
Seit vier Jahren hat der VfL Wolfsburg alle nationalen Titel im deutschen Frauenfußball abgeräumt – „es ist eine außergewöhnliche Mannschaft, das ist europaweit bekannt“, so Bayer 04-Cheftrainer Achim Feifel vor der Partie. „Gegen solch einen Gegner braucht es noch viel mehr als sonst – eine brutale Mannschaftsleistung und Spieleinnen, die an diesem Tag über sich hinauswachsen“, weiß der Fußballlehrer.
In der vergangenen Saison hatte der Champions-League-Finalist die FLYERALARM Frauen-Bundesliga wie auch in den Jahren zuvor klar dominiert, gab lediglich durch zwei Unentschieden vier Punkte aus der Hand. Und auch in dieser Saison machen die Wölfinnen weiter wie bisher: Gegen Essen gab’s zum Auftakt einen 3:0-Sieg; es folgten ein 4:1 in Hoffenheim und ein 2:0 beim Aufsteiger Meppen. Im Sommer verlor der VfL in Deutschlands Fußballerin des Jahres Pernille Harder zwar eine überragende Offensivkraft, holte sich in der dreimaligen Champions-League-Siegerin (mit Lyon) Shanice van de Sanden vom FC Chelsea allerdings vielversprechenden Ersatz.
„Wir wissen, was da an gegnerischer Qualität auf uns zukommt. Wichtig ist, dass wir unheimlich aggressiv verteidigen, sehr entschlossen nach Ballgewinn agieren, unheimlich zielstrebig umschalten und unsere Möglichkeiten, die wir bekommen, effektiv nutzen “, so Feifel, der weiterhin mit personellen Ausfällen zu kämpfen hat.
Nina Brüggemann (Muskelfaserriss) ist weiterhin keine Option, genau wie Sylwia Matysik, die sich eine Verletzung in der Wade zugezogen hat. Jessica Wich konnte aufgrund von Rückenproblemen unter der Woche nicht mit der Mannschaft trainieren – ihr Einsatz, genau wie der von Henrietta Csiszár (muskuläre Probleme), ist fraglich. Zurück ins Teamtraining gekehrt ist dagegen Ann-Kathrin Vinken nach überstandener Hüftprellung.
Zum Start der Englischen Woche wird Feifel im Hinblick auf die Partien gegen Frankfurt und Bremen allerdings niemanden schonen: „Auf die Englische Woche können wir keine Rücksicht nehmen. Wir wollen gegen Wolfsburg bestehen, dafür müssen wir alles rausholen. Wir werden in allen drei Spielen die jeweils fitteste Elf auf den Platz stellen.“
Bayer 04 hatte am Leitungszentrum Kurtekotten ursprünglich mit 96 Zuschauern gerechnet. Aufgrund des gestiegenen Sieben-Tage-Inzidenzwertes, der in und um Leverkusen kurzfristig stark angestiegen ist und am Freitagmorgen, 2. Oktober, über 35 lag, sind bei der Partie keine Zuschauer zugelassen.

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