
Gewonnen und das zu Null, Siegesserie ausgebaut und zumindest vorläufig auf Platz zwei vorgerückt - Trainer Achim Feifel konnte am Freitagabend eigentlich rundum zufrieden sein. Und doch wollte der Coach der Werkself-Frauen lieber auf dem Teppich bleiben: „Ja, wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt. Aber, dass wir in der Schlussphase in Überzahl die Kontrolle hergeben, daran müssen wir noch arbeiten.“
Aber der Reihe nach: Nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Folge begann das Bayer 04-Team im heimischen Ulrich-Haberland-Stadion die Partie gegen Sand selbstbewusst. Die Gastgeberinnen, die mit Lara Marti nur eine Änderung in der Startelf gegenüber dem 3:0 bei Werder Bremen hatten, attackierten früh und suchten zielstrebig den Weg zum SC-Tor.
Schon nach fünf Minuten gab Sylwia Matysik den ersten Warnschuss ab. Aber der Versuch aus knapp 25 Metern ging über das Tor. Das Feifel-Team blieb danach am Drücker und belohnte sich. Nach einer Matysik-Flanke von rechts prallte der Ball Milena Nikolic vor die Füße. Die reagierte am Elfmeterpunkt blitzschnell und schloss präzise zum 1:0 in die linke Ecke ab (15.).
Bis zur Pause blieben die Leverkusenerinnen das dominante Team und hätten auch höher führen könne, doch Dora Zeller vergab nach einem langen Klink-Abschlag mit einem freien Abschluss aus dem Strafraum die beste Möglichkeit kurz vor der Pause (42.).
Auch in den zweiten Durchgang starteten die Gastgeberinnen mit viel Zug Richtung Tor. Nikolic wäre auf einen langen Ball auf und davon gewesen. Doch Marina Georgieva zog sie als letzte Sand-Spielerin zu Boden. Notbremse. Rote Karte (49.). In Überzahl drehte Bayer 04 zunächst auf. Vor allem Verena Wieder, zuletzt in drei Spielen in Folge treffsicher, drehte auf dem linken Flügel auf.
Nach einem tollen Solo von außen ins Zentrum traf Wieder den linken Außenpfosten (61.). Kurz darauf brach die 21-Jährige wieder über den linken Flügel in den Strafraum durch und wurde gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kristin Kögel sicher ins linke Eck zum 2:0 (66.). Wieder legte von außen für Kögel auf, doch SC-Schlussfrau Jasmin Pal lenkte ihren Schuss noch an die Latte (79.).









Doch insgesamt gab sich Sand auch in Unterzahl nicht auf und den Werkself-Frauen entglitt etwas die Kontrolle. „Da waren wir zu ungeduldig, hätten mehr auf Ballbesitz gehen müssen“, räumte Trainer Feifel ein: „Das hätte nicht sein müssen.“ Am verdienten vierten Saisonsieg im fünften Spiel änderte das aber nichts mehr. Zwölf Punkte und bis mindestens Sonntagabend Platz zwei hinter dem FC Bayern können sich sehen lassen.
„Die Punkte, die wir jetzt haben, kann uns keiner mehr nehmen“, meinte Feifel nach der Partie. Am 6. Spieltag geht es für die Bayer 04-Frauen zum SC Freiburg (Samstag, 16.10., 13 Uhr).
Die Statistik:
Bayer 04: Klink – Matysik (59. Gräwe), Friedrich, Wirtz, Siems – Wieder, Kögel, Marti (87. Sahlmann) – Zeller (59. Arfaoui) – Pando (74. Zdebel), Nikolic
Sand: Pal – Bruce, Bruinenberg (85. Gravat), Georgieva, Kreil (65. Del Carmen), Brandenburg, Gentile, Evels (85. Browne), Triendl (65. Loos), Plasmann (71. Hoppius), Jordan
Tore: 1:0 Nikolic (15.), 2:0 Kögel (66./Foulelfmeter)
Gelbe Karte: Matysik
Rote Karte: Georgieva (49./Notbremse)
Schiedsrichterin: Vanessa Arlt (Münster)
Zuschauer: 306

Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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