Es war eine stürmische Partie – und das lag nicht nur am Wetter! Bereits Sekunden nach Anpfiff setzten die Gäste im Sechzehner ein erstes Ausrufezeichen, Henrike Sahlmann war gerade noch rechtzeitig zur Stelle, um zu klären. In der ersten Viertelstunde hielt die TSG den Druck aufrecht. Einen Abschluss aus kürzester Distanz konnte Keeperin Anna Klink reflexartig parieren (8.), drei Zeitumdrehungen später verhinderte Saskia Meier nach einem Freistoß der Hoffenheimerinnen den Rückstand. Nach der ersten Drangphase ließ die TSG die Leverkusenerinnen kommen, doch fehlte es denen in der Offensive an Kreativität – Angriffe wurden rechtzeitig abgeblockt oder gingen zu harmlos Richtung Kasten.
In der 29. Spielminute schlug Hoffenheim dann zu: Nach einer Ecke durch Nicole Billa bekam Klink die Kugel nicht richtig zu fassen. Der Ball landete vor den Füßen von Fabienne Dongus, die Bayer 04 in den 0:1-Rückstand brachte. Henrietta Csiszár suchte kurz darauf nach der Antwort, doch die ungarische Nationalspielerin ging im Strafraum im Laufduell zu Fall – der Pfiff blieb aus, eine strittige Entscheidung. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs musste Klink ein weiteres Mal hinter sich greifen: Nach Ecke für Bayer 04 schlug TSG-Keeperin Martina Tufekovic den Ball weit nach vorne. Ana Cristina Oliveira Leite verschätzte sich bei der heranstürmenden Tabea Waßmuth, welche nur noch an Klink vorbeiziehen und den Ball ins Tor schieben musste – 0:2 (39.).
Wie bereits in den Schlussminuten von Hälfte eins blieben die Werkself-Frauen auch im zweiten Durchgang dran – allerdings ohne Csiszar, die in der 39. Minute nach einem Pferdekuss ausgewechselt werden musste, dafür nun mit Lena Uebach. Dafür gab's kurz nach Wiederanpfiff die Belohnung! Merle Barth spielte einen langen Pass auf Ivana Rudelic. Die nutzte den Überraschungsmoment, zog durch und erzielte souverän den Anschlusstreffer (46.). Lange währte der Hoffnungsschimmer allerdings nicht, denn keine zwei Minuten später erhöhte Billa per Abstauber auf 3:1 für Hoffenheim, nachdem es Klink erneut nicht gelang, den Ball festzuhalten bzw. wegzufausten. Die Gäste drehten nochmals auf und pressten die Schwarz-Roten tief in die eigene Hälfte. Die Bayer 04-Defensive wies immer wieder große Lücken auf. In der 56. Spielminute konnte Klink einen weiteren Gegentreffer noch verhindern, doch kurz darauf holte Hoffenheim zum Doppelschlag aus – Waßmuth und Maximiliane Rall schraubten das Ergebnis auf 4:1 (59.) und 5:1 (60.).
Die Hagedorn-Elf sammelte sich daraufhin im Kreis zusammen – Zeit für eine kurze Besprechung. Zudem musste Meier in der 62. Minute den Platz verlassen, Melissa Friedrich ersetzte sie in der Abwehr. Eine wirkliche Lösung hatte das Team jedoch nicht gefunden, denn die TSG machte weiter wie bisher. Nach einer Ecke hatte Hoffeheimerin Rall viel Platz – ihr Abschluss rutschte durch zwei Reihen ins Tor – 1:6 (70.). Die Bayer 04-Frauen fanden immer seltener den Weg in die gegnerische Hälfte, konzentrierten sich ausschließlich aufs Verteidigen. Kurz vor Schluss kamen die Gäste mit einem weiteren schnellen Angriff über die linke Seite durch – Waßmuth in der Mitte hielt den Fuß rein – 1:7 (84.). Bei diesem Zwischenstand blieb es auch, denn als der Ball kurz darauf erneut im Netz zappelte, ging die Fahne hoch.
