
„Wir haben 60 Minuten lang ein richtig gutes Spiel gemacht, hatten viel Chancen und hätten deshalb auch deutlich höher führen müssen. Dann ist das Spiel merklich abgeflacht, wir haben nicht mehr so den Zugriff bekommen und hatten im Ballbesitz kein gutes Risiko-Management mehr. So hat der Gegner deutlich mehr Möglichkeiten bekommen“, sagte Pätzold: „Am Ende können wir froh sein, noch gewonnen zu haben. Ich bin froh, dass wir Moral gezeigt haben und uns gegen den dritten Treffer gewehrt haben. Unterm Strich müssen wir das noch souveräner zu Ende spielen.“
Im Vergleich zum 5:1-Sieg im Test bei Czarni Sosnowiec hatte der Coach fünf Änderungen in seiner Anfangsformation vorgenommen. Anstelle von Emilie Bragstad, Julia Mickenhagen, Katharina Piljić, Kristin Kögel und Estrella Merino Gonzalez starteten Selina Ostermeier, Janou Levels, Juliette Vidal, Karólína Lea Vilhjálmsdóttir und Cornelia Kramer. Die Französin Vidal war im Sommer aus Anderlecht nach Leverkusen gekommen.
Die Gäste waren von Beginn an offensiv präsent. Nach einer schönen Kombination hatte Kramer die erste Schusschance (7.). Immer wieder versuchten die erstmals in den neuen weißen Auswärtstrikots gekleideten Leverkusenerinnen, die gegnerischen Ketten mit langen Bällen zu überspielen. Wenn das gelang, entstand vor allem über die Flügel meist auch direkt Gefahr. Eine dieser Kombinationen führte zum ersten Treffer des Tages: Nach einem langen Ball von Rechtsaußen bediente Kramer im Zentrum punktgenau ihre mitgelaufene Sturmpartnerin Kehrer, die ohne Mühe einschob (15.).
Defensiv ließ die Werkself derweil kaum etwas zu und lauerte geschickt auf Konter. Die nächste Gelegenheit auf den zweiten Treffer vergab Ostermeier per Kopf nach einem Freistoß von Janou Levels (23.). Besser machte sie es kurz darauf als Vorbereiterin: Mit einem präzisen Flugball über das halbe Feld schickte die Innenverteidigerin Bender steil. Die 18-Jährige hob den Ball gefühlvoll über Keeperin Aude Waldbillig hinweg ins Tor (27.). Um ein Haar hätte der Bundesligist mit der letzten Aktion vor dem ersten Pausen-Pfiff noch auf 3:0 erhöht, doch Kramers Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei und war für die hereinrutschende Levels haarscharf nicht mehr zu erreichen (35.).






Nach dem ersten Seitenwechsel ging es zunächst einige Minuten lang ruhiger zu. Die Bayer 04-Frauen verwalteten ihre Führung mühelos - und legten schließlich konsequent nach. Nach einem öffnenden Pass der eingewechselten Piljić landete der Ball über Levels bei Kehrer, die eiskalt ihren zweiten Treffer erzielte (53.).
Danach steigerten sich die Gastgeberinnen etwas und belohnten sich mit ihrem ersten Tor. Luna Vanzeir setzte sich im Zweikampf durch und hob den Ball aus kurzer Distanz über Kapitänin Friederike Repohl hinweg zum 1:3 ins Netz (62.). Somit ging es erneut mit einem Zwei-Tore-Abstand in die kurze Pause.
Für das letzte Drittel des Tests wechselte Pätzold noch einmal auf sechs Positionen. Der Spielabschnitt begann erneut von beiden Seiten eher gemächlich, wobei die spielerische Überlegenheit der Gäste jedoch erkennbar blieb. Bei einer Direktabnahme von Tine De Caigny im Sechzehner zeichnete sich die eingewechselte Torhüterin Anne Moll mit einem starken Reflex aus (83.).
Wenig später konnte die 19-Jährige eine Ecke nicht entscheidend klären, De Caigny war zur Stelle und verkürzte auf 2:3 (89.). In der Schlussviertelstunde verteidigten die Leverkusenerinnen ihren Vorsprung mit viel Willen und Geschick. So blieb es beim knappen Auswärtssieg.
Nach einer weiteren Trainingswoche testet die Werkself am Samstag, 17. August (Anstoß: 14.30 Uhr) in einem weiteren Freundschaftsspiel über 2 x 60 Minuten bei Standard Lüttich. Am Freitag, 23. August (Anstoß: 14 Uhr) folgt schließlich am Leistungszentrum Kurtekotten der letzte Härtetest über 4 x 30 Minuten gegen Fortuna Sittard. Eine Woche später starten die Bayer 04-Frauen am 31. August (Anstoß: 14 Uhr) mit der Partie beim SC Freiburg in die neue Bundesliga-Saison. Wiederum eine Woche darauf ist die Werkself am 7./8. August in der 2. Runde des DFB-Pokals gefordert, der Gegner ist noch nicht bekannt. Zum vollständigen Sommerfahrplan mit allen Terminen der Frauen geht es HIER!
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl (71. Moll) - Skinnes Hansen (54. Shen), Ostermeier (36. Bragstad), Turányi (71. Ostermeier), Levels (71. Mickenhagen) - Zdebel (36. Piljić), Vidal (71. Zdebel) - Vilhjálmsdóttir (71. Merino Gonzalez), Bender (54. Haim/93. Turányi) - Kehrer (71. Kögel), Kramer (54. Boboy)
Startelf RSC Anderlecht: Waldbillig - Deloose, De Caigny, Koeleman, Ijzerman, Matavkova, Vatafu, Minnaert, Vanzeir, Delabre, Wijnants
Tore: 0:1 Kehrer (15.), 0:2 Bender (27.), 0:3 Kramer (53.), 1:3 Vanzeir (62.), 2:3 De Caigny (89.)
Schiedsrichter: Emile Herpoel
Zuschauer waren nicht zugelassen.

Werkself-TV zeigt nach dem 1:3 von Bayer 04 beim VfB Stuttgart am 33. Bundesliga-Spieltag die Pressekonferenz mit den beiden Cheftrainern Sebastian Hoeneß und Kasper Hjulmand...
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Eine frühe Führung und Platz vier aus der Hand gegeben: Im direkten Duell um die Champions-League-Qualifikationsplätze lag Bayer 04 beim VfB Stuttgart dank eines Treffers von Aleix Garcia bereits nach einer Minute vorn, unterlag den zielstrebigeren Gastgebern letztlich jedoch 1:3 (1:2). Somit musste die Werkself die Schwaben am vorletzten Spieltag in der Bundesliga-Tabelle vorbeiziehen lassen.
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Mit dem VfB Stuttgart wartet am heutigen Samstag, 9. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), der nächste direkte Konkurrent im Rennen um die Qualifikation für die UEFA Champions League. Die fünftplatzierten Schwaben stehen punktgleich mit einem drei Treffer schlechteren Torverhältnis einen Rang hinter der Werkself. Die schwarz-rote Bilanz in Bad Cannstatt spricht eine deutlichere Sprache: Seit über 16 Jahren gab es beim VfB keine Leverkusener Niederlage mehr. Für diesen so wichtigen möglichen Auswärtsdreier könnte unter anderem die Konterstärke von Bayer 04 sorgen. Zwar sind auch die Stuttgarter offensiv brandgefährlich, müssen aber auf ihren Kapitän verzichten. Die Kurzpässe.
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