
„Wir freuen uns sehr auf das erste Heimspiel“, sagte Pätzold in einer Medienrunde am Freitag. Gleichzeitig erinnert er an das letzte Duell gegen Wolfsburg in Leverkusen (1:5), das nach zwei Platzverweisen für die Werkself einen unglücklichen Verlauf nahm. „Wir haben vor, das Spiel diesmal in Gleichzahl zu beenden und ein sehr, sehr unangenehmer Gegner zu sein. Wir haben allen Grund dazu, mit großem Selbstbewusstsein in diese Partie zu gehen und dem Gegner auf Augenhöhe zu begegnen.“
Eine wichtige Rolle soll dabei auch Rückkehrerin Carolin Simon einnehmen. Die 33-Jährige führt die Mannschaft seit dem 2:0-Auftaktsieg bei RB Leipzig am vergangenen Sonntag als Kapitänin aufs Feld – eine Aufgabe, die sie mit großer Wertschätzung verbindet. „Es ist nicht selbstverständlich, wenn man zurückkommt und dann direkt das Vertrauen bekommt, das Team als Kapitänin anzuführen. Das ist eine Riesen-Ehre“, so Simon in der Medienrunde: „Man muss nicht immer nur die Kapitänsbinde am Arm tragen. Wichtig ist vor allem, dass man mit offenen Augen und Ohren durch die Kabine geht und empathisch ist: Welchen Spielerinnen geht es gerade nicht gut? Welche Spielerin braucht vielleicht gerade mehr Zuspruch? Welche brauchen auch einfach eine Umarmung?“
Von der Qualität des eigenen Teams ist die fünfmalige Deutsche Meisterin vollends überzeugt. „Wir haben einen brutal guten Kader, wir haben eine unfassbar hohe Qualität, jetzt schon bei sehr jungen Spielerinnen, bei denen ich extremes Entwicklungspotenzial sehe“, sagte Simon. Vieles davon habe die Mannschaft bislang noch gar nicht gezeigt: „Vor allem im Training blitzt die Qualität immer wieder durch und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir die auf den Platz bringen werden.“






Mit Wolfsburg wartet dafür gleich ein echter Prüfstein. „Trotz des größeren Umbruchs ist es nach wie vor eines der Top-Teams im deutschen Frauenfußball“, sagte Pätzold. Zugleich habe der VfL beim furiosen Saisonauftakt in Nürnberg (8:2) vor der überragenden zweiten Halbzeit mit acht Treffern Schwächen gegen hohes Pressing und im Umschaltverhalten gezeigt. „Wir sehen auf jeden Fall Chancen für uns, ihnen wehtun zu können.“
Simon begrüßt derweil den herausfordernden Saisonstart mit den Duellen in Leipzig (2:0), gegen Wolfsburg, bei der TSG Hoffenheim und gegen den FC Bayern München. „Ich bin ein Freund von solchen Auftaktprogrammen. Ich finde es gut, wenn man direkt am Anfang auch auf die direkten Konkurrenten trifft. Es ist sofort ein Gradmesser und man sieht, wo man als Mannschaft steht.“ Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die Heimspiel-Premiere – und auf eine erfolgreiche Saison mit der Werkself.
Personell muss Pätzold auf Amy Wrigge (Kreuzbandriss), Caroline Kehrer und Emily Wallrabenstein (beide im Aufbautraining) sowie die angeschlagene Melissa Friedrich verzichten. Justine Brandau kehrt nach ihrer Rot-Sperre in den Kader zurück. Tickets für das erste Heimspiel der Saison im Ulrich-Haberland-Stadion gibt es HIER.
Das Werkself-Live zum Spieltag gibt es hier:

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