
Unmittelbar vor dem Anstoß der Partie wurden Jessica Wich, Ann-Kathrin Vinken und Joyce Prabel verabschiedet. Erstere beide haben sich dazu entschieden, ihre aktiven Karrieren nach der aktuellen Saison zu beenden. Wo es dagegen für Joyce Prabel in der kommenden Spielzeit weitergeht, ist noch nicht bekannt.
Acht Jahre mit dem Kreuz auf der Brust, 16 Jahre Profi-Fußball – mit 31 Jahren beendet Jessica Wich ihre aktive Karriere. Hinter der erfahrenen Mittelfeldakteurin liegen glorreiche Zeiten: Mit 16 Jahren begann sie ihre Karriere beim Zweitligisten SC Regensburg, nach einer Saison gelang ihr der Sprung zum Bundesliga-Klub 1. FFC Turbine Potsdam. Drei Deutsche Meisterschaften, den Gewinn der Women’s Champions League sowie das Erreichen des Halbfinals mit der deutschen U19 bei der EM 2008 und den Weltmeistertitel 2010 später schloss sie sich dem Hamburger SV an, ehe sie mit dem 1. FFC Frankfurt (jetzt Eintracht Frankfurt) noch einmal oben in der Bundesliga-Tabelle anklopfte und den DFB-Pokal-Sieg 2014 mitnahm. Zur Saison 2014/15 ging sie den Schritt unsers Bayer-Kreuz und läuft seither im schwarz-roten Trikot auf, erlebte einen Ab- und Wiederaufstieg sowie im vergangenen Sommer mit Platz fünf die beste Platzierung der Werkself-Frauen in der Geschichte.
„Rückblickend würde ich sagen, ich würde den Weg genauso wieder gehen. Ich hatte einige Stationen, jede für sich habe ich genossen. Es war zu jedem Zeitpunkt immer das richtige für mich“, blickt die ehemalige Bayer 04-Kapitänin zurück. „Ich habe nun einige Jahre Bundesliga in den Knochen, das geht nicht spurlos an einem vorbei. Aber ich bin dankbar für das, was ich erleben durfte. Die Wehmut kommt vermutlich dann, wenn es wirklich vorbei ist.“
Auch Ann-Kathrin Vinken wird ihre Fußballschuhe nach der Saison an den Nagel hängen. „Bisher war alles in meinem Leben auf den Leistungssport ausgerichtet, jetzt möchte ich meine Prioritäten verschieben. Mit meinem Studium an der Sporthochschule Köln lebe ich einen anderen Traum, dem ich in Zukunft mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen möchte“, erklärt die 22-Jährige, die den Fokus vorerst voll auf ihren Uni-Abschluss legen wird. „Rückblickend hat mich die Zeit hier unheimlich geprägt und ich werde diesen Abschnitt niemals vergessen. Ich bin dankbar für all die Erfahrungen, die ich sowohl auf als auch neben dem Platz sammeln durfte und habe wunderbare Menschen kennengelernt, die mir hoffentlich auch über den Fußball hinaus erhalten bleiben. Danke!“
Vinken wechselte zur Saison 2018/19 zu Bayer 04 und bestritt seither 57 Pflichtspiele für die Werkself-Frauen.
Verabschiedet wird auch Youngster-Torhüterin Joyce Prabel. Der 18-Jährigen gelang im Sommer 2020 der Sprung aus der eigenen U17-Jugend in die erste Mannschaft. Nach acht Saisons in Schwarz-Rot endet für sie nach dieser Spielzeit die Zeit bei Bayer 04. Wo es für das Nachwuchs-Talent weitergeht, ist noch nicht bekannt.
„Jess hat eine großartige Karriere hingelegt und sehr viel für das Team geleistet – sportlich wie menschlich. Nach den verletzungsbedingten Rückschlägen in den vergangenen Jahren können wir nachvollziehen, dass sich der Körper irgendwann meldet und die Zeit gekommen ist, die aktive Karriere zu beenden. Wir sind ihr unglaublich dankbar und sie wird immer bei uns willkommen sein“, sagt Managerin Linda Schöttler. „Auch Annis Entscheidung akzeptieren wir – wenn auch wehmütig. Wir wünschen ihr für die Endphase ihres Studiums viel Erfolg, ebenso wie für Joyce für ihre nächste Herausforderung. Ihr ist es gelungen, sich im Training mit viel Leidenschaft optimal weiterzuentwickeln und ihre Fähigkeiten auszubauen. Ein großes Dankeschön an alle drei und die besten Wünsche für die Zukunft.“

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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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Wichtiger Erfolg: Die U17 von Bayer 04 hat am 8. Spieltag der Vorrunde der DFB-Nachwuchsliga gegen den FC Viktoria Köln 3:0 (2:0) gewonnen. In der ersten Hälfte trafen Valon Bedzeti (22.) und Louis Lomboy (28.) für Schwarz-Rot, Bedzeti entschied die Partie nach dem Seitenwechsel (69.) für die über die gesamte Dauer konzentriert verteidigenden Leverkusener.
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1996 konnte Bayer 04 mit Peter Hermann den Abstieg gerade noch so abwenden. Was folgte, war ein Trainerwechsel, der für Hermann zur Geduldsprobe werden sollte. Bis er unter Berti Vogts und Klaus Toppmöller mit dem Klub zu neuen Höhenflügen ansetzte: das Vize-Triple und das Finale der UEFA Champions League. Doch es sollte turbulent bleiben, denn nach der Übersaison folgte der erneute Fast-Absturz – und für den stets Bayer 04-loyalen Peter Hermann deutete sich der erste Klub-Wechsel an. Folge 3 beleuchtet Hermanns Jahre zwischen den Trainern Christoph Daum, Berti Vogts und Klaus Toppmöller.
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