
„Wir wollen das, was in unserer Hand liegt, maximal fokussiert angehen und unsere Spiele gewinnen. Damit erhöhen wir den Druck auf die Teams vor uns, alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen“, sagt Pätzold und gibt eine klare Devise vor: „Wir werden weiter mutig agieren und alles investieren, um die maximale Punktzahl aus der Saison herauszuholen. Ein weiterer Sieg wäre ein wichtiger Schritt und unterstreicht unseren Anspruch für den Endspurt.“ Vier Spieltag vor Schluss beträgt der Rückstand auf Rang drei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, fünf Punkte.
Seit dem bis dato letzten Bundesliga-Auftritt der Leverkusenerinnen, dem überzeugenden 3:1-Sieg beim Hamburger SV, ist fast ein Monat vergangen. „Die Pause kam aus unserer Sicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil wir vorher einen sehr guten Rhythmus hatten“, so Pätzold: „Durch die Länderspiel-Abstellungen und viele unterschiedliche Belastungen war die Ausgangslage etwas gemischt, aber die Mannschaft hat schnell wieder in den Fokus gefunden.“ Mit allen Nationalspielerinnen zurück an Bord beobachtete der Coach in den vergangenen Tagen überzeugende Einheiten auf dem Platz. „Von Beginn der Woche an waren eine hohe Intensität und große Aggressivität spürbar“, sagt er: „Alle Spielerinnen sind sich der Konkurrenzsituation bewusst und haben das Niveau im Training entsprechend hochgehalten.“






Den SCF, der als Tabellensiebter mit 30 Punkten jenseits von Gut und Böse angesiedelt ist, erwartet er als „eine taktisch sehr gut eingestellte Mannschaft, die immer wieder gefährliche Momente kreieren kann“. Das untermauerten die Breisgauerinnen nicht zuletzt beim 2:1-Erfolg im Hinspiel, als die Werkself eine Führung verspielt hatte. „Schon da haben sie gezeigt, dass sie auch mit wenig Ballbesitz effektiv sein können. Deshalb wird es für uns wichtig sein, eine gute Balance zwischen Offensive und Absicherung zu finden“, fordert Pätzold: „Wir haben großen Respekt, wollen aber unser Spiel durchbringen und den Gegner dominieren.“
Für ein positives Signal sorgte am Donnerstag die Vertragsverlängerung von Rechtsverteidigerin Estrella Merino Gonzalez um zwei Jahre. „Estrella ist trotz ihres jungen Alters eine absolute Stammspielerin und hat in den vergangenen zwei Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. In der U23-Nationalmannschaft ist sie zu einer Säule geworden und war bei der A-Nationalmannschaft schon auf Abruf“, sagt Pätzold: „Sie bringt genau das Profil mit, das wir für unsere Spielweise brauchen: offensiv ausgerichtet, fußballerisch stark und mit einer sehr guten Mentalität. Dass sie sich trotz anderer Angebote für uns entschieden hat, zeigt auch die gute Perspektive unseres Weges. Wir sind sehr froh, sie weiterhin bei uns zu haben.“
Für die Partie am Sonntag, für die Werkself-Fans HIER online Tickets kaufen können, sind die Einsätze von Melissa Friedrich, Valentina Mädl und Juliette Vidal (alle angeschlagen) fraglich. Derweil kehrt Charlotte Voll (nach Schultereckgelenkssprengung) zurück. Friederike Repohl (Aufbautraining nach Innenband-Teilriss), Caroline Kehrer (nach Meniskus-OP) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fallen hingegen weiterhin aus.
Das Werkself-Live zum Spieltag gibt es hier:

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