
„Ich bin sehr glücklich, es war ein hart erkämpfter Sieg von uns“, strahlte Doppel-Torschützin Zeller nach der Partie. „Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft. Wir haben zwar nicht so gut gespielt heute, aber bis zur letzten Minute gekämpft!“
Beim dritten Aufeinandertreffen mit der SGS Essen in dieser Saison musste Achim Feifel am Dienstagabend neben der verletzten Sylwia Matysik auch auf Jessica Wich, Dina Blagojevic (beide im Aufbautraining) und Nina Brüggemann (Reha) verzichten.
Mehr Effizienz vorm Tor hatte der Trainer von seiner Mannschaft gefordert. Doch zunächst einmal zeigten sich die Gastgeberinnen eiskalt im Abschluss. Im Stadion an der Hafenstraße profitierte die SGS dabei nach elf Minuten von einem Fehlpass der Leverkusenerinnen im Mittelfeld. Vivien Endemann durfte alleine auf Anna Klink zustürmen und ließ der Bayer 04-Torhüterin mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance.







Die ganz in blau spielenden Werkself-Frauen zeigten sich vom frühen 0:1-Rückstand unbeeindruckt. Fast postwendend wäre den Gästen der Ausgleich gelungen, Essens Torhüterin Kim Sindermann verhinderte hier noch mit starkem Reflex gegen Lisanne Gräwe das 1:1 (12.). Neun Minuten später war Sindermann machtlos, als Dora Zeller nach unfreiwilliger Mithilfe einer Essenerin freie Bahn hatte und mit einem feinen Lupfer den Ausgleich erzielte (21.).
Auf schwer bespielbarem Platz unterliefen beiden Mannschaften einige Fehlpässe und Ungenauigkeiten. Die SGS und Bayer 04 lieferten sich zwar ein intensives Duell, große Torchancen blieben aber aus. Erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff besaßen die Essenerinnen durch Vivien Endemann noch die große Möglichkeit zur erneuten Führung, aber Anna Klink bewahrte ihr Team mit einer klasse Fußabwehr vor dem 1:2 (45.+1). „Es war wichtig, dass wir nach dem Rückstand weiter gekämpft haben und schnell den Ausgleich erzielen konnten, das Unentschieden ist okay bisher“, so die verletzte Dina Blagojevic in ihrem Halbzeit-Fazit.
Auch in der zweiten Hälfte blieb es ein ausgeglichenes Spiel. Die Werkself-Frauen standen in der Defensive kompakt, ließen kaum etwas zu, kamen aber ihrerseits auch nur noch selten zu Abschlüssen. So bot die Partie wenig Höhepunkte, weil beide Mannschaften keine zwingenden Offensivaktionen hatten. Das Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab. Die beste Gelegenheit besaß Verena Wieder, als sie nach perfektem Umschaltspiel im Sechzehner an den Ball kam, die Kugel aber nicht mehr kontrollieren konnte (82.). Es blieb die letzte Chance in der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung änderte sich erst einmal nicht viel am Bild. Sowohl die SGS als auch die Bayer 04-Frauen konzentrierten sich vor allem auf die Defensivarbeit. Anna Klink musste bei einem Distanzschuss von Beke Sterner parieren (98.). Auf der anderen Seite kam Dora Zeller aus 16 Metern zum Schuss, der zur Ecke abgelenkt wurde. Die trat Verena Wieder vors Tor – und dieses Mal stand Dora Zeller niemand mehr im Weg. Ihr Kopfball aus sieben Metern brachte Bayer 04 mit 2:1 in Führung (104.). Das Feifel-Team hatte die Partie gedreht.
Klar, dass die Gastgeberinnen jetzt alles nach vorne warfen. Das bot den Werkself-Frauen Räume. Verena Wieder scheiterte aus aussichtsreicher Position an Essens Keeperin Sindermann (114.). Kurz darauf musste Lisanne Gräwe nach überhartem Einsteigen mit Gelb-Rot vom Platz (115.). Aber auch in Unterzahl ließen die Werkself-Frauen nichts mehr anbrennen.
„Es ist ein toller Erfolg für uns, dass wir es dieses Mal geschafft haben, nachdem wir vor zwei Jahren gegen Essen im Halbfinale gescheitert waren“, freute sich Achim Feifel. „Es war ein totales Fight-Spiel, wir sind sicherlich der glückliche Sieger heute. Im Halbfinale warten starke Mannschaften auf uns, wir werden es nehmen, wie es kommt. Schön wäre aber, wenn wir ein Heimspiel hätten.“

