Am Sonntagabend schlug die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold den FC Carl Zeiss Jena 1:0 (1:0). Mittelfeldspielerin Piljic sorgte mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze in den Winkel (19.) vor 633 Zuschauern im Ulrich-Haberland-Stadion für den Siegtreffer - und dafür, dass sich die Leverkusenerinnen mit nun 34 Punkten für mindestens eine Nacht auf Tabellenplatz fünf verbesserten.
Katharina Piljic bejubelt die Führung

„Wir haben vor dem Spiel gesagt: Lieber mal nicht so schön spielen, aber dafür die drei Punkte holen. Wir hatten zuletzt genügend Spiele, in denen wir richtig gut waren, die wir aber nicht gewonnen haben“, sagte Pätzold: „In Wolfsburg war mehr drin, auch beim letzten Heimspiel gegen Hoffenheim hatten wir in der zweiten Hälfte viele Chancen, haben aber nicht getroffen. Natürlich kann es heute am Ende auch anders ausgehen.“ Damit verbunden war ein großes Lob für den Gegner. „Jena hat über die Saison gezeigt, dass sie nie aufgeben und sich mit Haut und Haaren in jeden Ball werfen und nichts zu verlieren haben“, so der Coach: „Wir haben uns selbst zuzuschreiben, dass es so eng wurde. Am Ende hatten wir in beiden Halbzeiten genügend Gelegenheiten, um ein höheres Ergebnis zu erzielen.

Pätzold hatte zwei personelle Veränderungen in seine Anfangsformation vorgenommen: Anstelle der gelbgesperrten Loreen Bender und Lilla Turanyi rückten Valentina Mädl und Julia Mickenhagen in die Mannschaft. Zudem lief Torjägerin Vanessa Fudalla diesmal im offensiven Mittefeld neben Ruby Grant auf und Claudia Wenger, beim 1:2 in Wolfsburg noch Rechtsverteidigerin, in der Innenverteidigung. 

PIljic per Dropkick zur Führung

Sofie Zdebel, die zum zweiten Mal in Folge die Kapitänsbinde trug, meldete die Werkself schon nach zwei Minuten mit einem Distanzschuss in der Offensive an - kein Problem für Jena-Torhüterin Jasmin Janning. Kurz darauf versuchte es Cornelia Kramer aus halbrechter Position im Strafraum, der Ball strich über die Latte. Aus etwas spitzerem Winkel ging der zweite Schuss der Dänin links am Tor vorbei (10.). Die Werkself dominierte die Partie von Beginn an spielte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Die Gäste beschränkten sich zwangsläufig vorerst auf die Defensivarbeit. Nach einigen ruhigeren Minuten sorgte schließlich eine wunderschöne Einzelaktion für die Führung: Piljic drosch einen zu kurz abgewehrten Ball von der Strafraugrenze aus volley ins rechte obere Toreck (19.). Nur zwei Minuten später hätte ihre Mittelfeldpartnerin beinahe nachgelegt. Doch Zdebels Drehschuss aus kurzer Distanz blockte Felicia Sträßer mit dem Knie kurz vor der Linie. Die Gastgeberinnen blieben am Drücker: Wiederum nur drei Minuten später scheiterte Carlotta Wamser nach einer Flanke an Janning. Der nächste Distanzschuss von Fudalla strich über die Latte (25.).

Carlotta Wamser

Es blieb bei einem Spiel auf ein Tor. Fudalla zirkelte eine Ecke von rechts mit links an den Pfosten (29.), zehn Minuten später wurde ihr Schuss in höchster Not geblockt. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 41. Minute, ehe Josephine Bonsu Bayer 04-Torhüterin Rafaela Borggräfe erstmals prüfte. Bis zur Pause blieb es beim aus Sicht der Gäste schmeichelhaften 1:0-Zwischenstand.

Jena nach der Pause griffiger

Nach dem Wiederanpfiff agierte Jena etwas mutiger, mehr Spielanteile hatte aber weiterhin das Pätzold-Team. Die erste Möglichkeit auf das 2:0 im zweiten Durchgang vergab Fudalla mit links aus 16 Metern, der Schuss strich über den Kasten (58.). Dennoch fand sich das Team von Trainer Florian Kästner nun immer besser zurecht und gewann mehr Zweikämpfe. Pätzold reagierte mit dem ersten Wechsel: Die zuletzt angeschlagene Estrella Merino Gonzalez kam für Mädl (68.). Jena versuchte es immer wieder mit Flanken aus dem Halbfeld, doch Borggräfe war jeweils sicher zur Stelle. Nach einem Fudalla-Freistoß von der Grundlinie vergab Mickenhagen die nächste Chance auf den zweiten Treffer. Ihre Direktabnahme nach einer zu kurzen Kopfball-Abwehr landete über dem Tor (72.).

Vanessa Fudalla am Ball

Pätzold wechselte nun doppelt: Juliette Vidal und Kristin Kögel ersetzten Mickenhagen und Grant (82.). Auch in der Schlussphase waren die Leverkusenerinnen ihrem zweiten Treffer näher als Jena dem ersten. Einen weiteren Distanzschuss von Fudalla entschärfte Janning (89.). Weil die Werkself defensiv bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen ließ, reichte es zum knappen Sieg.

Ausblick: Zu Gast in Hamburg

Am kommenden Montag, 30. März, geht es für die Werkself weiter. Zum Abschluss des 22. Spieltags sind die Leverkusenerinnen ab 18 Uhr (live bei Sport1, MagentaSport und DAZN) zu Gast beim Aufsteiger Hamburger SV.

Die Highlights:

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Die Statistik:

Bayer 04: Borggräfe - Wamser, Wenger, Ostermeier, Mickenhagen (82. Vidal) - Piljic, Zdebel - Grant (82. Kögel), Fudalla - Kramer, Mädl (68. Merino Gonzalez)

FC Carl Zeiss Jena: Janning - Juckel, Sträßer, Ihlenburg, Schmid (46. Mummert) - Bonsu (81. Schenk), Julevic (46. Mühlemann), Johansson Alcaide, Reuter - Tietz (72. Lehmann), Jaron (59. Reske)

Tor: 1:0 Piljic (19.)

Gelbe Karten: Zdebel, Wenger - Schmid, Juckel, Jaron

Schiedsrichterin: Lara Wolf (Wilhelmshaven)

Zuschauer: 633 im Ulrich-Haberland-Stadion

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