3:4 – Frauen unterliegen in Köln

Die Bayer 04-Frauen haben den Derby-Erfolg gegen den 1. FC Köln verpasst: Beim 3:4 erzielte das Team von Trainer Achim Feifel im Südstadion zwar gleich drei Mal den Anschlusstreffer – für Punkte reichte es dennoch nicht.
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Bereits in der Anfangsphase nahmen die Gastgeberinnen das Spiel auf kämpferische Art und Weise an – und taten dies besser als die Leverkusenerinnen. Folgerichtig hatten die Domstädterinnen mehr Chancen und belohnten sich durch Karoline Kohr mit dem Führungstreffer (20.). Die Bayer 04-Frauen vergaben derweil drei Großchancen. Keine Viertelstunde später konnte Eunice Beckmann per Handelfmeter auf 2:0 erhöhen (34.).

Drei Anschlusstreffer

Zur zweiten Hälfte reagierte Cheftrainer Achim Feifel auf den Rückstand und nahm einen Doppelwechsel vor: Gianna Rackow und Barbara Reger kamen für Ann-Kathrin Vinken und Sandra Maria Jessen aufs Feld. Wenig später musste Feifel den dritten und letzten Wechsel vornehmen, als Spielführerin Melissa Friedrich nach einem groben Foulspiel verletzungsbedingt ausschied und durch Pauline Machtens ersetzt wurde. In der Folge gelang den Bayer 04-Frauen der 1:2-Anschlusstreffer durch Dora Zeller (61.) – doch Lucia Ondrusova stellte kurz darauf den alten Vorsprung wieder her (69.).

Die Gäste rannten im gesamten Spiel einem Rückstand hinterher, hatten spätestens in der Schlussphase nichts mehr zu verlieren und spielten nun zunehmend offensiver – mit zwischenzeitlichem Erfolg: Milena Nikolic traf zum 2:3 (81.). Aber keine Minute später klingelte es schon wieder im gegenüberliegenden Kasten: Die eingewechselte Amber Barrett besorgte den Kölnerinnen die 4:2-Führung (82.). Doch auch im Anschluss an das vierte Gegentor gaben sich die Bayer 04-Frauen nicht geschlagen: Ivana Rudelic steuerte den 3:4-Endstand bei (90.). In der vierminütigen Nachspielzeit blieb den Gästen aus Leverkusen der Ausgleich und der damit verbundene Punktgewinn jedoch verwehrt.

„Mental nicht auf der Höhe“

Chefcoach Achim Feifel zeigte sich im Anschluss an die Partie unzufrieden: „Im Gegensatz zum Pokalspiel haben wir das Derby als ‚Kampfspiel‘ nicht angenommen. Stattdessen haben wir versucht, fußballerisch zu glänzen, geglückt ist uns das allerdings nicht. Vielmehr gab es individuelle, teils grobe Fehler bei eigenem Ballbesitz, wodurch wir den Gegner regelrecht zu Chancen eingeladen haben. Wir waren das komplette Spiel über mental nicht auf der Höhe. Das konnte man unter anderem an den drei vergebenen Großchancen in der ersten Viertelstunde und an dem direkten Gegentreffer nach unserem 2:3 festmachen“, urteilte Feifel. „Wir haben verdient verloren, weil wir zu zögerlich waren und weniger Mentalität und Bereitschaft an den Tag gelegt haben als der Gegner. Jede Spielerin muss sich nach einer solchen Leistung persönlich hinterfragen“, so der 55-Jährige weiter.

So geht es weiter:
Am Freitag, 29. November (Anpfiff: 19:15 Uhr, live im Free-TV bei Eurosport und im Pay-TV bei MagentaSport), kommt der amtierende Deutsche Meister und aktuelle Tabellenführer VfL Wolfsburg ins Ulrich-Haberland-Stadion. Die Wölfinnen können in der Flyeralarm Frauen-Bundesliga bislang eine makellose Bilanz vorweisen und stehen dementsprechend ohne Punktverlust an der Spitze der Tabelle (9 Spiele, 9 Siege). Tickets können im Vorverkauf hier erworben werden.

Die Statistik:

1. FC Köln: Herzog – Carlo, Horvat, Nietgen, Frommont, Rinast – Gosch, Ondrusova (79. Zilligen), Schraa (73. Barrett) – Kohr, Beckmann

Bayer 04: Wellmann – Cziszar, Friedrich (53. Machtens), Wirtz – Vinken (46. Rackow), Jessen (46. Reger), Sahlmann, Zeller – Nikolic, Rudelic, Uebach

Tore: 1:0 Kohr (20.), 2:0 Beckmann (HE/34.), 2:1 Zeller (61.), 3:1 Ondrusova (69.), 3:2 Nikolic (81.), 4:2 Barrett (82.) 4:3 Rudelic (90.)

Gelbe Karten: Schraa, Zilligen / -

Schiedsrichterin: Christina Biehl (Siesbach)

Zuschauer: 355

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