Jahresrückblick der Frauen: Platz sechs zum Start und Abschluss in 2022

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich für die Bayer 04-Frauen dem Ende zu: Vom Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals im März bis hin zur #Bayer04MexikoTour, einem Testspiel vor 20.000 Zuschauern und neuen Gesichtern während der Transferperiode im Sommer – für die Bayer 04-Frauen war es ein aufregendes Jahr 2022 mit vielen Highlights. Der Rückblick...
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Aus der Winterpause nach Gran Canaria

Nach einer kurzen, 13-tägigen Winterpause meldeten sich die Bayer 04-Frauen unter dem ehemaligen Chefcoach Achim Feifel am 3. Januar zurück auf dem Trainingsrasen. Die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte standen bevor, und dafür ging es nach einigen Trainingseinheiten auf heimischem Geläuf auch nach Gran Canaria ins Trainingslager. Dort konnten die Leverkusenerinnen ein erstes Testspiel gegen das spanische Team Club Deportivo Juan Grande mit 4:2 gewinnen. Ein weiterer Sieg Ende Januar (5:1) im Freundschaftsspiel gegen den damaligen Spitzenreiter der 2. Bundesliga, den SV Meppen, ließ die Leverkusenerinnen zusätzlich Selbstvertrauen für den Liga-Re-Start im Februar tanken.

Mit Remis ins neue Pflichtspieljahr

Im Februar ging es für die Feifel-Elf dann ins erste Ligaduell im neuen Jahr, gegen die SGS Essen kam Schwarz-Rot allerdings nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Am darauffolgenden Spieltag mussten die Bayer 04-Frauen eine 2:4-Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam hinnehmen.

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Ein erstes Erfolgserlebnis im neuen Jahr konnte die Feifel-Elf dann Anfang März feiern – und was für eins: Im Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen gelang den Leverkusenerinnen gegen Essen in der Nachspielzeit der 2:1-Siegtreffer. Der Jubel kannte im Anschluss keine Grenzen mehr. Erst zum dritten Mal in der Bayer 04-Klubgeschichte konnte die Frauenmannschaft den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale perfekt machen.

Gebeutelt von vielen Verletzungen

In den folgenden Wochen taten sich die Bayer 04-Frauen allerdings zunehmend schwer, einen ersten Ligaerfolg einzufahren. Grund dafür war unter anderem auch die Vielzahl an Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen. Gegen den SV Werder Bremen kamen die Leverkusenerinnen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, beim damaligen Tabellenvorletzten SC Sand unterlag die Feifel-Elf sogar mit 1:2. Fünf Niederlagen und ein 1:1-Remis gegen den 1. FC Köln gab es für Schwarz-Rot im Anschluss, ohne einen Liga-Sieg in 2022 beendeten die Bayer 04-Frauen damit die Saison 2021/22 auf Rang sieben. Im Halbfinale des DFB-Pokals der Frauen schieden die Leverkusenerinnen knapp im Elfmeterschießen gegen Potsdam aus.

Frischer Wind im Kader und auf der Bank

Auf die missliche Personalsituation reagierte der Werksklub früh: Bereits im April verkündete Bayer 04 erste Transfers für die neue Spielzeit. So wechselte Selina Ostermeier von der SGS Essen unters Bayer-Kreuz, zudem kam Alexandra Emmerling vom SV Meppen nach Leverkusen. Mit Juliane Wirtz wurde derweil bis 2024 verlängert. Im Sommer kamen dann weitere Zugänge zum Werksklub: Die 17-jährige Torhüterin Anne Moll etwa, neben Ostermeier fanden zudem auch Elisa Senß im Mai und Jill Bayings im Juli den Weg aus Essen nach Leverkusen. Außerdem wurden die deutsch-brasilianische Stürmerin Ivana Ferreira Fuso von Manchester United für ein Jahr ausgeliehen und die Verträge von Melissa Friedrich und Lara Marti verlängert. Letztere weilte im Sommer mit der Schweiz bei der Frauen-Europameisterschaft.

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Der Juli hielt dann noch einen weiteren wichtigen Transfer bereit: Da Achim Feifel, der seit 2019 als Cheftrainer der Bundesliga-Frauen fungierte, auf die Position des Sportlichen Leiters rückte, verpflichtete der Werksklub zur neuen Saison den Niederländer Robert de Pauw für den Posten an der Seitenlinie – und damit einen Meistertrainer. Denn der 41-Jährige holte in der vergangenen Saison mit dem FC Twente Enschede den Meistertitel der Pure Energie Eredivisie Vrouwen, der höchsten niederländischen Spielklasse. Zuvor war der 40-jährige ehemalige Sozialarbeiter unter anderem als Cheftrainer der niederländischen U17-Juniorinnen, als Co-Trainer der weiblichen U23- und U16-Nationalteams sowie der Achilles '29 Frauen (Eredivisie) sowie als Akademie- und Nachwuchstrainer der NEC Nijmegen tätig.

