
„Wir haben uns im Laufe des Spiels immer besser hereingearbeitet. Die Einsatzbereitschaft, das Offensivspiel und viele spielerischen Elemente waren sehr gut. Wir haben uns offensiv sehr viele Möglichkeiten herausgespielt, nur mit der Chancenverwertung können wir nicht ganz zufrieden sein“, sagte Pätzold: „Defensiv waren wir sehr fokussiert und haben dadurch kaum eine richtige Torchance zugelassen. Kommende Woche wollen wir einigen Spielerinnen schon 90 Minuten geben, sodass heute die letzte Möglichkeit für alle war, sich mit viel Spielzeit zu zeigen. Für einen Trainer ist es immer schön, wenn einem die personellen Entscheidungen schwer gemacht werden.“
Gegenüber dem 3:2 in Anderlecht mit dreimal 35 Minuten Spielzeit hatte der Coach seine Startelf auf vier Positionen verändert. In der Defensive rückten Sofia Cava Marin und Emilie Bragstad für Synne Skinnes Hansen und Selina Ostermeier ins Team, offensiv spielten Kristin Kögel und Delice Boboy anstelle von Karolina Lea Vilhjalmsdottir und Cornelia Kramer.
In der Anfangsphase tat sich die ganz in Weiß gekleidete Werkself gegen die aggressiv pressenden Gastgeberinnen noch schwer. Ein Traumtor brachte den Leverkusenerinnen die etwas überraschende Führung: Levels schlug eine Ecke von links in hohem Bogen und mit viel Effet in Richtung Tor, der Ball senkte sich in den Winkel (13.). Kurz vor der ersten Pause führte eine Kombination über mehrere Stationen zum zweiten Treffer. Über Levels und Kögel landete der Ball bei Bender, die mit einem präzisen Schlenzer ins rechte Eck auf 2:0 erhöhte (27.).
Nach Wiederanpfiff verfehlte ein Flachschuss von Boboy knapp das Tor (34.), die Bayer 04-Frauen waren nun das aktivere Team. Drei Minuten später köpfte Ostermeier eine Kögel-Ecke wuchtig aufs Tor, Lüttichs Torhüterin Laura Droz war auf dem Posten. Danach verflachte die Partie ein wenig, wobei die Gäste das Spielgeschehen weitgehend kontrollierten.





Nach einer knappen Viertelstunde im dritten Spiel-Viertel konnte sich Friederike Repohl erstmals auszeichnen. Die Torhüterin fischte einen Freistoß aus halblinker Position mit einem starken Reflex aus dem Eck. Auf der Gegenseite scheiterte Kramer mit einem Flachschuss an der gegnerischen Keeperin (83.).
Mit der schönsten Kombination des Nachmittags erhöhte die Werkself kurz nach der letzten Pause auf 3:0. Nach einem öffnenden Pass von Ostermeier auf Skinnes Hansen nahm die Norwegerin Tempo auf, fand im Zentrum die mitgelaufene Jorde - und die 20-Jährige drosch den Ball ins Netz (93.). Den vierten Treffer erspielten sich die Gäste über links. Julia Mickenhagen fand mit ihrem flachen Zuspiel Merino Gonzalez, die mühelos einschob (100.). Defensiv ließen die Leverkusenerinnen bis zum Schluss kaum noch etwas zu.
Am Freitag, 23. August (Anstoß: 14 Uhr), steht am Leistungszentrum Kurtekotten bereits der letzte Härtetest an. In einer Partie über erneut viermal 30 Minuten empfängt das Pätzold-Team Fortuna Sittard aus der niederländischen Vrouwen Eredivisie. Eine Woche später startet die Werkself am 31. August (Anstoß: 14 Uhr), mit der Partie beim SC Freiburg in die neue Bundesliga-Saison. Anschließend folgt bereits das Zweitrunden-Duell im DFB-Pokal, der Gegner wird am Dienstagabend ermittelt. Zum vollständigen Sommerfahrplan mit allen Terminen der Frauen geht es HIER!
Die Statistik:
Startelf Standard Lüttich: Droz - Humartus, O'Riordan, Miller, Jorde, Brackman, Fon, Blave, Van Belle, Toloba, Wajnblum
Bayer 04: Repohl (76. Moll) - Cava Marin (45. Daedelow/76. Jorde), Bragstad (31. Ostermeier), Turanyi (76. Bragstad), Levels (61. Mickenhagen) - Zdebel (61. Skinnes Hansen), Vidal (61. Piljic) - Bender (31. Haim/61. Vilhjalmsdottir/105. Bender), Kögel (61. Shen) - Boboy (61. Kramer), Kehrer (61. Merino Gonzalez)
Tore: 0:1 Levels (13.), 0:2 Bender (27.), 0:3 Jorde (93.), 0:4 Merino Gonzalez (100.)
Zuschauer: 80

Auftaktgegner, Derby-Wochenenden, der Kontrahent im Saisonfinale: Diese und weitere Infos erfahren die Bayer 04-Fans am Donnerstag, 2. Juli, wenn der Bundesliga-Spielplan 2026/27 veröffentlicht wird.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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