3:2 gegen Hoffenheim – Frauen im DFB-Pokal-Halbfinale

Die Bayer 04-Frauen dürfen den Einzug in die Runde der letzten Vier des DFB-Pokals feiern. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewannen die Leverkusenerinnen mit 3:2 nach Verlängerung (0:1, 1:1).
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Foto: Mirko Kappes

Cheftrainer Achim Feifel veränderte seine Startelf im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg auf vier Positionen: Anna Wellmann ersetzte Anna Klink im Tor, Pauline Machtens, Barbara Reger und Ivana Rudelic begannen für Frederike Kempe, Henrietta Csiszar und Milena Nikolic.

Die erste Halbzeit blieb zunächst eher ruhig. Der erste Abschluss der Partie ging an die Bayer 04-Frauen, Jessica Wich sorgte aber nicht wirklich für Torgefahr. Die schwarz-rote Abwehr stand kompakt, lediglich nach den beiden Standardsituationen durch Maximiliane Rall (16.) und Laura Lattwein (22.) war Anna Klink im Tor gefragt. Kurz vor der Pause, die bislang auf ein torloses Unentschieden hingedeutet hatte, drehte Hoffenheim noch einmal auf: Rall musste nur einschieben und die Leverkusener Abwehr hatte das Nachsehen (42.).

Nikolic gleicht aus

Nach dem Wiederanpfiff spielten die Werkself-Frauen gegen den Favoriten weiter mutig nach vorne und zielten auf den Ausgleich. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff zog Feifel seinen ersten Wechsel: Nikolic ersetzte Machtens (54.) – und das sollte sich zwölf Minuten später auszahlen. Ivana Rudelic fand mit einer präzisen Flanke den Kopf ihrer eingewechselte Mitspielerin, die zum umjubelten 1:1-Ausgleich traf. Kurz darauf Hoffenheim beinahe mit der Antwort – dem vermeintlichen 1:2 der TSG ging allerdings eine Abseitsposition voraus (72.). Henrietta Csiszárs Schuss aus 14 Metern auf der anderen Seite wurde in letzter Sekunde geblockt, auch Tabea Waßmuths Versuch für die Gäste scheiterte. So blieb es nach 90 Minuten beim 1:1 und es ging in die Verlängerung. 

Rudelic mit Doppelpack

Diese war gerade zwei Minuten alt, als Schwarz-Rot die Partie drehen konnte: Zeller eroberte den Ball im Mittelfeld und bediente Rudelic im Strafraum, die ins linke Eck traf (92.). Die Kraichgauerinnen drückten daraufhin das Tempo hoch und kurz vor der Verlängerungspause auch den Ball über die Linie, doch erneut ging die Fahne hoch – Abseits (99.). Stattdessen durfte wieder Bayer 04 jubeln: Rudelic setzte sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspielerinnen durch und bezwang aus spitzem Winkel auch Torhüterin Janina Leitzig – 3:1 (112.). Hoffenheim warf noch einmal alles nach vorne, der Anschlusstreffer durch Waßmuth kam allerdings zu spät (120+2).

„Platt und glücklich“

„Wir sind sowas von platt, aber glücklich. Wir hatten uns vorgenommen, mit Herz und Leidenschaft füreinander und miteinander aufzulaufen. Es war ein sehr harter Fight“, so Doppeltorschützin Rudelic nach der Partie bei DFB-TV. Zeller ergänzte: „Heute war es für uns alle sehr intensiv, jede hat 100 Prozent gegeben und alles herausgeholt. Hoffenheim hat das Spiel zwar größtenteils dominiert und wir mussten bis zur letzten Minute kämpfen, aber ich denke, am Ende haben wir verdient gewonnen."

Potsdam oder Essen im Halbfinale

Die Halbfinalpartien des DFB-Pokals sind bereits ausgelost und finden in der kommenden Woche am 10. und 11. Juni statt. Der Gegner der Leverkusenerinnen wird in der morgigen Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Podsdam und der SGS Essen ermittelt. Zuvor treffen die Werkself-Frauen am Freitag erneut auf die Hoffenheimerinnen, dieses Mal im Rahmen des 18. Spieltages der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Anstoß im Dietmar-Hopp-Stadion ist um 19.15 Uhr. 

Die Statistik:

Bayer 04: Wellmann – Jessen, Wirtz, Barth, Sahlmann – Machtens (54. Nikolic, 105. Vinken), Reger (105. Rackow) – Zeller, Uebach, Wich (59. Csiszar) - Rudelic
MSV Duisburg: Leitzig – Linder (99. Krumbiegel), Specht, Wienroither, Pankratz – Lattwein (46. Dongus), Hartig (80. Hagel) – Harsch, Waßmuth, Rall (99. Bürger) – Billa (81. Beuschlein)
Tore: 0:1 Rall (42.), 1:1 Nikolic (66.), 2:1 Rudelic (102.), 3:1 Rudelic (112.), 3:2 Waßmuth (120.+2)
Gelbe Karten: Csiszar - Wienroither
Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum)

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