
„Das war ein hochverdienter Sieg, der uns stolz macht und unsere tolle Hinrunde krönt. Wir sind bisher alle Spiele so angegangen, dass wir sie gewinnen wollen, auch gegen die vermeintlich großen Mannschaften. Das ist uns überragend gelungen, nicht nur wegen des Siegs, sondern auch wegen der Art und Weise“, sagte Pätzold: „Wir hatten mehr Großchancen aus dem Spiel heraus, haben mutig attackiert und hatten viele Ballgewinne. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir lange zittern mussten, weil wir nicht das 2:0 oder 3:0 gemacht haben.“ Besonders gefiel dem 45-Jährigen, wie sich seine Mannschaft im Laufe der Partie steigerte. „Wir mussten uns in das Spiel hineinarbeiten, das ist uns mit viel Teamgeist und Disziplin gelungen. Wir hätten schon vor der Pause in Führung gehen müssen und haben den guten Flow direkt nach der Halbzeit wieder auf den Platz gebracht“, so Pätzold.
Im Vergleich zum 1:0-Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Turbine Potsdam hatte der Coach seine Elf auf drei Positionen verändert. Für Emilie Bragstad, Karolina Lea Vilhjalmsdottir und Delice Boboy rückten Selina Ostermeier, die wiedergenesene Loreen Bender und Caroline Kehrer in die Anfangsformation. Kurz vor dem Anpfiff erhielt Bender von DFB-Sportdirektorin Nia Künzer und U20-Bundestrainerin Kathrin Peter die Fritz-Walter-Medaille in Gold für U19-Juniorinnen.
Die in Hellgrau gekleideten Gäste hatten die erste Gelegenheit der Partie. Marina Hegering setzte einen Kopfball am ersten Pfosten knapp neben das Tor (3.). Zwar kontrollierten die Wolfsburgerinnen auch danach die Partie, doch die Werkself ließ defensiv wenig zu. Die Konterchancen liefen meist über Kehrer. Nach einer knappen halben Stunde wurden die Bayer 04-Frauen mutiger, der erste Abschluss gehörte Bender. Weil die U20-Nationalspielerin nicht genügend Druck hinter den Ball bekam, konnte VfL-Torhüterin Merle Frohms problemlos parieren (27.). Von der Dominanz der Wölfinnen in der Anfangsphase war nun nicht mehr viel zu sehen, die Leverkusenerinnen hielten aktiv dagegen.
Kurz vor dem Pausenpfiff vergab dann Kehrer per Doppelchance die große Möglichkeit auf das 1:0. Erst traf die Stürmerin nach einem feinen Steckpass von Bender die Latte, dann klärte beim Nachschuss Frohms den Ball zur Seite (44.). So blieb es zur Pause beim 0:0.






Die Werkself kam druckvoll aus der Kabine - und belohnte sich schon zwei Minuten nach dem Wiederbeginn. VfL-Verteidigerin Kathy Hendrich unterlief einen Heber von Katharina Piljic in den Strafraum. Kramer war sofort zur Stelle und drosch den Ball eiskalt am Fünfmeterraum an Frohms vorbei zu ihrem sechsten Saisontreffer ins rechte Eck (47.). Das Tor wirkte für beide Teams wie eine Initialzündung zu mehr Offensivdrang. Zunächst war Friederike Repohl nacheinander erst beim Distanzschuss von Hegering und dann auch beim Nachschuss von Svenja Huth stark zur Stelle (53.), zwei Minuten später setzte Janou Levels den Ball aus halblinker Position vor dem Sechzehner an den Pfosten.
Wolfsburg drängte mit aller Macht auf eine Antwort, doch die nächste Großchance gehörte Bayer 04.Kehrer versuchte Frohms zu umkurven, doch die Keeperin drängte die Leverkusenerin noch entscheidend ab (64.). Kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde brachte Pätzold Karolina Lea Vilhjalmsdottir für die agile Bender (72.). Wenig später verpasste Torschützin Kramer nach einer scharfen Hereingabe von Sturm-Partnerin Kehrer das 2:0 um Zentimeter (80.).
Anstatt sich hinten reinzustellen, verteidigten die Bayer 04-Frauen weiter aktiv und lauerten auf Umschaltsituationen. Für frischen Wind in der Offensive ersetzte Boboy in den letzten Minuten Kramer (84.). Mit leidenschaftlichem Einsatz verteidigte die Werkself ihren Vorsprung - und sprang mindestens für eine Nacht auf Rang eins.
Am Samstag, 14. Dezember (Anstoß: 12 Uhr), geht es für die Werkself mit dem ersten Rückrunden-Spiel weiter. Im Ulrich-Haberland-Stadion ist der SC Freiburg für die letzte Partie des Kalenderjahres 2024 zu Gast. Tickets für die Partie gibt es HIER im Online-Ticketshop von Bayer 04. Anschließend geht es in die Winterpause. Im neuen Jahr reisen die Leverkusenerinnen dann am ersten Februar-Wochenende zu Eintracht Frankfurt, die exakte Terminierung der Partie steht noch aus.
Die Statistik:
Bayer 04: Repohl - Merino Gonzalez, Ostermeier, Turanyi, Levels - Zdebel (90.+1 Vidal), Piljic - Bender (72. Vilhjalmsdottir), Kögel - Kramer (84. Boboy), Kehrer (90.+1 Bragstad)
VfL Wolfsburg: Frohms - Hendrich, (64. Dijkstra), Minge, Hegering - Wilms, Huth, Lattwein, Linder - Endemann (57. Beerensteyn), Popp, Jonsdottir (81. Blomqvist)
Tor: 1:0 Kramer (47.)
Gelbe Karten: Piljic, Turanyi, Ostermeier
Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Lehrensteinsfeld)
Zuschauer: 1510 im Ulrich-Haberland-Stadion

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
Mehr zeigen
Endlich wieder K.-o.-Duelle! Nachdem die Leverkusener Konsolen-Profis vergangenes Jahr den ersten Showdown in der Geschichte der VBL Club Championship spektakulär gewonnen hatten, folgten zwei eher ernüchternde Ausgaben mit dem zweimaligen Vorrunden-Aus. Nun, in Showdown vier, gelang den Cousins Marc und Sean Landwehr wieder der Einzug in die Offline-K.-o.-Phase. Und in dieser wartet am heutigen Montag, 2. Februar (ab 16 Uhr live auf dem Twitch-Kanal der VBL), zum Start der VfL Bochum 1848. Der Gegner-Check und mögliche weitere Verlauf.
Mehr zeigen
Mit gleich zwei Teams war die U12 beim Hallenturnier in Wuppertal ganz vorne dabei und landete auf den Rängen zwei und vier. Die U13 holte in der zweiten Liga-Partie nach der Winterpause den zweiten Sieg und die U14 präsentierte sich sowohl beim Hallenturnier in Nürnberg als auch beim anschließenden Leistungsvergleich auf dem Feld ebenfalls äußerst erfolgreich – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
Mehr zeigen
Eine besondere Partnerschaft: Die SAB-P GmbH mit Sitz in Wermelskirchen wird der erste offizielle Inklusionspartner von Bayer 04 Leverkusen. Das bislang im Businessclub des Fußball-Bundesligisten engagierte Unternehmen, das mit der bis zum 31. Mai 2027 laufenden Vereinbarung sein gesellschaftliches Engagement im Bereich Inklusion unterstreicht, wird unter anderem ab der Saison 2026/27 als Trikotsponsor der Inklusionswerkself auftreten.
Mehr zeigen