
Die Führung für die Delegation aus Leverkusen erstreckte sich über rund zwei Stunden. Dabei besichtigte die Gruppe einen Teil der ehemaligen Lagerbaracken, in denen sich heute Ausstellungsräume der Gedenkstätte befinden. Dort waren während des zweiten Weltkriegs mehr als 1,1 Millionen Menschen, die meisten von ihnen Juden, ermordet worden.
„Wir haben den Spielerinnen diesen Besuch natürlich freigestellt. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass sich die gesamte Mannschaft entschieden hat, diesen Ort anzuschauen und sich so aktiv gegen das Vergessen einsetzt“, sagte Linda Schöttler, Managerin Frauenfußball bei Bayer 04: „Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass gerade junge Menschen diese Themen kennen.“




In stiller Erinnerung gedachten die Spielerinnen und Trainer der Opfer des Holocausts. „Ich finde es sehr gut und wichtig, dass wir hier zu Besuch waren, auch wenn das Erlebnis für alle sehr intensiv war“, beschrieb Trainer Roberto Pätzold seine Eindrücke: „Was man hier sieht, hinterlässt einen sprachlos.“
„Es ist ein sehr interessanter, zugleich bedrückender und erschreckender Besuch gewesen“, sagte Torhüterin Friederike Repohl: „Wenn man darüber nachdenkt, was hier passiert ist und wie viele Menschen hier ihr Leben verloren haben, ist das nur schwer vorstellbar. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Teil der Geschichte, den wir nicht vergessen dürfen. Es ist richtig und wichtig, all das, was man sonst nur aus dem Geschichtsunterricht kennt, jetzt auch in der Realität gesehen zu haben.“

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