
Dass der 14. Saisonsieg den bisherigen Klub-Rekord in der Google Pixel Frauen-Bundesliga toppen würde, ist für Pätzold daher ebenso zweitrangig wie die mögliche Zahl von 43 Punkten, die sein Team in der Rekord-Spielzeit 2024/25 am Ende auf dem Konto hatte. „Das sind natürlich schöne Randaspekte. Man muss aber auch sagen, dass die Liga-Konstellation eine andere ist“, sagt er mit Blick auf die Aufstockung der Liga, gleichbedeutend mit vier Spielen mehr im Vergleich zur Vorsaison: „Solche Bestmarken können für die Zukunft eine gewisse Aussagekraft haben, aber unser Fokus liegt darauf, weiter Punkte zu sammeln und in der Tabelle nach oben zu kommen. Wenn uns das gelingt, ergeben sich solche Rekorde automatisch. Für die Spielerinnen hat das aktuell keinen großen Stellenwert.“
Präsenter als die möglichen Rekorde dürfte für die Werkself die ebenso unglückliche wie überraschende 0:1-Niederlage im Hinspiel sein. „Das Spiel ist schon noch im Kopf, auch wenn seitdem einige Zeit vergangen ist. Das kann ein kleiner zusätzlicher Motivator sein“, glaubt Pätzold: „Aber für uns steht klar im Vordergrund, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen wollen. Wir sind weiterhin in der Pflicht, weil die Teams vor uns ebenfalls punkten.“






Für die SGS geht es derweil um das Überleben in Liga eins. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt drei Spieltage vor Schluss drei Punkte, hinzu kommt das im Vergleich zum Aufsteiger Hamburger SV schlechtere Torverhältnis. „Unabhängig vom Hinspiel wird es eine große Herausforderung, weil Essen im Abstiegskampf jeden Punkt braucht“, so der Coach: „Wir erwarten ein sehr intensives, zweikampfbetontes Spiel, in dem uns alles abverlangt wird. Deshalb wollen und müssen wir weiterhin so offensivstark und effektiv sein wie zuletzt.“
Die Leverkusenerinnen rangieren derweil fünf Punkte hinter dem Tabellendritten Eintracht Frankfurt. Die Hessinnen spielen erst am Montagabend gegen den 1. FC Nürnberg. „Wir wollen und müssen unser Spiel gewinnen, um Plätze gutmachen zu können“, sagt Pätzold: „In der Endphase der Saison ist vieles schwer zu prognostizieren. Natürlich kann ein Sieg auch Einfluss auf die Konkurrenz haben, aber entscheidend ist, dass wir unsere Leistung bringen.“
Unabhängig vom Tabellenplatz ihres Teams hat Vanessa Fudalla am Saisonende beste Chancen auf die Torjägerinnen-Kanone. Mit 14 Treffern liegt die 24-Jährige derzeit ein Tor hinter Selina Cerci (TSG Hoffenheim) und Pernille Harder (FC Bayern München) – auch, weil sie beim 4:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg beim Stand von 2:0 einen Elfmeter ihrer bis dato noch torlosen Teamkollegin Cornelia Kramer überließ. Pätzold glaubt an positives Karma für seine Torjägerin. „Wir unterstützen sie am besten, indem wir als Team weiter auf einem hohen Niveau performen und viele Offensivaktionen kreieren. Dann bekommt sie automatisch ihre Chancen, Tore zu erzielen“, sagt der 46-Jährige: „Sie spielt schon jetzt eine herausragende Saison. Es wäre natürlich schön, wenn sie sich am Ende trotz der starken Konkurrenz durchsetzt. Dafür müssen wir weiterhin mutig und zielstrebig nach vorne spielen. Das hilft sowohl dem Team als auch den einzelnen Spielerinnen.“
Die zuletzt leicht angeschlagene Juliette Vidal könnte in den Kader zurückkehren, Kapitänin Friederike Repohl ist nach ihrem Innenband-Teilriss zurück im Mannschaftstraining. Caroline Kehrer (nach Meniskus-OP) und Amy Wrigge (Kreuzbandriss) fallen weiterhin aus. Wer die Werkself im Stadion an der Hafenstraße unterstützen möchte, kann HIER im Online-Shop der SGS oder an der Tageskasse Tickets erwerben.

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