#Bayer04MexikoTour und Trainingslager in Kaiserau

Personell neu aufgestellt starteten die Bayer 04-Frauen in ihre Vorbereitung auf die Spielzeit 2022/23. Dafür stand wie üblich ein intensives Trainingsprogramm inklusive Testspiele auf dem Programm. Highlight war dabei die #Bayer04MexikoTour anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum von Bayer Mexiko. Bereits im Mai ging es für die Werkself nach Mexiko-City, im Juli machte sich dann der Frauen-Tross auf in die lateinamerikanische Mega-Metropole. 

Vor Ort standen zahlreiche Aktivitäten, wie etwa die Ballonfahrt über den Pyramiden der voraztekischen Ruinenstadt Teotihuacán oder der Besuch der Bayer-Produktionsstätte in Lerma an. Sportliches Highlight war das Testspiel gegen den Club América Femenil (0:1), das vor 20.000 Zuschauern im legendären Aztekenstadion ausgetragen wurde.

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Nach einem weiteren Testduell gegen die PSV Eindhoven (1:0) im August ging es anschließend ins Trainingslager im SportCentrum Kaiserau in Kamen, wo die Leverkusenerinnen auch ein Freundschaftsspiel gegen de Pauws Ex-Klub Twente Enschede absolvierten (0:1). Mit weiteren Testpartien gegen die TSG Hoffenheim (2:4) und den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle (4:0) beendeten die Bayer 04-Frauen ihre Saisonvorbereitung.

Pokalsieg gibt Selbstvertrauen für Ligastart

Die Saison 2022/23 stand im September in den Startlöchern und begann für die de-Pauw-Elf mit dem Pokalduell gegen den TSV Jahn Calden. Mit 4:1 gewannen die Leverkusenerinnen die Partie und zogen damit ins Achtelfinale ein. Zum Start der FLYERALARM Frauen-Bundesliga 2022/23 gelangen den Bayer 04-Frauen unter Neu-Kapitänin Elisa Senß zwei Siege: Mit 1:0 setzten sich die Leverkusenerinnen zunächst im Auftaktspiel gegen den MSV Duisburg durch. Danach folgte das Prestigeduell gegen den 1. FC Köln, das die de Pauw-Elf ebenfalls mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

Meilenstein: Neue Dimensionen für TV-Rechte

Abseits des sportlichen Geschehens gab es ebenso Positives zu vermelden: Mit der Vergabe der Medienrechte für die FFBL-Spielzeiten 2023/24 bis 2026/27 konnte ein wegweisender Schritt für den Frauenfußball gemacht werden. Die Livespiele werden künftig bei MagentaSport, DAZN, ARD/ZDF und SPORT1 zu sehen sein. „Wirtschaftlich stößt die Liga in neue Dimensionen vor“, hieß es im Oktober in einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

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Zwischen Kantersiegen und Niederlagenserien

In den folgenden Wochen ging es in der Liga ergebnistechnisch hin und her: So mussten sich die Leverkusenerinnen dem Ligaprimus VfL Wolfsburg mit 1:6 geschlagen geben. Gegen den SV Meppen und den SC Freiburg unterlag Schwarz-Rot ebenfalls. Coach de Pauw betonte in diesen Wochen mehrfach die fehlende Torausbeute trotz zahlreicher Abschlussmöglichkeiten. Der Befreiungsschlag schien der 6:0-Kantersieg gegen die SGS Essen zu werden. Da die Leverkusenerinnen im November allerdings in der Liga sowie im DFB-Pokal-Achtelfinale den Hoffenheimerinnen und anschließend Eintracht Frankfurt unterlagen, verpuffte das Momentum.

Bayer 04-Frauen überwintern auf Rang sechs

Im vorletzten Pflichtspiel des Jahres gelang den Bayer 04-Frauen jedoch noch einmal ein Dreier: Gegen das im Tableau letztplatzierte und noch immer sieglose Turbine Potsdam setzte sich die de Pauw-Elf mit 3:0  durch. Eine Woche später folgte im letzten Ligaduell in 2022 eine 0:2-Niederlage gegen das Topteam des FC Bayern München. Die Leverkusenerinnen beendeten damit ihr Jahr auf dem gleichen Platz, auf dem sie es begonnen haben: Als Sechstplatzierte werden sich die Bayer 04-Frauen daher auch im kommenden Jahr aus der Winterpause zurückmelden.

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