
„Das war ein richtig guter letzter Test und in verschiedener Hinsicht unser bestes Spiel der Vorbereitung. Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet und waren ziemlich effizient, obwohl wir auch einiges liegen gelassen haben. Insgesamt konnten wir fast die komplette Bandbreite an Offensivaktionen abspielen: Gefahr über die Flügel, durchs Zentrum, nach Kontern und nach Standards“, sagte Pätzold: „Natürlich wird die Gegenwehr am kommenden Wochenende deutlich größer sein. Aber wir sind physisch gut gewappnet und konnten in allen Spielphasen unter Wettkampfbedingungen das anwenden, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Durch die neuen Spielerinnen gab es in der letzten halben Stunde nochmal frischen Schwung. Alle haben gezeigt, dass wir auf sie zählen können, egal in welcher Rolle und mit wie viel Spielzeit. Das gibt uns ein gutes Gefühl für den Saisonstart.“
Estrella Merino Gonzalez und Loreen Bender (beide angeschlagen), Selina Ostermeier und Amy Wrigge (beide Muskelverletzungen), Caroline Kehrer (Aufbautraining nach Meniskusriss) sowie die langzeitverletzte Shen Menglu (Kreuzbandriss) fehlten wie schon beim 2:3 gegen den VfL Wolfsburg acht Tage zuvor während des Trainingslager. Auch die beiden Torhüterinnen Anne Moll und Louisa Remien standen nicht im Aufgebot.
Kaum hatten die rund 100 Zuschauer am Leistungszentrum Kurtekotten Platz genommen, da stand es auch schon 3:0 für die Gastgeberinnen, die einen außergewöhnlichen Traumstart hinlegten: Zunächst scheiterte Ruby Grant nach einer schönen Kombination an Lüttichs Torhüterin Lot Hemminga, den Abpraller verwandelte Kramer zur Führung (4.). Nur eine Minute später ging es erneut über links und zwei im Sommer verpflichtete Spielerinnen sorgten für das 2:0: Fudalla bediente Wamser mit einer scharfen Flanke von links und die deutsche Nationalspielerin schob aus kurzer Distanz mühelos per Direktabnahme ein - ihr erster Treffer für die Werkself. Doch damit noch nicht genug: Wiederum nur eine Minute später bediente Kristin Kögel mit einem Steilpass Kramer, die an Hemminga scheiterte. Diesmal landete der Abpraller bei Fudalla, die auf 3:0 erhöhte. Keine drei Minuten später verpasste Kramer gar den vierten Treffer innerhalb der ersten zehn Minuten.
Auch danach spielte weiter nur die Werkself. Die in Rot gekleideten Gäste fanden kaum einmal einen Weg aus der eigenen Hälfte heraus. Der nächste Treffer für das Heim-Team fiel nach einer Ecke. Fudallas Ecke landete auf dem Kopf von Turanyi, die der Standard-Keeperin keine Chance ließ (18.). Die Belgierinnen erspielten sich allenfalls Halbchancen, die Bayer 04-Frauen hingegen legten nach. Fudalla erzielte aus kurzer Distanz den fünften Treffer, zugleich ihr fünfter der Vorbereitung (34.). Drei Minuten später verwehrte ein Block der Gäste in höchster Not Kramer das nächste Tor. Den Schlusspunkt im turbulenten ersten Durchgang setzte Wamser, die nach einem weiten Schlag erneut per Direktabnahme zum 6:0 traf (45.).






Nach dem Wiederanpfiff machte die Pätzold-Elf dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte. Fudalla wurde in letzter Sekunde gestört und verpasste so ihren dritten Treffer (48.). Stattdessen gelang wenig später den Gästen der erste Treffer. Nach einem Konter über rechts schlenzte Amber Barrett den Ball vorbei an der chancenlosen Friederike Repohl ins Netz (51.). Danach traute sich Lüttich offensiv mehr zu, weitere Großchancen sprangen dabei allerdings nicht heraus.
Eine halbe Stunde vor dem Abpfiff wechselte Pätzold fünfmal. Melissa Friedrich, Juliette Vidal, Valentina Mädl, Vanessa Haim und Ida Daedelow, die zwei Tage zuvor ihren 18. Geburtstag gefeiert hatte, kamen aufs Feld. Nach einer kurzen Verschnaufpause schalteten die Bayer 04-Frauen in den Schlussminuten nochmal einen Gang höher. Nach Wamsers Flanke verpasste Mädl ihr Joker-Tor (81.), das gleiche Schicksal ereilte wenige Sekunden später Haim aus kurzer Distanz. Besser machte es kurz darauf Bartz: Vidal fing einen Angriffsversuch der Lütticherinnen ab und fand auf Linksaußen Haim, die mit ihrer Hereingabe in die Mitte die noch im ersten Durchgang eingewechselte Bartz fand. Die Offensivspielerin schob zum 7:1 ein (86.) - gleichzeitig der Endstand.
Mit dem insgesamt siebten Testspiel endet die mehr als zweimonatige Vorbereitung der Bayer 04-Frauen. Die neue Saison der Google Pixel Frauen-Bundesliga beginnt in einer Woche am Samstag, 6. September (17.45 Uhr, live in der ARD, bei MagentaSport und DAZN), mit dem offiziellen Eröffnungsspiel beim Deutschen Meister FC Bayern München in der Allianz Arena. Bislang sind bereits über 45.000 Tickets verkauft - damit wird ein Bundesliga-Rekord erreicht.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Wamser, Wenger, Turanyi (63. Friedrich), Mickenhagen (63. Vidal) - Zdebel (63. Daedelow), Piljic (46. Grant) - Grant (24. Bartz), Kögel - Kramer (63. Mädl), Fudalla (63. Haim)
Startelf Standard Lüttich: Hemmiga - Binate, Traore, Blave, Barett, O'riordan, Piqué, Colvill, Vanbellingen, Tchidjo Bomie, Godfroid
Tore: 1:0 Kramer (4.), 2:0 Wamser (5.), 3:0 Fudalla (6.), 4:0 Turanyi (18.), 5:0 Fudalla (34.), 6:0 Wamser (45.), 6:1 Barrett (51.), 7:1 Bartz (86.)
Schiedsrichterin: Antonia Bexen (Köln)
Zuschauer: 100 am Leistungszentrum Kurtekotten

Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.
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Trotz zweimaliger Führung stand für Bayer 04 am 27. Bundesliga-Spieltag 2025/26 beim 1. FC Heidenheim 1846 das dritte Liga-Remis in Folge. In einer von der Werkself souverän geführten ersten Hälfte hatten Malik Tillman (22.) und Patrik Schick (35.) zur 2:0-Pausenführung genutzt. Nach dem Seitenwechsel kam der FCH durch Patrick Mainka (56.) und Marvin Pieringer (72.) zwar zum Ausgleich, diesen beantwortete aber erneut Schick mit seinem zweiten Kopfball-Treffer des Tages (79.). Doch wieder kamen die Gastgeber durch Pieringer zurück (85.), dieses Mal brachten die Leverkusener die Kugel trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase allerdings nicht mehr im gegnerischen Tor unter.
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