Am kommenden Sonntag, 6. März, wird das DFB-Pokal-Halbfinale in der ARD-Sportschau (ab 19.15 Uhr) ausgelost. Neben den Bayer 04-Frauen ist auch der FC Bayern München nach seinem 9:1-Sieg beim FC Carl Zeiss Jena bereits für dieses qualifiziert. Die weiteren möglichen Gegner werden am Mittwochabend, 2. März, zwischen dem VfL Wolfsburg, SC Sand, SV Henstedt-Ulzburg und 1. FFC Turbine Potsdam ermittelt.
Die nächste Aufgabe in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga steht für das Feifel-Team bereits an diesem Freitag, 4. März, mit dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen auf dem Programm. Anpfiff im Ulrich-Haberland-Stadion ist um 19.15 Uhr.
Die Statistik:
SGS Essen: Sindermann – S. Ostermeier, Touon, Räcke (114. Debitzki), Baaß (60. Wamser), Laurier (81. Sterner), Berentzen, Meißner, L. Ostermeier (81. Kockmann), Baijings, Endemann
Bayer 04: Klink – , Vinken (46. Sahlmann), Turanyi (52. Fröhlich), Friedrich, Marti – Gräwe, Wirtz, Zeller (118. Pollak), Wieder – Arfaoui (67. Kögel), Nikolić (67. Pando)
Tore: 1:0 Endemann (11.), 1:1 Zeller (21.), 1:2 Zeller (104.)
Gelbe Karten: Gräwe, Wirtz
Gelb-Rote Karte: Gräwe (115.)
Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff (Bochum)
Zuschauer: 600

Werkself-TV zeigt die Pressekonferenz nach dem 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 am 5. Bundesliga-Spieltag 2026/27 mit den beiden Cheftrainern Carles Martínez und Urs Fischer...
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Wie bereits beim vergangenen Gastauftritt in Rheinhessen lieferten sich Bayer 04 und der 1. FSV Mainz 05 auch am 5. Spieltag der laufenden Bundesligasaison ein turbulentes Duell. Und erneut behielt die Werkself den längeren Atem. Die frühe Zwei-Tore-Führung durch Robert Andrich (5.) und Patrik Schick (9.) hatten die Hausherren noch vor dem Pausenpfiff durch einen Doppelpack von Anthony Caci (33., 42.) ausgeglichen. Auf die beiden Treffer von Jarell Quansah (55.) und Moussa Diaby (65.) fanden die 05er lange keine Antwort mehr. Bis auf den späten Anschlusstreffer von Benedict Hollerbach (90.+2) ließ Schwarz-Rot kaum noch Offensivaktionen der Mainzer zu und feierte so den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison.
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Sechster Sieg im sechsten Spiel: Die U19 von Bayer 04 weist nach dem 3:1 (2:1) gegen Alemannia Aachen am 7. Spieltag der Vorrunde in der DFB-Nachwuchsliga weiterhin eine makellose Bilanz auf und bleibt souveräner Tabellenführer in Gruppe G. Für die Leverkusener traf Gabriel Minutillo im Ulrich-Haberland-Stadion zunächst zweimal per Elfmeter. Im zweiten Durchgang legte Torjäger Aleksa Damjanovic den dritten Treffer für Schwarz-Rot nach.
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