
„Als kleines Kind war es richtig schön, sich einfach mit anderen zum Fußballspielen zu treffen“, schwärmte Wamser, die im Anschluss an den Talk geduldig sämtliche Foto- und Autogramm-Wünsche junger und älterer Fans erfüllte: „Ich spiele bis heute vor allem deshalb Fußball, weil es mir unfassbar viel Spaß macht – und ich glaube, so geht es fast jeder und jedem.“ Daraus leitete sie ihren Appell an alle fußballinteressierten Mädchen ab: „Nehmt eure Freundinnen mit und geht in einen Verein, das kann anfangs auch ein Jungs-Verein sein.“ Wamser hatte früher bei ihrem Heimatverein TuS Grastrup-Retzen im Kreis Lippe mehrere Jahre lang im männlichen Jugendbereich gespielt.
Rund ein Jahrzehnt später wechselte sie im Juli von Eintracht Frankfurt zu Bayer 04 – und stieg dort Anfang August nach nur anderthalb Wochen Urlaub im Anschluss an die Europameisterschaft in die Saisonvorbereitung ein. Zuvor hatte Wamser bei dem Turnier in der Schweiz mit dem deutschen Team das Halbfinale erreicht und sich dabei ins Rampenlicht gespielt.
Eine beeindruckende Leistung, die auch Völler nicht verborgen blieb: „Sie wurde dort ins Feuer hineingeworfen und hat es überragend gut gemacht“, sagte der langjährige Bayer 04-Sportdirektor und Geschäftsführer Sport voller Anerkennung: „Sie ist eine tolle Zweikämpferin und damit eine super Verstärkung für die Leverkusener Mannschaft.“ Für den Bundesliga-Saisonauftakt am 6. September vor über 45.000 Zuschauern in der Allianz Arena beim FC Bayern München wünschte er Wamser viel Erfolg und ergänzte: „Mach weiter so!“






Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf, bei der EM vor Ort, war voll des Lobes. „Als sich Kapitänin Giulia Gwinn leider verletzt hat, ist Carlotta für sie eingesprungen und hat sofort überzeugt. Sie hat sich als Stammspielerin fest etabliert und eine tolle Leistung gezeigt.“ Die Außenbahnspielerin selbst beteuerte, dass sie das Erlebte derzeit noch verarbeite. „Es ging sehr schnell, dass ich zur Nationalmannschaft eingeladen wurde, und plötzlich war da eine riesige EM mit vollen Stadien, toller Stimmung und viel mehr Spielzeit als gedacht“, sagte Wamser. „Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen.“
Anlass der Talkrunde vor dem Sportplatz des Kreisligisten aus Hürtgen aus dem Fußball-Verband Mittelrhein war der Auftakt zur zweiten Auflage der bundesweiten Vereinsaktion des DFB und seiner 21 Landesverbände. Beim DFB-Punktespiel können die fast 24.000 Vereine in Deutschland wie bereits anlässlich der Heim-Europameisterschaft der Männer im vergangenen Jahr ab sofort wieder mit jeder umgesetzten Maßnahme zur Vereinsentwicklung Punkte sammeln und so attraktive Prämien gewinnen. 2024 hatten bereits 4.650 Klubs aus dem ganzen Land am DFB-Punktespiel teilgenommen, das waren knapp 20 Prozent aller Vereine.

Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.
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Nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags äußerten sich Mark Flekken und Malik Tillman am Mikrofon von Werkself-TV...
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Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Frank Schmidt und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags re-live...

Trotz zweimaliger Führung stand für Bayer 04 am 27. Bundesliga-Spieltag 2025/26 beim 1. FC Heidenheim 1846 das dritte Liga-Remis in Folge. In einer von der Werkself souverän geführten ersten Hälfte hatten Malik Tillman (22.) und Patrik Schick (35.) zur 2:0-Pausenführung genutzt. Nach dem Seitenwechsel kam der FCH durch Patrick Mainka (56.) und Marvin Pieringer (72.) zwar zum Ausgleich, diesen beantwortete aber erneut Schick mit seinem zweiten Kopfball-Treffer des Tages (79.). Doch wieder kamen die Gastgeber durch Pieringer zurück (85.), dieses Mal brachten die Leverkusener die Kugel trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase allerdings nicht mehr im gegnerischen Tor unter.
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