„Nach dem 1:3 sind wir vom Kopf her eingebrochen, da war der Glaube an einen Ausgleich leider nicht mehr da. Wir haben uns heute zu viele individuelle Fehler geleistet, die wir auch in den letzten Spielen immer mal wieder drin hatten. So ein Spiel kann man verlieren, aber es muss nicht mit 1:7 enden. Es kann nicht sein, dass wir uns so viele Gegentore fangen“, so Bayer 04-Trainerin Verena Hagedorn. „Wir müssen das Spiel jetzt abhaken – das nächste Liga-Spiel gegen den SC Sand ist wahnsinnig wichtig für uns. Der Fokus liegt jetzt natürlich voll auf der Liga, da müssen wir nach vorne gucken.“
Am kommenden Sonntag, 17. März, geht es für die Bayer 04-Frauen schon weiter. Direkt im Anschluss an die Partie der Werkself gegen Werder Bremen empfängt die Hagedorn-Elf den SC Sand im Ulrich-Haberland-Stadion. Anstoß ist um 16 Uhr.
Die Statistik:
Bayer 04: Klink – Oliveira Leite, Meier (61. Friedrich), Wirtz, Ringsing – Rackow, Sahlmann, Csiszar (39. Uebach) – Gier (71. Reger), Rudelic, Mayr
TSG Hoffenheim: Tufekovic – Rall (80. Zeller), Specht, Bühler, Wienroither (52. Fühner) – Lattwein, Harsch (71. Hartig), Waßmuth, Pankratz – Dongus, Billa
Tore: 0:1 Dongus (30.), 0:2 Waßmuth (39.), 1:2 Rudelic (46.), 1:3 Billa (47.), 1:4 Waßmuth (59.), 1:5 Rall (60.), 1:6 Rall (70.), 1:7 Waßmuth (84.)
Gelbe Karten: Rudelic / Wienroither
Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau)
Zuschauer: 147


Das Europapokal-Trikot ist gelauncht, die UEL-Gegner ausgelost – und die Vorfreude auf die internationale Saison groß! Anlässlich dessen fand am Freitagnachmittag, 28. August, in der Fanwelt eine Autogrammstunde mit dem aktuellen Werkself-Profi Montrell Culbreath und der offiziellen Klub-Legende Paulo Sergio statt.
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Den Schwung aus vier Siegen in den ersten vier Liga-Partien will die U19 von Bayer 04 mit in die 2. Runde des DFB-Pokals der Junioren nehmen – in dieser wartet der FC Carl Zeiss Jena. Die U17 hat es derweil nach zwei Remis zum Saisonstart gegen Borussia Mönchengladbach auf den ersten Sieg abgesehen. Hochkarätige Turniere warten auf einen aus U19- und U17-Spielern bestehenden U18-Kader im spanischen Cordoba sowie auf die U13 im niederländischen Zutphen – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach sechseinhalb Jahren verlässt Exequiel Palacios die Bundesliga und wechselt von Bayer 04 in die Premier League. Der Argentinier, der als Werkself-Profi vor vier Jahren mit seiner Nationalmannschaft Weltmeister und beim Turnier in diesem Sommer Vizeweltmeister geworden war, spielt ab sofort für den englischen Aufsteiger Ipswich Town. Der 27-Jährige, dessen Vertrag in Leverkusen bis zum 30. Juni 2030 Gültigkeit hatte, kam im Januar 2020 als junges Talent zu Bayer 04. Dort entwickelte er sich kontinuierlich zu einem der besten defensiven Mittelfeldspieler in der deutschen Eliteklasse.
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Als Exequiel Palacios am 1. Januar 2020 vom argentinischen Klub River Plate unters Bayer-Kreuz gewechselt war, konnte der damals 21-Jährige nicht ahnen, wie erfolgreich auch die nächsten sechseinhalb Jahre für ihn werden würden. Pala, so sein Rufname, hatte mit River bereits die Copa Libertadores gewonnen, den wichtigsten Wettbewerb im südamerikanischen Klubfußball. Aber es sollten noch so viele weitere Titel folgen.
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