1:1 – Werkself-Frauen zeigen starken Auftritt gegen Wolfsburg

Die Bayer 04-Frauen haben sich am 11. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit einem 1:1 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg nach zuletzt vier Niederlagen in Folge eindrucksvoll zurückgemeldet. Das Team von Cheftrainer Achim Feifel zeigte im Ulrich-Haberland-Stadion gegen den Tabellenführer eine ganz starke Leistung über 90 Minuten.
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„Nach den letzten Wochen war das heute eine klasse Reaktion der Mannschaft. Wir sind mit dem Punktgewinn absolut zufrieden, auch wenn aufgrund unserer vielen Möglichkeiten sogar ein Sieg drin gewesen wäre“, bilanzierte Verena Wieder nach dem Abpfiff. Die Mittelfeldspielerin zählte zu den auffälligsten und besten Akteurinnen auf dem Platz.

Bayer 04-Coach Achim Feifel musste gegen die Wölfinnen nach wie vor auf Dina Blagojevic (Syndesmosebandriss), Caroline Siems (Knieprobleme), Nina Brüggemann (Aufbautraining) und Jessica Wich (Aufbautraining) verzichten. Zudem fehlten verletzungsbedingt auch Henrike Sahlmann (Wadenprobleme) und Dorá Zeller (Sprunggelenk).

Im Vergleich zum 1:7 beim FC Bayern vor einer Woche nahm Feifel vier personelle Wechsel vor. Statt Anna Klink hütete nach langer Pause wieder einmal Friederike Abt das Tor. Ein Wechsel, der lange so geplant war, wie Feifel erklärte. „Rieke hat sehr gut trainiert, wir möchten ihr in diesem Jahr noch einmal Spielpraxis geben, das hat sie sich verdient.“ Außerdem standen Lara Marti, Clara Fröhlich und Irina Pando neu in der Startformation, die für Dorá Zeller, Julia Pollak und Milena Nikolic zum Einsatz kamen.

Von Beginn an hellwache Werkself-Frauen

„Wir müssen von Anfang an total präsent sein und mit hoher Aggressivität ins Spiel gehen“, hatte Feifel vor dem Anpfiff von seinem Team gefordert. Und die Werkself-Frauen hielten sich an diese Marschroute. Die Gastgeberinnen standen gut sortiert in der Defensive und gingen konsequent in die Zweikämpfe. Für die Wölfinnen gab’s zunächst kein Durchkommen und keine Torchancen.

Ein Standard und die erste Möglichkeit für die Gäste überhaupt sorgte dann gleich für die Führung des Tabellenführers: Nach einer Ecke kam Lena Lattwein am zweiten Pfosten frei aus drei Metern zum Abschluss und traf zum 0:1 ins lange Eck (25.)

Wieder staubt zum Ausgleich ab

Die Schwarz-Roten ließen sich durch den Rückstand aber nicht aus dem Konzept bringen. Ein erster eigener Abschluss von Lara Marti aus 16 Metern verfehlte das Tor der Wolfsburgerinnen noch (29.). Das Feifel-Team blieb dran, zeigte großen kämpferischen Einsatz, wurde nun auch offensiv mutiger. Und belohnte sich kurz vor der Pause mit dem Ausgleich. Erneut hatte Lara Marti halblinks aus der Distanz abgezogen, VfL-Torhüterin Lisa Weiß konnte den Aufsetzer nicht festhalten und Wieder staubte gedankenschnell zum 1:1 ab (41.). Der Ausgleich war hoch verdient, denn die Bayer 04-Frauen boten dem Spitzenreiter in den ersten 45 Minuten ein Match auf Augenhöhe.

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Und die Gastgeberinnen knüpften in der zweiten Hälfte nahtlos an die couragierte Vorstellung aus Halbzeit eins an. Leidenschaft, Laufbereitschaft und Wille – all das, was Achim Feifel in München von seiner Mannschaft vermisst hatte, zeigte sie heute.

Werkself-Frauen mit klarem Chancen-Plus

Und die Schwarz-Roten besaßen auch die erste dicke Chance, als Wieder nach einem klasse Pass von Juliane Wirtz über halblinks alleine aufs VfL-Tor zustürmte, aber zweimal an Wolfsburg-Keeperin Weiß scheiterte (56.).

Selten einmal kamen die Gäste zu gefährlichen Abschlüssen, wie bei einem Kopfball durch Bremer, der knapp das Leverkusener Tor verfehlte (65.). Die Leverkusenerinnen kauften dem Tabellenführer immer wieder den Schneid ab, waren griffiger in den Zweikämpfen und starteten ihrerseits vielversprechende Angriffe. So konnte VfL-Verteidigerin Kathy Hendrich im letzten Moment vor der einschussbereiten, inzwischen eingewechselten Milena Nikolic zur Ecke klären (67.). Und auch ein Schuss von Wieder wurde in höchster Not abgeblockt (71.). Nur vier Minuten später kam die überaus agile Mittelfeldspielerin nach toller Flanke von Juliane Wirtz erneut nur einen Schritt zu spät (75.).

Wieder: „Ganz andere Körpersprache gezeigt“

Die Werkself-Frauen hatten sich längst ein deutliches Chancen-Plus erarbeitet. Schade, dass Wieder kurz vor dem Ende knapp im Abseits stand. Sie hob den Ball zwar ins Tor, aber der Treffer zählte zu Recht nicht (85.). Das Feifel-Team drückte mit Macht auf den Sieg, zeigte eine großartige Energie-Leistung. Am Ende reichte es zwar nicht mehr zu drei Punkten. Aber mit dem Remis gegen den Tabellenführer haben die Bayer 04-Frauen nach zuletzt vier Niederlagen in Folge eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch gegen die großen Teams in der Liga mithalten können. Schwarz-Rot bleibt nach dem Punktgewinn auf Rang 6 in der Liga.

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„Wir haben in dieser Woche versucht, sehr viel aufzuarbeiten, gerade im mentalen Bereich“, betonte Wieder. „Und wir haben das heute hier gut hinbekommen, auch nach dem Gegentor nicht die Köpfe hängen lassen, sondern weitergekämpft und insgesamt mit einer ganz anderen Körpersprache auf dem Platz gestanden als zuletzt. Jetzt befinden wir uns wieder auf dem richtigen Weg“, so das Fazit von Wieder.

Abschluss in Leverkusen

Weiter geht es für die Werkself-Frauen am Sonntag, 19. Dezember, mit dem letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen den FC Carl Zeiss Jena. Die Partie im Ulrich-Haberland-Stadion beginnt um 13 Uhr.

Die Statistik:

Bayer 04: Abt - Matysik, Turanyi, Marti, Friedrich – Fröhlich (59. Nikolic), Gräwe, Wirtz, Kögel – Pando, Wieder (90. Arfaoui)

Wolfsburg: Weiß – Wilms (80. Svava), Hendrich, Janssen, Rauch – Oberdorf (65. Cordes), Lattwein, Waßmuth, Roord, Knaak (80. Starke) – Bremer (65. Smits)

Tore: 0:1 Lattwein (25.), 1:1 Wieder (41.)

Gelbe Karten: Friedrich, Wirtz - Hendrich

Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim)

Zuschauer: 300

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