Zurück zur Übersicht
30.08.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher: „Wollen es nächste Woche viel, viel besser machen“

Bei der 2:3-Niederlage gegen Bundesliga-Aufsteiger SV 07 Elversberg fand die Werkself erst in der Schlussphase den Weg ins Tor und hätte mit ein wenig Fortune noch den Ausgleich erzielen können. „Heute war unser Spiel besonders in den Basics nicht gut genug“, bilanzierte Cheftrainer Carles Martínez. Wie er will aber auch Ibrahim Maza aus der Partie lernen und nach vorne blicken: „Nächste Woche soll man von der ersten Minute an sehen, dass wir es mehr wollen als der Gegner.“ Der Werkself Nachdreher zur Bundesliga-Premiere 2026/27.
Edmond Tapsoba und Christian Kofane vor der Kurve

Zusammenfassung: Comeback knapp verpasst

Beim Liga-Neuling musste die Werkself früh einen Doppelschlag hinnehmen – Lukas Petkov (8.) und Cole Campbell (10.) brachten die Gastgeber 2:0 in Führung. Schwarz-Rot fand nach rund 20 Minuten besser ins Spiel und hätte vor dem Pausenpfiff durchaus noch den Anschluss erzielen können, doch sowohl beim Kopfball von Loïc Badé (21.) als auch beim Freistoß von Aleix Garcia (38.) fehlten wenige Zentimeter. Stattdessen zeigte sich die SVE nach Wiederanpfiff eiskalt und traf durch David Mokwa zum 3:0 (46.). Bayer 04 steckte aber auch jetzt nicht auf und startete durch einen Treffer von Patrik Schick (77.) noch einmal eine späte Aufholjagd. Mehr als der zweite Leverkusener Treffer durch Christian Kofane (90.+1) war dem Team von Carles Martínez jedoch nicht mehr vergönnt – Jonas Hofmann verpasste denkbar knapp den Last-Minute-Ausgleich (90.+2).

Stimmen: Zur Heimpremiere „muss sich einiges ändern“

„Manchmal geht es im Fußball um die Basics, um Genauigkeit oder direkte Duelle. Und heute war unser Spiel besonders in den Basics nicht gut genug“, betonte Cheftrainer Carles Martínez auf der Pressekonferenz nach der Partie. Der Spanier weiß: „Aus dem Spiel müssen wir und auch ich lernen. Wir wollen es nächste Woche viel, viel besser machen und dann gewinnen.“

Mark Flekken resümierte nach der Partie: „Wir haben die Elversberger leider zu oft eingeladen und einfache Gegentore bekommen.“ Als positiven Punkt nimmt der Niederländer mit, „dass wir am Ende noch zum Anschluss kommen und nochmal für Spannung sorgen.“ Für die anstehende Heimpremiere gibt er die Richtung vor: „Es muss sich einiges ändern – wir müssen körperlich und mental da sein, energetisch anlaufen, sauber ins Passspiel gehen und die Fehler einstellen. Und vorne natürlich unsere Chancen nutzen.“

Zitatgrafik Carles Martínez

Auch Ibrahim Maza will „analysieren, woran es lag, nach vorne schauen und das nächste Spiel gewinnen.“ Der 20-Jährige sah, „zu viele kleine Fehler, die zu Gegentoren geführt haben“, weiß aber ebenfalls: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch viele Chancen, hätten das vielleicht noch drehen können.“ Sicher ist sich aber auch er: „Nächste Woche soll man von der ersten Minute an sehen, dass wir es mehr wollen als der Gegner – dann schaffen wir das.“

Presseschau: „Bayer-Aufholjagd kommt zu spät“

Der kicker sah eine Werkself, die „den Druck in den Schlussminuten massiv erhöhte“, den „späten Ausgleich aber nicht mehr erzwingen“ konnte und resümiert: „Bayer-Aufholjagd kommt zu spät“. Dem stimmt die Rheinische Post zu und schreibt: „Bayer schnupperte am Ausgleich“, während der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Einzelbewertung einen positiven Einfluss der engagierten Einwechselspieler Facundo Medina, Kofane und Hofmann sah.

Personal: Schick treffsicher

Beim Ligastart gegen die SVE gaben nicht nur Chefcoach Martínez und Co-Trainer Pol García ihr Bundesliga-Debüt, auch Miguel Gutiérrez, Afonso Moreira und Facundo Medina standen zum ersten Mal im deutschen Oberhaus auf dem Feld. Patrik Schick netzte derweil bereits zum vierten Mal im dritten Spiel gegen die Saarländer und erzielte damit die Hälfte der Leverkusener Tore in Duellen mit der „Elv“.

crop_20260829_FS_ELVB04_255279.jpg

Statistik: Späte Werkself-Dominanz

Auch in der Statistik spiegelte sich die druckvolle Leverkusener Schlussphase wider: In den letzten 15 Minuten der Partie spielten sich gut 42 Prozent des Geschehens im Elversberger Spielfelddrittel ab – der letzte Abschluss der Hausherren in dieser Partie war ein Fernschuss in der 69. Minute. 

Ausblick: Heimpremiere gegen Union Berlin

Die nächste Chance auf Punkte wartet am Samstag, 5. September (Anstoß: 15.30 Uhr) in der BayArena. Der Gegner im ersten Heimspiel der neuen Bundesligasaison ist der 1. FC Union Berlin. Eine Woche später, am Samstag, 12. September (Anstoß: 15.30 Uhr) wartet das Auswärtsduell beim FC Augsburg. Resttickets zu beiden Partien gibt's HIER!